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Eine thailändische Transsexuelle ist im Ölstaat Bahrain zu zwei Monaten Haft verurteilt worden. Grund: Die 29-Jährige ist als Frau bekleidet durch die Hauptstadt Manama geschlendert, berichtet die Bahrainer Tageszeitung "Gulf Daily News". Wenn sie ihre Zeit abgesessen hat, wird sie nach Thailand abgeschoben.

Das Kriminalgericht sah es als erwiesen an, dass die Beklagte sich unsittlich verhalten habe und sich prostituieren wollte. Die Transsexuelle wehrte sich im Gerichtssaal entschieden gegen den Vorwurf der Prostitution. Sie sagte, würde sich in Thailand immer als Frau kleiden und hätte nicht gewusst, dass ein solches Verhalten in Bahrain gegen das Gesetz verstößt.

Die Polizei hatte die Frau, deren Name nicht genannt wurde, im März in einer Haupteinkaufsstraße aufgegriffen. Sie habe ein Kleid, Schuhe mit hohen Absätzen und Make-up getragen. Zu diesem Zeitpunkt habe gerade ein Bahrainer mit ihr gesprochen, sei aber geflohen, als er die Beamten gesehen hat. Der Polizei sagte die Angeklagte: "Wenn ich auf der Straße herumlaufe versuchen mich junge Männer öfters auf der Straße anzusprechen und anzumachen, aber ich entschuldige mich jedes Mal und erzähle ihnen, dass meine Familie zu Hause auf mich wartet."

Bahrain ist ein muslimisches Land, in dem Transsexualität und Homosexualität verboten sind. Sex zwischen Männern wird mit zehn Jahren Gefängnis geahndet. (dk)

18. August 2004, 16:06 Uhr