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Zachary Quinto spricht von sich nun als schwulen Mann (Bild: preloc and kanar / flickr / by 2.0)

Es ist einer dieser Fälle, in der es jeder ahnte: Der amerikanische Schauspieler Zachary Quinto (bekannt aus "Heroes" und als junger Spock im letzten "Star Trek"-Film) hat sich als schwul geoutet. In einem Feature des "New York Magazine" sprach der 34-jährige erstmals offen über seine Homosexualität.

In zwei Sätzen des Gespräches sprach der in Los Angeles lebende Star von sich gezielt als Schwulen. Die Arbeit an dem Aids-Stück "Angels in America", für das er acht Monate als Lover eines Sterbenden auf der Bühne in New York stand, habe Spuren hinterlassen, ihm gezeigt, wie glücklich es gewesen sei, erst später geboren worden zu sein und die "Dezimierung einer ganzen Generation talentierter und ansonsten gesunder Männer" nicht erlebt haben zu müssen. "Zugleich habe ich als schwuler Mann das Gefühl, dass es noch viel zu tun gibt, viele Dinge angesprochen werden müssen", sagte Quinto dem Magazin.

Die Formulierung "as a gay man" lässt er später erneut fallen, als es um politische Veränderungen wie die Occupy-Aktionen geht und er auf den Stand der LGBT-Bewegung eingeht. "Da gibt es die Legalisierung der Ehe für Schwule und Lesben in New York und drei Monate später den Selbstmord von Jamey Rodemeyer, noch ein weiterer Teenager, der in den Selbstmord schikaniert wurde. Und, weißt du, erneut als schwuler Mann schaue ich mir das an und denke an die ganze Hoffnungslosigkeit, die sich da zeigt." Die Gesellschaft müsse sich dem Problem stärker stellen, nach Auswegen suchen, anstatt Zeit und Energie mit Hass und Bigotterie zu verlieren.

Früher kein Eingehen auf Spekulationen

Der Schauspieler hatte sich bereits in der Vergangenheit bei Themen wie der Ehe-Öffnung oder dem Homo-Verbot im Militär öffentlich stets für schwul-lesbische Rechte ausgesprochen. Auch nahm er ein Video für die "It Gets Better"-Kampagne auf, in dem er schwulen Jugendlichen, die von Altersgenossen gemobbt werden, Mut zuspricht. Doch zu seiner sexuellen Orientierung hatte er sich in Interviews bislang nicht geäußert. Der "New York Times" sagte er im letzten Oktober: "[Die Selbstmorde unter Jugendlichen] sind derzeit ein so brandaktuelles Thema, dass ich viel lieber darüber reden würde als zu erzählen, mit wem ich schlafe", so Quinto. (queer.de berichtete)

Mit schwulen Rollen hatte Quinto dabei nie Probleme: So spielte er bereits am Anfang seiner Karriere einen Schwulen in der kurzlebigen Serie "So NoTORIous", die lose vom Leben der Hauptdarstellerin Tori Spelling erzählt. Derzeit ist er in Amerika in einer Nebenrolle der neuen Fox-Serie "American Horror Story" zu sehen. Er spielt darin den schwulen Ex-Besitzer eines verhexten Hauses (queer.de berichtete). (nb)

Youtube | Fiktiv trieb es Quinto öfters mit Männern, so in der Serie "So NoTORIous"


#1 BenjaminAnonym
  • 16.10.2011, 21:40h
  • Das hab ich sofort gewusst, als ich auf imdb.com Bilder von ihm bei Veranstaltungen und Privat sah. Cool wie beiläufig er sich outete:-)
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#2 FoXXXy LoveAnonym
  • 16.10.2011, 22:29h
  • Toll, dass Zachary Quinto sich getraut hat, sich zu outen, auch wenn es nur nebenbei war.
    Ich wünsche ihm alles Gute, viel Erfolg und gerne würde ich ihn in einem neuen Film sehen.
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#3 HinnerkAnonym
  • 16.10.2011, 23:09h
  • Je mehr Leute sich outen, desto besser.

    Jeder, der das Versteckspiel nicht mitmacht, führt die Homohasser ad absurdum.
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#4 beobachter-2Anonym
#5 EnyyoAnonym
  • 17.10.2011, 01:22h
  • Auch von mir einen Glückwunsch und beruflich und privat weiter alles Gute für den hübschen (und talentierten) Zach!

    Jetzt wär's mal Zeit für "The sexiest man alive"(???) Mr. Clooney - selbst Klatschblätter wie die "Gala" mutmassen schon, dass sich George nur mit Alibinen umgibt und inoffiziell auf Kerle steht...
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.10.2011, 08:41h
  • Ein neues Mitglied in der LGBT-Community! Schade nur für Taylor Lautner, denn es wäre besser, wenn er dazugehören würde! Aber man kann nicht alles haben!
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#7 Reality CheckAnonym
  • 17.10.2011, 11:16h
  • > Der "New York Times" sagte er im letzten Oktober: "Die Selbstmorde unter Jugendlichen sind derzeit ein so brandaktuelles Thema, dass ich viel lieber darüber reden würde als zu erzählen, mit wem ich schlafe" <

    Aber auf die Idee, dass diese Selbstmorde gerade etwas mit dem perversen Versteckspiel von Schwulen im öffentlichen Leben zu tun haben, ist er anscheinend erst jetzt gekommen?!

    Solange 99% der Schwulen auch im Alltag, auf den Straßen und Plätzen, in der U-Bahn etc. ihre sexuelle Identität verstecken, keine Zärtlichkeiten austauschen usw. wird es bei allem Schielen nach irgendwelchen Gleichstellungshäppchen des Gesetzgebers NIEMALS eine wirkliche Gleichberechtigung geben!
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#8 dreamlessAnonym
  • 17.10.2011, 15:11h
  • Antwort auf #7 von Reality Check
  • ja, homosexualität wird in der öffentlichkeit bekanntlich unsichtbar gemacht. insbesondere der aspekt sexualität und erotik.
    (ausnahmen bilden nur die csd klischee-berichte, in denen vor allem die transvestiten, sprich mal wieder die weiblichkeit, ins fokus der kameras gerückt wird)

    beispiele im kleinen findet man alltäglich.
    ein aktuelles davon:

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,792134,00.html

    ein artikel mit homosexueller thematik plus fotoreihe...
    das einzige foto was ein bischen haut zeigt, zeigt aber nicht ausgelassen feiernde kadetten oder die im artikel erwähnten gogo boys, sondern halbnackte las vegas damen die mit der party gar nichts zutun hatten.
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#9 gay as hellAnonym
#10 ?Anonym
  • 17.10.2011, 15:44h
  • Antwort auf #9 von gay as hell
  • So wie ich das verstanden habe bezog sich der Kommentar von dreamless auf Sexualität, Erotik und deren einseitige Darstellung in der Öffentlichkeit.

    An nackten und halbnackten Frauen mangelt es in den allgemeinen Medien nun wirklich nicht...,
    daher verstehe ich nicht was du mit "Frauen ausschliessen" meinst?
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