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Jan Walthers zweiter Roman; Eine schwule Beziehung wird durch Krebs auf eine schwere Probe gestellt

In Jan Walthers Roman "Im Zimmer wird es still" fragt sich ein schwules Paar, wie viel Zeit ihm noch zusammen bleibt.

Von Carsten Weidemann

Als Peter an Krebs erkrankt, umsorgt ihn sein Partner so gut er kann. Doch oft ist Andreas überfordert und fühlt sich alleingelassen. Er ist hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Peter und seiner Angst, ihn zu verlieren. Auch Peter macht sich Sorgen, will Andreas beschützt wissen, ihm das Gefühl geben, dass alles in Ordnung ist. Dann verschlimmert sich Peters Zustand...

Der Roman "Im Zimmer wird es still" wagt sich an ein schwieriges Thema. Während Aids in der schwulen Romanen aus Deutschland mehrfach aufgegrifen wurde, betritt Autor Jan Walther mit Krebs zudem literarisches Neuland.

Walther erzählt auf einfühlsame Weise von zwei Menschen, deren Beziehung auf eine schwere Probe gestellt wird. In einer klaren, bildreichen Sprache schildert er die Liebe zweier schwuler Männer, die nur wenig Zukunft zu haben scheint. Ein Lese-Beispiel: "Ein bisschen, nur noch ein bisschen schlafen. Er hält die Augen fest geschlossen. Im Bett ist es warm, und er kuschelt sich in den Traum zurück, den er vorm Aufwachen hatte. Der braungebrannte junge Mann läuft weiter auf ihn zu, seine Füße immer auf dem feuchten Sandstreifen, den ab und zu eine Welle benetzt. Dann ist er da und lacht. Legt sich neben ihn, streckt auch seine Beine den Wellen entgegen."

Die Liebe wächst mit der Krankheit

Doch je mehr der Krebs Peters Körper zerfrisst und je auswegloser die Situation scheint, desto mehr werden die beiden in ihren Gefühlen füreinander bestärkt. Und so stellen sie sich den unausweichlichen Fragen: Wie viel Zeit bleibt uns? Und wie wollen wir sie nutzen?

"Im Zimmer wird es still" ist Jan Walthers zweiter Roman. Der 1978 geborere Autor lebt und arbeitet in der Nähe von Görlitz.

Jan Walther: Im Zimmer wird es still, Roman, 176 Seiten, Hardcover, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2011, 17,95 €



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.11.2011, 00:03h
  • Eine meiner Tanten mütterlicherseits hatte diese Krankheit, nämlich Lymphdrüsenkrebs und ist an den Folgen verstorben.
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#2 ZackyProfil
  • 07.11.2011, 16:02hDresden
  • Jeder kennt doch jemanden, der Krebs hatte/hat.
    Finde es gut, wenn sich ein Autor auch mal an schwierige Themen wagt.
    Letzten Endes ist es auch egal, ob es Aids oder Krebs ist, Krankheit ist Krankheit.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 EmpfehlungAnonym