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Sir Cliff Richard wurde 1995 als erster Popmusiker von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen

Der britische Sänger Cliff Richard, ein überzeugter Christ mit Verbindung zu US-Evangelikalen, hat sich für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen.

Der 71-jährige Sänger erklärte im Interview mit dem BBC-Radio, dass er die Eheschließung von gleichgeschlechtlichen Paaren begrüßen würde: "Ich sehe nicht ein, warum Schwule und Lesben nicht heiraten sollten. Ich kenne gleichgeschlechtliche Paare, die seit Jahrzehnten zusammen sind. Für sie ist diese Beziehung eine Ehe, auch wenn sie im Moment nicht so genannt wird." Später sagte er: "Viele meiner Freunde sind schwul. Seien wir mal ehrlich, Homosexualität ist jetzt seit über 30 Jahren legal. Für mich ist Verbindlichkeit wichtig - die Beurteilung überlasse ich Gott."

In der Vergangenheit hat es immer wieder Gerüchte um die Homosexualität des Schalgersängers gegeben, der 1968 mit "Congratulations" beim Eurovision Song Contest den zweiten Platz belegte. Angeheizt wurden die Gerüchte durch die Autobiografie des Sängers, in der er berichtete, dass er seit Jahren mit einem Ex-Priester zusammen lebe (queer.de berichtete).

Richard unterstützt homophobe Evangelikale

Cliff Richard gehört zu den bekanntesten Christen in Großbritannien. Er veröffentlichte christliche Alben und protestierte gegen die Darstellung von Liebe und Sex in TV und Film. Außerdem beteiligte er sich wiederholt an christlichen Werbeveranstaltungen, etwa am weltweiten "Kreuzzug" des US-Missionars Billy Graham. Graham gehört zwar zu den gemäßigten Evangelikalen, erklärte jedoch wiederholt Homosexuelle zu Sündern - so wirbt er auf seiner Website für die Ex-Gay-Organisation Exodus International.

In Großbritannien hat sich in den vergangenen Jahren ein politischer Wandel in der Einstellung gegenüber Schwulen und Lesben vollzogen. So hat sich der konservative Premierminister David Cameron für die Öffnung der Ehe ausgesprochen (queer.de berichtete). Erst vor einem Jahrzehnt hatte sich die Parteiführung dagegen noch für Section 28 ausgesprochen. Das Gesetz der erzkonservativen Thatcher-Regierung hatte es Lehrern verboten, im Unterricht das Thema Homosexualität auch nur anzuschneiden. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.10.2011, 11:54h
  • Es ist zwar löblich, daß sich Sir Cliff Richard für die Homoehe einsetzt - aber die Unterstützung einer Ex-Gay-Bewegung geht gar nicht! Das ist schon ein Widerspruch in sich und ich frage mich, warum er sich von solchen Pharisäern nicht distanziert?
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#2 Geert
  • 18.10.2011, 12:16h
  • Es ist sehr hilfreich, wenn sich prominente Konservative für die Öffnung der Ehe aussprechen. Das ist 1000x wichtiger, als wenn sich aufgeflippte Leute dafür aussprechen, die sowieso keiner ernst nimmt. Es geht darum, dass der konservative Teil der Bevölkerung überzeugt werden muss. Das geht nur, wenn bekannte Konservative wie Cliff Richard vorpreschen.
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#3 Geert
  • 18.10.2011, 14:51h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Wenn sich in Deutschland ein katholisch-konservativer Prominenter wie etwa Thomas Gottschalk für die Öffnung der Ehe aussprechen würde, so wäre das um ein Vielfaches hilfreicher, als wenn sich die gesamte Piratenpartei dafür ausspricht.
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#4 anonymusAnonym
  • 18.10.2011, 15:10h
  • Logisch unterstützt er die Öffnung - er IST schwul.
    Also wer das nicht weiß, kommt entweder von einem anderen Planeten oder ist noch zu jung und hat sich nicht mit Cliff Richard, seiner Musik, Karriere und seinem Leben beschäftigt. Mein Ex (Engländer aus Kent) hat ihn in den 70ern und Anfang der 80er öfters in den Clubs von Brighton gesehen. Ja, er ist überzeugter Christ und Verehrer von Billy Graham. Er hat seine Veranlagung komplett aus seinem Leben "weggestrichen".

    Mit 71 Jahren auf´m Buckel, genügend Geld auf´m Konto und einer mehr oder weniger beendeten Karriere ist es ihm durchaus zu wünschen daß er sich gegenüber ehrlich ist und sich mit allem drum und dran im Spiegel anschauen kann.
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#5 Lapushka
  • 18.10.2011, 15:39h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • "aufgeflippte Leute[...], die sowieso keiner ernst nimmt. "

    "katholisch-konservativer Prominenter wie etwa Thomas Gottschalk"

    Meinst du das ernst?
    Wasn das fürn Beispiel? Wenn irgendjemand in Deutschland ausgeflippt ist, dann ja wohl der.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 finkAnonym
  • 18.10.2011, 16:03h
  • Antwort auf #4 von anonymus
  • man mag das als ameisenfickerei ansehen, aber für mich ist mit dem wort "schwul" eine selbstbewusste eigenbeschreibung verbunden. wer zu seiner sexualität nicht nach außen hin oder nicht mal vor sich selber stehen kann, der ist vielleicht trotzdem im innersten homosexuell - aber er ist nicht schwul.

    zu geert: die vorstellung, dass konservative amerikaner cliff richard in irgendeiner weise für "normal" halten könnten, finde ich wirklich belustigend.
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#8 schwule kidsAnonym
  • 18.10.2011, 17:27h
  • Antwort auf #7 von fink
  • "man mag das als ameisenfickerei ansehen, aber für mich ist mit dem wort "schwul" eine selbstbewusste eigenbeschreibung verbunden."

    an sich sehe ich es auch so, ein problem gibt es dabei aber. was ist denn mit jungs und sehr jungen männern die noch in der pre- coming out, vielleicht sogar noch in der pre- coming in phase sind, diese sind ja trotzdem schon schwul.
    sonst wäre deiner theorie nach erstmal jeder mensch hetero und das ist so nicht stimmig.

    ich habe mich mit 16 geoutet, war aber davor natürlich auch schon schwul und nicht erst seit dem coming in und/oder coming out tag.

    bei erwachsenen ab ca. 20 jahren gebe ich dir dann recht, spätestens dann sollte man zu sich stehen und wer bis dahin noch im schrank wohnt ist alles andere als ein selbstbewusster schwuler.
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#9 o manAnonym
  • 18.10.2011, 17:47h
  • klickt mal bei wikipedia im artikel zum wort "schwul" auf diskussion.

    wer immer noch meint es gäbe keine homophobie mehr lese die kommentare und forderungen dort...
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#10 alexander
  • 18.10.2011, 19:47h
  • abgesehen davon, dass der liebe cliff richard ein paar sehr tolle songs veröffentlichte, war er immer eine klemmschwester und hat sich nie zur homosexualität geäussert, schon gar nicht zu seiner. kann man noch mit dem damaligen "zeitgeist" enschuldigen (60ziger). unterm strich galt er immer als schwul !
    eitel ist er auch reichlich, aber relativ gut gezurrt (geliftet), soll er.
    übel genommen habe ich persönlich seine christliche "jesusduselei", mit der er vor 40 jahren loslegte, war wohl eher als selbstfindungstrip zu verstehen, das resultat seiner "selbstverleugnung"!
    das er jetzt mit 71 jahren die homoehe befürwortet, naja........: "viele meiner freunde sind schwul usw................???"
    in seinem alter sollte man eigentlich erwarten, dass er die schranktür ganz öffnet ?
    zeit genug hatte er nun wirklich, insofern windet er sich, wie sein ganzes leben, wieder pflaumenweich "um seine eigene persönlichkeit" !
    man weiss nicht, soll man darüber nun wütend sein, oder aber "dankbar" für die fürsprache ???
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