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Anno Komarow (r.) bei einer Pressekonferenz zum diesjährigen CSD in Moskau (Bild: Norbert Blech)

Schon wieder ist in Russland eine Demonstration von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern verboten worden. Die Aktivisten von Gayrussia.ru, die auch den immer wieder verbotenen "CSD" in Moskau organisieren, hatten eine Demonstration in der Nähe des russischen Gesundheitsministeriums für den 22. Oktober beantragt.

An diesem Internationalen Tag gegen die Pathologisierung von Transgendern wollten die Organisatoren wie ihre Mitstreiter auf der ganzen Welt gegen die Klassifizierung von Transsexualität als Krankheit protestieren. Die Weltgesundheitsorganisation spricht in ihrem Katalog ICD von "Sexual Identity Disorder" als mentale Krankheit ebenso wie der Katalog DSM der American Psychiatrist Association. Die beiden weltweit führenden Krankheits-Auflistungen stehen beide vor einer Überarbeitung, weswegen es zu dem internationalen Tag mit dem in die nahe Zukunft weisenden Nebenmotto "Stop 2012" kam. Auch in Berlin soll es an dem Samstag eine Demo geben.

In der russischen Partnerstadt wird auch demonstriert werden. Der federführende Transgender-Aktivist Anno Komarow (bekannt aus der diesjährigen Berichterstattung zum CSD in Moskau als Anna) sagte: "Wir werden auf jeden Fall demonstrieren, das ist unser Recht." Es sei zu bedauern, dass "trotz einer guten Professionalität im Gesundheitsbereich" weiterhin Transphobie existiere.

Russische Transgender stoßen oft auf Willkür

Das Verbot der Demo wurde, offenbar nach Rücksprache mit dem Rathaus, von einer Bezirksbehörde ausgesprochen. Da der Protest auf einem öffentlichen Platz geplant sei, könne Gegengewalt nicht ausgeschlossen werden, so die Begründung. Auch werde die Freiheit anderer eingeschränkt. Sollte es dennoch eine Demonstration geben, würden die Organisatoren und Teilnehmer vor Gericht gebracht. Anno ficht das nicht an: Kurzfristig verhaftet wurde er schon häufig und die vom Gericht verhängten Geldstrafen sind bislang nie eingetrieben worden.

Seit 1997 dürfen Transgender in Russland ihr offizielles Geschlecht ändern lassen, stoßen aber häufig auf bürokratische Willkür. Oft werden die erforderlichen ärztliche Bescheinigungen abgelehnt, weil es kein einheitliches offizielles Formular gibt. 2009 konnte eine Transsexuelle, die eine Hormontherapie begonnen hatte, auch auf dem Rechtsweg in mehreren Instanzen keine Änderung erzwingen. Auch eine vorhandene Ehe wird oft zur Ablehnung genutzt. Selbst im Regelfall dauert eine Änderung ein bis zwei Jahre und beinhaltet eine Begleitung durch einen Psychologen vor und nach der Geschlechtsanpassung, die im Regelfall notwendig ist. Wie Schwule und Lesben sind Transgender nicht durch Antidiskriminierungsgesetze geschützt. (nb)



#1 HinnerkAnonym
  • 13.10.2011, 16:35h
  • Bei denen wundert mich gar nichts mehr...

    Wie waren noch mal die Aussagen von unserem Ex-SPD-Kanzler Gerhard Schröder mit den "lupenreinen Demokraten"?

    Klar, der musste sich ja seine Karriere nach dem Politik-Aus irgendwie erkaufen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 alexander
  • 13.10.2011, 20:46h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • sorry, gibst in haltern am see wirklich keine arbeit ? ich meine das nicht böse, aber musst du zu allem und jedem deinen kommentar abgeben, so ganz ohne "durchblick" !
    ich gebe mir ja schon mühe, diese seltenen, treffenden kommentare mit grün zu bewerten, habe aber viel zu oft das gefühl, dass du nicht weisst, was du schreibst ?
    weniger ist mehr !
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#4 Lupo__Profil
  • 13.10.2011, 21:52hBielefeld
  • @Norbert:
    Anno hat mit Änderung ihres Vornamens ihren Familiennamen geändert von "Komarova" auf "Komarov"/Комаров.

    Anm. d. Red.: Ist geändert.
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