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  • 18. August 2004, noch kein Kommentar

Robin Gibb präsentiert seine Solo- und größten Bee Gees-Hits ohne Brüder Barry und den 2003 verstorbenen Maurice. Geht das gut?

Von Jan Gebauer

"Juliet, Oh oh Juliet" - so klang der große Solo-Hit von Robin Gibb. Ohne seine Brüder Barry und Maurice, der im Januar 2003 überraschend verstarb, kommt der Sänger nun wieder in das Land, in dem er 1983 für sechs Wochen Platz eins belegte. In den USA und England floppte die Single, dementsprechend stärker seine Fan-Gemeinde in Deutschland. Das die Bee Gees als Gruppenverband Kult-Status auch in schwulen Kreisen genießen liegt auf der Hand: die Könige des 70s-Disco-Sounds laufen mit "Stayin' Alive", "Night Fever" und "You Should Be Dancing" auf jeder "Studio54"-Party. Robin Gibbs acht Shows zwischen dem 17. und 26.September zählen zu den Höhepunkten des diesjährigen Musik-Herbstes.

Jahrzehnte nach der letzten Tournee der Brüder Gibb lautet das Motto: "Robin Gibb performing his own and Bee Gees hits". Seine Auftritte, die der am 12.Mai 2004 mit der Ehrendoktorwürde der Universität von Manchester ausgezeichnete Brite in Begleitung seiner Band und eines philharmonischen Orchester absolvieren wird, bestehen dabei zu zwei Dritteln aus Bee-Gees-Klassikern wie "Massachusetts", "To Love Somebody" oder "How Deep Is Your Love". Das andere Drittel sind seine Bestseller als Solo-Interpret von "Juliet" (1983) bis zu Auszügen des aktuellen Albums "Magnet" (2003), aus dem der letzte Chart-Erfolg "Please" ausgekoppelt wurde. Robin Gibbs Greatest-Hits-Programm wird vergessen lassen, was er und sein Bruder Barry Anfang des Jahres 2003 verkündeten: "Wir werden nie mehr unter dem Namen Bee Gees auftreten!"

Portrait:

Robin Gibb wurde am 22.12.1949 auf der britischen Isle of Man nur eine Stunde nach seinem Zwillingsbruder Barry geboren. Noch während der ersten Welterfolge mit seinen Brüdern erschien 1969 Robins erstes Soloalbum "Robin’s Reign" und der ausgekoppelte Klassiker "Saved By the Bell" chartete sofort auf Platz fünf der deutschen Charts. Etliche Singles folgten, aber die enorm erfolgreiche Disco-Zeit der Bee Gees ließ weitere Solo-Ausflüge nicht zu. 1983 erschien dann das zweite Album von Robin unter dem Titel "How Old Are You?" mit der Single "Juliet", die Platz eins der deutschen Media-Control-Charts erreichte und zu diesem Zeitpunkt sogar Michael Jackson's "Thriller" übertraf. "Secret Agent" (1984) und "Walls Have Eyes" (1985) waren weitere Soloprojekte von Robin Gibb und Hits wie "Another Lonely Night In New York" oder "Boys Do Fall In Love" folgten Mitte der 80er Jahre. Nach langer Solo-Pause war der Grund für eine neue CD recht einfach: "Nach 17 Jahren hat sich soviel Material angesammelt, das mich begeisterte und von dem ich meine, dass es an der Zeit sei, es zu veröffentlichen", sagte Robin der Universal 2002. Daraufhin erschien "Magnet" und erklomm in kürzester Zeit die Top-Ten der deutschen Alben-Charts.

18. August 2004, 12:40