Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15236

Ab nächsten Frühjahr dürfen Schwule und Lesben in Dänemark vor dem Traualtar offiziell heiraten

Die neue Regierung Dänemarks plant eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare - eine gültige kirchliche Trauung inklusive. Eine entsprechende Gesetzesinitiative kündigte Manu Sareen an, der als neuer Minister bemerkenswerterweise sowohl für Kirche als auch Gleichstellungsfragen zuständig ist. Der Zeitung "Jyllands-Posten" sagte der 44-jährige, er hoffe, dass es bereits im nächsten Frühjahr so weit sein könnte.

"Ich freue mich auf den Moment, wenn das erste homosexuelle Paar aus der Kirche tritt. Ich werde da draußen stehen und Reis werfen", sagte der mehrfach von LGBT-Organisationen ausgezeichnete Politiker. "Ich habe viele Freunde, die homosexuell sind und nicht heiraten können. Sie lieben ihre Partner auf gleiche Weise wie Heterosexuelle, aber sie haben nicht das Recht, das auf gleiche Weise auszuleben. Das ist wirklich problematisch."

In Umfragen haben sich in den letzten Jahren konstant knapp 70 Prozent der Dänen für eine Ehe-Schließung für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen, das Parlament votierte bislang aber immer gegen entsprechende Gesetzesvorlagen. In einer Umfrage aus dem Jahr 2004 hatten sich hingegen nur 40 Prozent des Klerus der Staatskirche mit kirchliche Homo-Ehen einverstanden erklärt.

Staatskirche streitet über Trauungen

So werden Details des geplanten Gesetzes noch spannend: Alle Mitarbeiter der Dänischen Volkskirche werden aus Steuermitteln bezahlt - einige fordern, aus religiösen Gründen die Abhaltung oder Mitarbeit einer Homo-Ehe ablehnen zu können. Und gerade der Klerus streitet heftig über die Homo-Trauung. Der Priester Henrik Hojlund vom Evangelisch-Lutherischen Netzwerk sagte in einem Interview, eine Homo-Ehe wäre "fatal" für die Kirche. "Die Kirche Dänemarks wird säkularisiert bis hin zum Altar in einem verzweifelten und falschen Versuch, den Zeitgeist auf halber Strecke zu treffen."

Minister Sareen, ein Sohn indischer Einwanderer, hatte früher schon mit dem Austritt aus der Kirche gedroht, sollte die an einem Bann von Zeremonien für schwule und lesbische Paare festhalten. "Heute wäre es undenkbar, keine weiblichen Priesterinnen zu haben". So werde man eines Tages auch gleichgeschlechtliche Ehen sehen.

In Spanien, Belgien, Schweden, Norwegen, Portugal, Island und den Niederlanden wurde die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in den letzten Jahren geöffnet, in vielen anderen Ländern gibt es eingetragene Partnerschaften. Die wurden erstmals 1989 als Kompromiss eingeführt - in Dänemark. (nb)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.10.2011, 16:20h
  • Das sind die besten Neuigkeiten des Tages! Wieder einmal ist ein Land deutlich fortschrittlicher als es unseres ist. Die Pläne der neuen Regierung müssen auf jeden Fall in die Tat umgesetzt werden, damit die protestantischen Fundamentalisten gar keine Chance haben, da quer zu schießen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Lapushka
  • 24.10.2011, 16:26h
  • "Und gerade der Klerus streitet heftig über die Homo-Trauung. Der Priester Henrik Hojlund vom Evangelisch-Lutherischen Netzwerk sagte in einem Interview, eine Homo-Ehe wäre "fatal" für die Kirche. "Die Kirche Dänemarks wird säkularisiert bis hin zum Altar in einem verzweifelten und falschen Versuch, den Zeitgeist auf halber Strecke zu treffen.""

    Selbst wenn, Heirat ist kein allein kirchlicher Akt und war es auch nie.
    Man kann auch als Hetero nicht kirchlich sondern standesamtlich (säkularisiert) heiraten und da hat dann die Kirche rein gar nichts mit zu tun.

    Also sollen die nicht immer so tun als würde die Welt sich nur um sie drehen und als dürften sie überall mitreden.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Cum a LotAnonym
#4 goddamn. liberalAnonym
  • 24.10.2011, 18:07h
  • Anti-Spengler:

    Geburtenrate 2011 in Island (vollgültige Homo-Ehe):

    1,89

    Norwegen (ebenso):

    1,77

    in Dänemark (Lebenspartnerschaft seit 1989[!]):

    1,75

    Geburtenrate im extrem frommen homophoben Algerien:

    1,74

    Im gutkatholischen Italien:

    1,39

    Litauen (ebenso):

    1,25
  • Antworten » | Direktlink »
#5 stromboliProfil
  • 24.10.2011, 19:02hberlin
  • kreischhhhhhhhh,
    von welchen zinnen der burg oder in welches schwert wird prinzessin hamleta johanna sich nun stürzen...

    "Der Priester Henrik Hojlund vom Evangelisch-Lutherischen Netzwerk sagte in einem Interview, eine Homo-Ehe wäre "fatal" für die Kirche. "Die Kirche Dänemarks wird säkularisiert bis hin zum Altar in einem verzweifelten und falschen Versuch, den Zeitgeist auf halber Strecke zu treffen."

    "Schein oder Nichtschein; das ist hier die Frage:
    Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
    Des wütenden Evangelisch-Lutherischen Netzwerk erdulden oder,
    Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
    Durch Widerstand sie enden?
    Sterben – schlafen - endlos pfeifen– tinnitus...
    religiöse agonie!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
  • 24.10.2011, 19:32hberlin
  • Antwort auf #4 von goddamn. liberal
  • gut zu wissen!
    Heißt das nun, dass ohne homosexuelle die menschheit zunehmend ausstirbt..
    der schwule nachbar quasi antrieb und motivation ist für die heten , sich zu paaren und zu vermehren..
    oder sollte es gar sein, dass hier die ersten ergebnisse der leihmütter & künstlicher befruchtungen in die statistiken einfließen...
    homos & lesben so die fertilitätsrate steigernAntworten » | Direktlink »
#7 daVinci6667
  • 24.10.2011, 19:54h

  • Endlich geht's auch in Dänemark weiter! Das skandinavische Land ist das einzige, indem es noch keine gleichgeschlechtliche Ehe gibt. Dabei war Dänemark 1989 das erste Land weltweit in dem es eine staatliche Anerkennung von schwulen und lesbischen Paaren gab.
    Kaum sind die Rechten weg, geht's weiter mit unserer Emanzipation. Vergesst das bitte nicht bei den nächsten Wahlen, egal ihr wahlberechtigt seid!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Timm JohannesAnonym
  • 24.10.2011, 20:22h
  • Antwort auf #7 von daVinci6667
  • Ein weiteres Land in Europa schafft nunmehr die Eheöffnung im kommenden Jahr und interessanterweise ist es ein weiteres lutherisch geprägtes Land in Nordeuropa.

    Hoffentlich stürzt nächstes Jahr Sarkozy in Frankreich, denn dann dürfte auch Frankreich die Ehe öffnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 SebiAnonym
  • 24.10.2011, 20:25h
  • Kaum sind die Konservativen weg und das Parlament ist deutlich linker und grüner geworden, schon klappt es auch mit der Gleichstellung!! Und damit der echten Umsetzung von Demokratie, zu der das Gleichheitsprinzip nun mal gehört!

    Herzlichen Glückwunsch Dänemark!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 MariusAnonym
  • 24.10.2011, 20:37h
  • Bravo Dänemark!

    Wieder ein Land mehr!
    Und ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Ziel!

    Mit jedem weiteren Land gehen den Konservativen, Kirchen und anderen Ewiggestrigen noch mehr die Argumente aus. Und deren Horrorszenarien werden ad absurdum geführt.
  • Antworten » | Direktlink »