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Die männliche Hälfte von Alcazar ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch noch schwul. Mit dem neuen Album "Alcazarized" stürmen sie die Charts.

Von Jan Gebauer

Mit dem Hit "Crying At The Discoteque" und dem Album "Casino" gelang dem schwedischen Trio 2001 der Durchbruch in Deutschland. Inzwischen ist aus dem Trio ein Quartett geworden, verstärkt um Sänger Magnus Carlsson (30). Wie Andreas Lundstedt (32) ist auch dieser schwul, beide unterhielten zeitweise sogar eine Beziehung. Die deutschen Fans haben lange auf ein neues Album von Alcazar warten müssen. In Schweden erschien "Alcazarized" bereits 2003 zusammen mit dem Beitrag zur schwedischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest. Obwohl als großer Favorit gehandelt und bei den Zuschauern im nach hinein als eindeutiger Sieger deklariert, landete Alcazar mit "Not a Sinner, Nor a Saint" nur auf dem dritten Platz. Die Enttäuschung war groß, dennoch mauserte sich der Song zum Nummer eins Hit in der nordischen Heimat der vier Jungs und Mädels. International kam man erst dieses Jahr wieder zurück auf die Bildfläche und landete mit "This Is The World We Live In" (queer.de berichtete) auf Anhieb in den deutschen Charts. Der rasante Mix aus "Upside Down" von Diana Ross und "Land of Confusion" von Genesis wurde ganz besonders in schwulen Discos ein Dauerbrenner. Samples kommen noch öfter zum Einsatz auf "Alcazarized", wie zum Beispiel bei "Physical", bei dem Londonbeats "I've Been Thinking About You" weiterverarbeitet wird. Sonst greift das Quartett gerne auf erstklassige Songwriter wie die Pet Shop Boys zurück, die mit dem Song "Lovelife" einen der Höhepunkte des Albums beisteuerten. Auch das große Vorbild ABBA wird gerne an manchen Stellen zitiert, von einer billigen Kopie kann aber keine Rede sein. Alcazar verpacken ihre Hommage an die erfolgreichste Pop-Band der letzten 30 Jahre geschickt in kleinen, oft unauffällig Details. "Alcazarized" ist eine willkommene Rückkehr der vier Disco-Hupfdohlen: Es steckt voller Energie, schwingendem Disco-Pop, angereichert mit einer guten Portion Soul und ansteckenden Beats.

19. August 2004, 13:45