Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15232
  • 24. Oktober 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Universal Music)

Es ist ihr erstes Album, doch sprechen manche Kritiker bereits von Deutschlands Antwort auf Lykke Li oder Kate Nash.

Eine ereignisreiche Reise: von der experimentellen Bedroom-Produzentin zum Pop und fast wieder zurück. Aber eben nur fast - und eigentlich nicht einmal das. Denn Naima Husseini hat zwar eine 180-Grad-Wende hingelegt, um in die Gegenrichtung aufzubrechen, sich dabei aber keinesfalls auf den Rückweg begeben, denn sie hat ihre ganz eigene Interpretation von Pop mitgenommen. Loop für Loop. Bis ins Studio. Wo die Soundschleifen aus der Loop Station zur Basis ihres Albums wurden. Gemeinsam mit Produzent Olaf Opal verwebte Naima sie zu einem Netz aus Songs, die klingen, als wären die Instrumente durch ein Kaleidoskop aufgenommen worden.

Youtube | Naima Husseini: Ein Schritt vor

Vexierspiel zwischen maschineller Kälte und analoger Wärme


(Bild: Universal Music)

Songs, die insbesondere dann, wenn bei "Oben Unten", "Wiedersehen", "Ein Schritt vor" oder "Du willst mehr" der Pop am hellsten aufblitzt, in ihrem unentwegten Vexierspiel zwischen maschineller Kälte und analoger Wärme, schon mal entfernte Erinnerungen an die exentrische Klangarchitektur der frühen Depeche Mode wecken.

Und obwohl ihre Musik jederzeit viel zu sehr im Hier und Jetzt, vor allem aber bei sich selbst ist, um derartige Vergleiche zu bemühen, kultiviert Naima Husseini mit diesem Album etwas, das zuletzt Anfang der 1980er Jahre ähnlich bezaubernde Blüten trieb: die Spinnerei. Ein Instrument, mit dessen Hilfe es damals Künstlerinnen wie Kate Bush gelang, die Popmusik aus ihrem steifen Normenkorsett zu befreien, ohne sich der rohen Selbstlimitierung des Punkrock zu bedienen. (cw/pm)