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  • 06. November 2011, noch kein Kommentar

Ein schwuler Klassiker aus dem Jahr 1978: "Tänzer der Nacht"

Andrew Hollerans literarisches Debüt "Tänzer der Nacht" ist der vierte Band in der neuen Bruno-Gmünder-Reihe der besten schwulen Romane

Von Carsten Weidemann

New York in den späten 70ern: In dieser riesigen, rauschhaften Metropole haben schwule Männer sich ihren eigenen Kosmos geschaffen. Zwei der Figuren in dieser exzentrischen Parallelwelt sind Malone und Sutherland - und sie könnten unterschiedlicher kaum sein.

Malone sehnt sich nach einem schlichten, konventionellen Leben, von dem er sich Zufriedenheit verspricht. Sutherland ist exaltiert und zynisch; er schöpft aus den Vollen und inszeniert sich gleichzeitig als distanzierten Beobachter des schillernden Treibens. Gemeinsam streifen sie durch die Tanztempel der Stadt und über die Strände von Fire Island. Beide sind sie auf ihre eigene Weise Tänzer der Nacht, die versuchen, den Rhythmus zu halten. Sie lassen sich immer weiter antreiben, lassen Drogen und Sex den Takt vorgeben. Keiner von ihnen ist fähig, zur Ruhe zu kommen - und so tanzen sie weiter, so lange die Musik noch spielt.

Ein literarisches Debüt wurde zum schwulen Schlüsselroman

Andrew Holleran, geboren 1944 auf Aruba, graduierte in Harvard. Nachdem er den renommierten Iowa Writer's Workshop absolviert hatte, zog er nach New York. Dort verdiente er fast zehn Jahre als Zeitarbeiter und Barkeeper sein Geld, bevor 1978 sein vielbeachtetes Debüt "Tänzer der Nacht" erschien, das zu einem der erfolgreichsten Bücher schwuler Autoren dieser Zeit wurde.

Heute unterrichtet Holleran Kreatives Schreiben an der American University in Washington, D.C. Für seinen 2006 veröffentlichten Roman "Grief" erhielt er den Stonewall Book Award.

Andrew Holleran: Tänzer der Nacht, Roman, 272 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Bruno Gmünder Verlag, Reihe Die Besten #4, Berlin 2011, 12,95 €