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Namensgeber Magnus Hirschfeld: Der Bundestag soll nun mehr Mitglieder ins Kuratorium entsenden als schwule und lesbische Gruppen (Bild: Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V.)

Das Kuratorium der Magnus-Hirschfeld-Stiftung soll nach einer Änderung des Satzungsentwurfs mehrheitlich aus Bundestagsabgeordneten bestehen, nicht aus Vertretern schwul-lesbischer Gruppen.

Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen mitteilte, hat das Kabinett am 26. Oktober die Satzung für die Bundesstiftung geändert. Damit entsendet der Bundestag künftig neun Mitglieder und nicht wie vorher geplant nur einen pro Fraktion. Diese Sitze sollen die Mehrheitsverhältnisse der Fraktionen widerspiegeln. Dazu dürfen fünf Bundesministerien insgesamt sechs weitere Mitglieder benennen. Schwul-lesbische Organisationen wie der Völklinger Kreis, der LSVD und der Lesbenring erhalten insgesamt nur acht Sitze und damit nur gut halb so viele wie Bundestag und Bundesministerien.

Der Wunsch nach dieser Änderung sei "aus den Reihen des Deutschen Bundestages" an die Bundesregierung herangetragen worden, erklärte der Justizstaatssekretär Max Stadler in der Antwort auf die Anfrage. Weitere Angaben über die Hintergründe machte der FDP-Politiker nicht.

Beck: Stiftung ist jetzt "willige Vorfeldorganisation der Bundesregierung"


Volker Beck warnt vor einer unkritischen Stiftung

Die Grünen werfen der Bundesregierung nun vor, sich die Magnus-Hirschfeld-Stiftung "zur Beute" zu machen: "Die schwarz-gelbe Koalition nährt den Eindruck, dass sie die Magnus-Hirschfeld-Stiftung als willige Vorfeldorganisation der Bundesregierung zu etablieren versucht", erklärte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck. Mit der Änderung der erst vor zwei Monaten beschlossenen Satzung wolle sich Schwarz-Gelb die Stiftung gefügig machen: "Kritische Äußerungen zur Politik der Bundesregierung sind so von der Stiftung nicht zu erwarten", erklärte Beck.

Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung war im August nach elfjähriger Debatte vom Bundeskabinett beschlossen worden (queer.de berichtete). Danach hagelte es Kritik: So ist etwa die gegenwärtige Diskriminierung von Schwulen und Lesben und ihre Überwindung für die Stiftung kein Thema. Außerdem kritisierte der Lesbenring, dass die Stiftung vor allem auf homosexuelle Männer ausgerichtet sei (queer.de berichtete).

Transgender sind für die Stiftung gar kein Thema, wie die Linkspartei wiederholt kritisierte: "Magnus Hirschfeld widmete sich intensiv der Erforschung der verschiedensten Formen der Sexualität, die jenseits des Heterosexuellen liegen", erklärte am Montag Barbara Höll, die lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Linksfraktion. "Damit war er ein Vorreiter für die Rechte von Lesben und Schwulen aber auch von Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen". Auch Volker Beck kritisiert, dass die Bundesregierung diese Defizite bei der Änderung der Satzung nicht berücksichtigt habe, sondern dass ihr "offenbar nur die Sicherstellung der eigenen Mehrheit wichtig war". (dk)



MdBs in Hirschfeld-Stiftung gewählt

Der Bundestag hat am Donnerstag die neun Abgeordneten für das Kuratorium der neu gegründeten Magnus-Hirschfeld-Stiftung bestimmt.
Weiter LGBT-Kritik an Regierung

Die Magnus-Hirschfeld-Stiftung bleibt umstritten. Auch die Kürzungen bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sorgen weiterhin für Wirbel.
#1 alexander
  • 07.11.2011, 16:51h
  • genau das war zu befürchten !

    mehr kann man den bock nicht zum gärtner machen !
    es ist eine unverschämtheit, wie mit unseren interessen umgegangen wird, sobald auch nur ansatzweise eine öffentliche institution für uns tätig werden könnte (siehe antidiskriminierungsstelle !), wird sie sofort gedeckelt und für die "parteiinteressen umfunktioniert" !
    ein wunderbares demokratieverständnis !

    was hat diese stiftung mit den mehrheitsverhältnissen der fraktionen zu tun ?
    zumal das "kuratorium" dann nur noch aus FACHLEUTCHEN zusammengesetzt ist ?
    (die diese ARBEIT mit sicherheit auch nur ehrenamtlich verrichten ?)

    ich ärgere mich jetzt seit 11 jahren über dieses gemauschel, aber danach war ja auch nichts anderes zu erwarten.

    auf diese "stiftung" können wir leichten herzens verzichten !
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.11.2011, 17:04h
  • Warum wird das Kuratorium denn nicht paritätisch besetzt? Warum muß eine Gruppe mehr Mitglieder als die anderen stellen? Am schlimmsten ist ja, daß die Transgenderbewegung außen vor gelassen wird und das geht überhaupt nicht, womit ich Fau Höll von der Linkspartei absolut Recht gebe!
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#3 HinnerkAnonym
  • 07.11.2011, 18:17h
  • Von Union und FDP hat doch niemand was anderes erwartet...

    Natürlich wird das keine echte schwul-lesbische, unabhängige Organisation. Sondern nur eine mit Regierungskonformen besetzte Alibi-Organisation, damit die FDP weiterhin ihre Wähler verarschen kann.

    Um schwul-lesbische Interessen ging es da von Anfang an nicht, dann hätte man ganz andere Dinge tun müssen.
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#4 SebiAnonym
  • 07.11.2011, 18:51h
  • Ziel dieser Pseudo-Stiftung war von Beginn an nur, davon abzulenken wie homophob die Politik von CDU, CSU und FDP ist und wie sehr die uns diskriminieren.

    Also macht man ein bisschen Folklore und hofft, den Leuten so Sand in die Augen streuen zu können und vom eigenen Versagen abzulenken. Dafür missbraucht man dann auch gerne des Namen eines Vorreiters wie Magnus Hirschfeld.

    Und dazu passt dann auch, dass man dieses Kasperletheater nur mit eigenen Marionetten besetzt, die dann wahrscheinlich der schwarz-gelben Regierung auch noch einen Persilschein ausstellen und attestieren sollen, dass sie alles richtig machen.

    Ich könnte kotzen, wenn ich sehe, mit welchen fiesen Tricks dieses schwarz-gelbe Desaster die Bürger verarschen will.
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#5 JoonasAnonym
  • 07.11.2011, 19:07h
  • Bei Schwarz-Gelb muss man immer genau hinsehen:
    die machen nichts ohne fiese Hintergedanken und irgendwo zeigen sich dann deren wahre Gründe.

    Union und FDP sind sich für keine Lüge, keine Manipulation und keinen schmutzigen Trick zu schade...

    Seid wachsam!
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#6 Tobi CologneAnonym
  • 07.11.2011, 19:18h
  • Wenn Sie es könnten, würden Union und FDP auch noch die Medien mit ihren Marionetten besetzen.

    Es zeigt sich immer mehr, was Schwarz-Gelb anrichtet. Die müssen endlich weg.
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#7 Knueppel
  • 07.11.2011, 19:44h
  • Ändert dieser 'Konkret'-Artikel evtl. etwas an der Beurteilung des "Einstein of sex"?

    Ich befinde mich noch im Denkprozess, was ich davon zu halten habe (z.B. Überlebensstrategie in Zeiten tödlicher Bedrohung durch Nazis). Für Feedback wäre ich dankbar!
    bit.ly/uVwipD
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#8 FinnAnonym
  • 07.11.2011, 20:22h
  • Das Schlimme ist, dass wieder einige auf diesen Schachzug von Union und FDP reinfallen werden. Und nachher ist dann wieder das Gezeter groß, wenn sie anfangen, das langsam zu durchschauen.

    Die FDP gibt immer wieder neue Lektionen in Massenmanipulation. Sie haben zwar von nichts Ahnung, aber die Massen manipulieren können sie.
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#9 RaffaelAnonym
  • 07.11.2011, 21:59h
  • Diese scheinheiligen Lügner und Betrüger von der FDP sind an Perversität nicht mehr zu überbieten...

    Die scheinen uns echt für besonders dumm zu halten.
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#10 finkAnonym
  • 07.11.2011, 22:54h
  • Antwort auf #6 von Tobi Cologne
  • "Wenn Sie es könnten, würden Union und FDP auch noch die Medien mit ihren Marionetten besetzen."

    äh, was soll da der konjunktiv? hast du mal in die landesmediengesetze reingeschaut? das betrifft aber nicht nur union und fdp...
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