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(Bild: ralpe / flickr / by-sa 2.0)

Ein 21-jähriger schwuler Frisör ist in der englischen Grafschaft Kent zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil er offenbar aus Hass einen anderen Schwulen zusammengeschlagen hatte.

Das Strafgericht in der Stadt Maidstone schickte den Angeklagten für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis, berichtet die Lokalzeitung "Kentish Express". Robert J., der bereits mehrfach wegen Schlägereien verwarnt worden war, hatte einem Mann Ende Februar vor einem Nachtclub den Kiefer gebrochen, weil er ihn für schwul hielt. In SMS-Nachrichten hat er dann mit der Tat angegeben. So prahlte er nach der Tat: "Ich hab grad einer Schwuchtel die Vorderzähne ausgeschlagen" oder "Ha, ha, ha. Ich wusste nicht, dass ich ihn so hart getroffen habe."

Anlass für die brutale Tat war ein Streit zwischen J. und der Verkäuferin eines mobilen Burger-Restaurants. Das spätere Opfer wollte schlichten, als J. brutal zuschlug, nachdem er von der Sexualität seines Gegenüber erfahren hat: "Die Tat war motiviert durch die sexuelle Orientierung des Opfers, obwohl der Angeklagte selbst homosexuell ist", erklärte Staatsanwalt Jo Cope. Das Opfer musste nach dem Vorfall mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen und mehrere Operationen über sich ergehen lassen.

Täter: Probleme mit Drogen und eigener Sexualität

Der Verteidiger von J. erklärte, sein Mandant sei während des Vorfalls wegen Alkohol- und Kokainkonsums nur eingeschränkt schuldfähig gewesen. Er kämpfe bereits seit längerem mit Drogenproblemen. Außerdem komme er nicht mit seiner Homosexualität zurecht, auch weil diese von seiner Familie nicht akzeptiert werde.

In England müssen Richter seit 2003 berücksichtigen, wenn ein Angeklagter eine Tat aufgrund von Hass auf Schwule und Lesben begeht. Der "Criminal Justice Act" verlangt eine schärfere Bestrafung von Tätern, die wegen eines Hassverbrechens verurteilt werden. (dk)



#1 Knueppel
  • 17.10.2011, 14:52h
  • Der hier offenbar vorhandene "schwule Selbsthass" dürfte für so manches homophobe Verhalten (Kompensation) verantwortlich sein.

    Sexualkunde, in der Homosexualität selbstverständlich und ohne Abwertung vorkommt, ist zusammen mit Aktionen, in NRW z.B. "SchLAu"
    www.schlau-nrw.de/
    sicher ein guter Ansatz, um auch zu mehr Selbst-Akzeptanz zu gelangen.

    Zum Thema Schulunterricht:
    www.csd-stuttgart.de/2011/demonstrieren/motto.html
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.10.2011, 15:13h
  • Dieser Soziopath sollte in die Klappse und niemals wieder auf die Öffentlichkeit losgelassen werden!
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#3 anonymusAnonym
  • 17.10.2011, 16:14h
  • Und hier in Deutschland hätte er milderne Umstände bekommen w e g e n Alkohol und Drogen.
    ...
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#4 schwulenaktivist
  • 17.10.2011, 17:01h
  • Ich finde, diese Leute hier auf queer, die immer so überzeugt zu Gericht sitzen, denen möchte ich mal so ein Gericht gönnen wie sie selber, das über sie zu Gericht sitzt! :P
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#5 Alte TunteAnonym
  • 17.10.2011, 22:01h
  • Antwort auf #3 von anonymus
  • Ja, denn glücklicherweise sind wir in Deutschland noch nicht so weit, daß jemand milder bestraft wird, wenn er einen anderen aus Langeweile verprügelt, als wenn dies aus "Haß" geschieht (oder was die Staatsanwaltschaft in dieser Richtung zusammenbastelt).

    Auch wenn dies natürlich gewisse, etwas simpel gestrickte Herrschaften enttäuscht, die immer noch glauben, Dumpflinge könnte man mit "härteren Strafen" von ihrem Tun abschrecken.
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#6 daVinci6667
  • 18.10.2011, 00:47h

  • Mehrfach schon in Schlägereien verwickelt? Dann ist diese Strafe noch viel zu milde! Bei körperlicher Gewalt sollte sowieso generell strenger geurteilt werden. Ob einer unter Drogen stand oder mit seiner sexuellen Orientierung nicht klar kommt sollte dabei vollkommen belanglos sein. Soll dass wirklich irgendetwas entschuldigen?

    Oder bekomme ich wegen meiner schweren Kindheit in Zukunft auch Straffreiheit oder Rabatt wenn ich beispielsweise die Steuerrechnung nicht bezahlen möchte, oder ein teures Luxusauto klaue?
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