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Schwule Christen beim CSD London (Bild: neatphoto / flickr / by-nd 2.0)

Ab dem 5. Dezember dürfen Verpartnerungen auch in Kirchen und anderen religiösen Einrichtungen geschlossen werden - sowohl die anglikanische als auch die katholische Kirche winkt aber ab.

Lynne Featherstone, die für Gleichbehandlung zuständige Staatssekretärin im Innenministerium, hat erklärt, dass die Regierung mit diesem Schritt die Diskriminierung von Schwulen und Lesben bekämpfen wollte. Alle registrierten Religionsgemeinschaften in England und Wales könnten im kommenden Monat "Civil Partnerships" anbieten, sie würden aber nicht dazu gezwungen. "So erhalten wir auch die Religionsfreiheit für Menschen aller Glaubensrichtungen", sagte die Liberaldemokratin Featherstone. In Großbritannien dürfen - anders als in Deutschland - auch Ehen in Kirchen geschlossen werden, ohne dass ein Gang zum Standesamt nötig ist.

Die größten Kirchen haben jedoch bereits abgewunken: Ein Sprecher der anglikanischen "Church of England" erklärte, man habe "keine Absicht", Verpartnerungen durchzuführen. Auch die katholische Kirche lehnt die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren ab. Mehrere kleine Religionsgemeinschaften - wie liberale Juden und Quäker - wollen jedoch in Zukunft gleichgeschlechtliche Paare verpartnern.

Ehe-Öffnung gefordert

Homo-Aktivisten begrüßen den Vorstoß der konservativ-liberalen Regierung, kritisieren jedoch, dass die Ehe-Schließung für Schwule und Lesben in kirchlichen Einrichtungen immer noch verboten ist: "Es ist ironisch, dass die Regierung eingetragene Partnerschaften in religiösen Einrichtungen erlaubt, aber immer noch am Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe festhält, obwohl einige Kirchen diese durchführen wollen", erklärte Peter Tatchell.

Nach Angaben des "Daily Telegraph" wird im kommenden Jahr mit 1.500 Verpartnerungen in Kirchen gerechnet. Derzeit schließen pro Jahr zirka 5.500 Homo-Paare den Bund fürs Leben.

Staatssekretärin Featherstone hat bereits vor gut einem Monat angekündigt, dass die Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2015 die Ehe für Schwule und Lesben öffnen will (queer.de berichtete). Ihre liberaldemokratische Partei tritt bereits seit Jahren für die Gleichbehandlung im Eherecht ein. Allerdings gibt es beim Koalitionspartner, den konservativen Tories, nach wie vor Vorbehalte gegen die Ehe-Öffnung. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.11.2011, 14:53h
  • Glückwunsch zu dieser Entscheidung, auch wenn sich die christlichen Kirchen in Großbritannien in diesem Fall ihren Segen verweigern (man ist es ja bei den Katholen gewohnt, die Entscheidung der Anglikaner stößt aber auf Unverständnis).
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#2 FinnAnonym
  • 04.11.2011, 15:42h
  • Viel wichtiger wäre die volle Gleichstellung durch Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben.

    Zumal sich viele Kirchen eh widersetzen und demokratische Gesetze missachten.
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#3 Timm JohannesAnonym
  • 04.11.2011, 19:44h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • @Foxxyness

    Während die Entscheidung bei der Katholikemleitung sehr eindeutig ablehnend ist, ist die Entscheidung bei der anglikanischen Church in England heftig umkämpft und umstritten.

    Übrigens auch die Unitarier befürworten so wie die Quäker die Verpartnerung in Ihren Kirchen.
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