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Sizzla darf seine Ansichten über Schwule auch dank Coca-Cola weiterverbreiten

Aktivisten kritisieren den amerikanischen Konzern Coca-Cola, weil er ein Konzert auf Jamaika gesponsert hat, bei dem Sizzla zur Ermordung von Schwulen aufrief.

Im April hatte "Coke Zero" ein Reggae-Konzert präsentiert, bei dem unter anderem der Sänger Sizzla das notorische "Boom Bye Bye" gesungen hat. In dem Song, der aus der Feder von Buju Banton stammt, werden die Zuhörer aufgefordert, Schwule durch Kopfschuss, Säure- oder Brandanschläge zu töten. Die US-Gruppe "Aids-Free World" und jamaikanische Homo-Aktivisten haben gegen das Sponsoring protestiert und eine Entschuldigung des Limonadenherstellers gefordert, die in allen großen Zeitungen Jamaikas veröffentlicht werden sollte. Bislang habe der Getränkehersteller nur mit freundlichen Worten auf die Bedenken der Aktivisten reagiert - und melde sich seit einer Woche auf Anfragen überhaupt nicht mehr.

Zwar erklärte Steve Bucherati, der "Chief Diversity Officer" von Coca-Cola, in einem Briefwechsel mit "Aids-Free World", dass dem Konzern Sizzlas homophobe Vergangenheit nicht bewusst gewesen sei. Es sei auch nicht bekannt gewesen, dass er "Boom Bye Bye" bei diesem Event vortragen würde. Er habe außerdem einen Entschuldigungsbrief an jamaikanische Zeitungen geschickt, so Bucherati weiter. Eine solche Stellungnahme ist aber bislang in keiner einzigen jamaikanischen Zeitung veröffentlicht worden.

Verhalten von Coca-Cola "unentschuldbar"

"Das Sponsoring von 'Murder Music' durch Coca-Cola ist unerklärlich", heißt es in einem Brief von "Aids-Free World". "Es ist unentschuldbar, dass Sie nicht sofort reagiert haben, als dieser öffentlich vorgetragene homophobe Rausch von Sizzla vorgetragen wurde." Die Aids-Aktivisten werfen Coca-Cola vor, Hinhaltetaktik zu betreiben: So habe der Konzern bereits vor Monaten versprochen, seine weltweiten Sponsoring-Maßnahmen zu überprüfen. Geschehen sei aber nichts. Das sei besonders zynisch, weil Coca-Cola-Chef Muhtar Kent erst im September von Ex-Präsident Bill Clinton wegen seines Einsatzes gegen HIV und Aids ausgezeichnet worden war.

Sizzla hat mehrere Lieder mit Textzeilen wie "Ich gehe und erschieß Schwule mit einer Waffe" veröffentlicht. Den Reggae Compassionate Act, in dem Künstler ihre Abkehr von homophoben Texten versprechen, hatte er 2010 aufgekündigt (queer.de berichtete). Daraufhin wurde nach Protesten ein Auftritt des Sängers beim Chiemsee Reggae Summer abgesagt (queer.de berichtete). (dk)

Wöchentliche Umfrage

» Wie sollte mit Hasssängern wie Sizzla umgegangen werden, die in ihren Liedern Gewaltphantasien gegen Homosexuelle verbreiten?
    Ergebnis der Umfrage vom 17.10.2011 bis 24.10.2011


Jamaika: 91 Prozent sehen Homosexualität als Straftat an

Auf Jamaika gibt es nur wenige Menschen, die Schwule nicht verfolgen wollen: Laut einer Umfrage der Zeitung "Gleaner" sprechen sich 91 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung der Verfolgung von männlichen Homosexuellen aus.
#1 SchokiAnonym
  • 17.10.2011, 12:39h

  • Die werden sich auch in Zukunft nicht entschuldigen. Denn finanziell und auf dem Markt haben sie nichts zu befürchten. Cola wird trotzdem weiter gekauft, auch wenn ich für meinen Teil Cola Zero nicht mag. Und solange weitergekauft wird, werden sie auch keinen Sinn darin sehen, sich zu entschuldigen.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.10.2011, 12:42h
  • Was hat sich der Coca-Cola-Konzern eigentlich bei diesem Sponsoring gedacht? Vielleicht könnte hier ein Flashmob dem Konzern auf die Sprünge helfen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Roman BolligerAnonym
  • 17.10.2011, 13:25h
  • Das bedeutet:

    Boykott ist angesagt verbunden mit Protestaktionen gegen Coca Cola)!

    Folgende sind die hauptsächlichen Marken der Firma Coca Cola: Coca Cola, Fanta, Sprite, MezzoMix, Nestea, Bonaqa, Apollinaris, Powerade, Valser (in der Schweiz), Vio, Urbacher, Sodenthaler, Heppinger, Lift, MinuteMaid, Fruitopia, Kinley.

    Vielleicht kenn jemand noch andere Marken?
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#4 dobrapivo
  • 17.10.2011, 13:37h
  • Hmm.. Vielleicht sollte Coca-Cola dieses Lied unter den dämlichen Werbespot mit den Teddybären und den Panzern legen.

    www.youtube.com/watch?v=0V1Y1iaPtoY

    Vielleicht noch mit der Ergänzung "Auf jeden gehängten Schwulen im Iran kommen 1000.0000 hollandische Tulpen!" Würde reinpassen!

    Mach dir Freude auf!
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#5 schwulenaktivist
#6 Fiete_Jansen
  • 17.10.2011, 16:18h
  • Antwort auf #3 von Roman Bolliger
  • Hallo? CocaCola mordet! Und jetzt unterstützt es mal wieder einen, der zu Morden aufruft? Ist doch eine Linie.

    Wer bei klarem Verstand ist, boykottiert diese Marke! Und zwar nicht erst seit diesem Vorfall unter vielen!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 RealityAnonym
  • 17.10.2011, 16:23h
  • Was hilft am besten? Coca Cola boykottieren. Es gibt reichlich alternativen, die geschmacklich ohnehin besser sind. Zumindest aus eigener Erfahrung.

    Vita Cola
    Afri Cola
    Netto-Cola
    BioZisch
    drinknow-Cola
    Aldi-cola
    .....
  • Antworten » | Direktlink »
#8 seb1983
#9 SchokiAnonym
  • 17.10.2011, 16:46h

  • Ich bezweifle, dass genug Leute Coca Cola boykottieren würden. Es gibt sogar genug Leute, die nicht mal wissen, was alles zu Coca Cola gehört. Ich nehme daher an, dass aus der Idee nix wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Club ColaAnonym
  • 17.10.2011, 17:10h
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • "Ich denke gern zurück an diese Familienfeste, bei denen die Tische auseinanderbrachen vor Torten, Brause und Bier. Ich durfte Club-Cola trinken, bis ich Bauchweh hatte."

    www.welt.de/debatte/kommentare/article8226565/Warum-Joachim-
    Gauck-ins-Schloss-Bellevue-gehoert.html


    DIE LINKE stimmte nicht für Joachim Gauck.

    Die derzeitige Finanzmarktdebatte halte er für "unsäglich albern". Der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, sei eine romantische Vorstellung, sagte Gauck bei einer Veranstaltung der "Zeit".

    Bei der Bundespräsidentenwahl 2010 war Gauck für SPD und Grüne angetreten.

    Vom 7. Mai 2003 datiert ein Antrag der Fraktionen SPD und Bündnis90/Die Grünen.

    "..Antrag
    der Fraktionen SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    Finanzplatz Deutschland weiter fördern
    Der Bundestag wolle beschließen:
    Der Deutsche Bundestag stellt fest:
    – Erfolgreiche Finanzplatzförderung
    Die Bilanz der Finanzmarktförderungsgesetzgebung in Deutschland fällt positiv aus. In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung eine Reihe von
    wichtigen Initiativen und gesetzgeberischen Maßnahmen auf den Weg gebracht, die die Position Deutschlands unter den führenden Finanzplätzen Europas gestärkt haben.

    [...]
    Berlin, den 7. Mai 2003
    Franz Müntefering und Fraktion
    Katrin Göring-Eckardt, Krista Sager und Fraktion .."

    Drucksache 15/930

    Der Beginn der ökonomischen Geiselnahme der öffentlichen Haushalte durch deutsche und internationale Finanzeliten.

    "Die Finanzmärkte wurden [...] dereguliert. Noch 2005 schwärmte das damals SPD-geführte Finanzministerium von den "gewaltigen Potentialen des deutschen Finanzmarktes". Irgendwie lagen die Beamten damit ja richtig - allerdings anders, als sie es sich vorgestellt hatten.

    Selbst die schwere Bankenkrise 2008 änderte kaum etwas. Unmittelbar danach versprachen die Regierenden in Deutschland und Europa zwar große Reformen. Nie wieder sollte es dazu kommen, dass Banken Staaten erpressen können."

    www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,792263,00.html

    DIE LINKE stimmte nicht für Joachim Gauck. Sie nahm die Chance wahr: Die bessere Wahl.
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