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Kinostart

Kinostart: Weekend


Der eine will keine Liebe, der andere ist verliebt... (Bild: GMFilms)

Sex, Intimität, Liebe - An einem Wochenende kann viel passieren. Zwei Männer in der intensivsten Phase ihres Lebens.

Von Carsten Weidemann

Russell weiß: er hat sich verliebt in einen, der Liebe nicht braucht, nicht will und obendrein noch heute das Land verlässt. Zumindest seine Liebe gestehen will er, und trifft Glen am Bahnhof. Tränen des Abschieds, bei beiden. Es wird hier viel geredet und viel geschwiegen. Es kann wirklich viel passieren an einem einzigen Wochenende. Der britische Liebesfilm von Regisseur Andrew Haigh zeigt dies eindringlich.

Die Story: Russell lebt allein in Nottingham in einem Plattenbau. Aus seinem Schwulsein macht er kein Geheimnis, er redet aber auch nicht gerne darüber. Seine Familie ist die seines besten Freundes Jamie, mit dem er zusammen in einem Kinderheim aufgewachsen ist. Russell möchte gerne jemanden lieben, einen Mann, mit dem er den Rest seines Lebens teilen kann. Jetzt, um die 30, ist er immer noch auf der Suche nach einer festen Bindung. Eines Abends lernt er den gleich alten Glen kennen. Dieser ist ein fast schon radikal-schwuler Aktivist, der gegen die heterosexuelle Gesellschaft seinen Kleinkrieg führt. Er ist zum Zyniker geworden, nachdem ihn sein langjähriger Lebensgefährte John hat sitzenlassen. Beziehungen kommen für Glen nicht in Frage - eigentlich.

Youtube | Offizieller Trailer - In Deutschland wird eine Fassung mit Untertiteln gezeigt

Die Sexszenen könnten manch Prüden negativ berühren

Dennoch treffen sich die beiden nach einer gemeinsamen Nacht schon am Nachmittag wieder. Sie reden viel und haben Sex. Doch die Hoffnungen, die große Liebe gefunden zu haben, die bei Russell aufkommen, werden schon bald jäh zerstört: Glen kündigt an, er werde schon am nächsten Tag nach Amerika ziehen, um dort ein Kunststudium zu beginnen - vielleicht für immer. Doch noch liegt die Nacht zum Sonntag vor den beiden jungen Männern, eine Nacht, die in ihrem Leben alles verändern wird...

Mit traumhafter Sicherheit inszeniert Andrew Haigh ("Greek Pete") einen Film über eine schwule Beziehung, "auf den wir immer gewartet haben" ("After Elton"). Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist perfekt, "Weekend" wirkt in seiner Intensität und Freizügigkeit geradezu dokumentarisch. Die Kamera ist meist sehr nahe an den Gesichtern der jungen Männer, die wie ungeschminkt aussehen, und arbeitet sehr viel mit Un(schärfen). Die Sexszenen könnten manch Prüden negativ berühren, aber warum soll man im 21. Jahrhundert in einem schwulen Spielfilm schwulen Sex nicht so zeigen, wie er ist?

Kinostart am 20. Oktober, Originalfassung mit deutschen Untertiteln.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.10.2011, 14:57h
  • Schade, daß es den Film nicht als Synchronfassung gibt, denn die Hauptdarsteller sprechen zeitweise sehr undeutlich. Trotzdem wurde dieser Streifen zurecht ausgezeichnet.
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#2 Lapushka
  • 19.10.2011, 16:17h
  • Ich liebe dieses britische Englisch.
    Der Trailer macht auch einen guten Eindruck, erinnert mich irgendwie an "Absolute Giganten" in schwul, keine Ahnung wieso.
    Wird geguckt.
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#3 MomoAnonym
#4 CarstenFfm