Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15316

Pedro und Buddy knuddeln gerne

Buddy und Pedro sind zwei männliche Brillenpinguine im Zoo von Toronto, die nur Augen für den anderen haben - jetzt soll aber ihr Interesse am weiblichen Geschlecht geweckt werden.

Wie der "Toronto Star" berichtet, will der Zoo erreichen, dass die Pinguine ihre "erstklassigen Erbanlagen" weitergeben. Der 20-jährige Buddy und der zehnjährige Pedro sind erst im Mai aus dem amerikanischen Toledo nach Toronto gekommen. In Toledo haben sie bereits ihre Paarbindung begonnen - und ließen sich auch in Kanada nicht mehr davon abbringen, als sie in eine Gruppe von zwölf Pinguinen - sechs Männchen und sechs Weibchen - gekommen sind. Jetzt sollen sie getrennt und damit gezwungen werden, sich für die Weibchen zu interessieren.

Wie die Zoowärter erklärten, verhielten sich Buddy und Pedro genau wie ein heterosexuelles Paar: Sie kuscheln sich aneinander und stoßen regelmäßig Paarungsrufe aus. So ganz wohl ist dem Vorstand des Zoos die Trennung nicht: "Das ist eine komplizierte Sache, da es so aussieht, als ob die beiden in einer liebevollen Beziehung sind", erklärte Joe Torzsok, der Vorsitzende des Zoos.

"Schwule" Pinguine haben bereits wiederholt die Gemüter erhitzt: So gab es 2005 Proteste, als der Bremerhavener Zoo versuchte, ein männliches Pinguin-Paar mit aus Schweden importierten Weibchen zu "bekehren" (queer.de berichtete). Der Versuch ging ohnehin schief - statt dessen brütete das gleichgeschlechtliche Paar 2009 gemeinsam ein Ei aus (queer.de berichtete).

Das bekannteste schwule Pinguin-Paar waren Roy und Silo aus dem New Yorker Zoo, die ebenfalls gemeinsam ein Ei ausbrüteten. Sie wurden verewigt im Kinderbuch "And Tango Makes Three", das in Illustrationen die Familiengeschichte des Paares erzählt. Hier sorgte vor allem das Buch für Aufregung, das unter Konservativen als "Propaganda" für die "homosexuelle Agenda" gilt. Die relativ harmlose 32-seitige Geschichte galt viele Jahre als meistgehasstes Buch der USA, obwohl es weder Sexszenen noch Gewalt enthält (queer.de berichtete).

Die Romanze der beiden New Yorker Pinguine hielt nicht ewig: Im wirklichen Leben verließ Silo Roy nach einer sechsjährigen Beziehung 2005 für das Weibchen Scrappy (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Bericht über Buddy und Pedro auf thestar.com


#1 alexander
  • 07.11.2011, 18:15h
  • die armen "viecher" entsprechen nicht mehr dem "modernen zeitgeist" !
    auch wenn sie nicht katholisch oder evangelikal sind, dass geht nun gar nicht !!! (steht schon in der "byebel"!)
    fazit : hier muss "zwangsheterosexualisiert" werden, sonst klauen sie noch die eier von korrekten paaren und die sprösslinge werden dann auch wieder schwul !
    man stelle sich "regenbogenpinguine" vor ?
    alles teufelswerk !
    und dann noch altersunterschied ?
    wo soll das noch hinführen ???

    aber wie man an dem beispiel von NY sieht, manche sind zu bekehren !
  • Antworten » | Direktlink »
#2 HinnerkAnonym
  • 07.11.2011, 18:15h
  • Sind Tiere weniger wert, wenn sie keinen Nachsuchs zeugen?

    Leute die so denken, denken sicher auch ähnlich über Menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Lapushka
  • 07.11.2011, 18:33h
  • Antwort auf #2 von Hinnerk
  • Das hat wohl in diesem Fall weniger mit Wert oder Unwert oder einem Homosexualitäts-Problem zu tun als mit Weitergabe von Erbanlagen, wie im Artikel zu lesen. In manchen Zoos gibt es ja Zuchtprogramme zur Arterhaltung, da muss man dann versuchen, sie zur Fortpflanzung zu kriegen.

    Schade und gemein ist es natürlich, zumindest aus menschlicher Sichtweise, und ob es funktioniert steht auch in den Sternen. Pinguine sollen ja sehr monogam sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 stephan
  • 07.11.2011, 19:08h
  • Antwort auf #1 von alexander
  • Wer käme denn darauf eine heterosexuelles Paar zu trennen? Es ist meines Erachtens sehr grausam eine innige Zweierbeziehung zu trennen, nur um die Erwartung ihrer menschenartigen Aufseher zu erfüllen. - Lasst sie doch einfach! Lasst ihnen doch einfach dieses bisschen Freiheit und Zuwendung, wenn sie schon in Gefangenschaft leben müssen.
    Es geht in der Natur eben nicht alles so, wie sich manche Menschen das vorstellen! Dies einzusehen, sollten Menschen - mit ihrem Verstandesvorsprung - einsehen können! Für den Nachwuchs können die anderen 10 Pinguine sorgen. Alles andere ist ein grausames und völlig unnötiges Tierexperiment!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 mackiXAnonym
  • 07.11.2011, 19:34h
  • Das ist noch ein Beweis dafür, wie rückständig die Idee vom Zoo als einem Vergnügungspark eigentlich ist. Die Tiere haben dort dem kapitalistischen Ziel der Zoos und den Vorstellungen der Menschen vom 'artengerechten' Leben zu dienen. Sie werden gekauft, gezüchtet, verkauft, getrennt, zusammengebracht... Da ist ein Zoo nicht viel weiter als ein Zirkus. Die Tiere werden einfach instrumentalisiert.

    Nicht nur diese Pinguine hätten es besser in der Natur unter sich selbst und anderen Tieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 GeorgiAnonym
  • 07.11.2011, 20:09h
  • Und menschliche Homosexualität sollte man bitte nicht mit tierischer vergleichen.

    Tiere sind sicherlich flexibler.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 alexander
  • 07.11.2011, 21:10h
  • Antwort auf #4 von stephan
  • genau das wollte ich mit meinem kommentar auch zum ausdruck bringen.
    geradezu lächerlich und "tierverachtend", diese beziehung, die offensichtlich sehr stark ist, gewaltsam zu beenden !
    aber in der, z. b. orthodoxen kirche, haben tiere auch keine seele !
    neuerdings haben wir keine grösseren feinde als die kirchen und religionen, die jedes natürliche leben unterjochen wollen und natürlich handlanger finden !
    der mensch ist die krönung der natur, aber nur, wenn er in kirchlischem sinne funktioniert !
  • Antworten » | Direktlink »
#8 anonymusAnonym
  • 07.11.2011, 22:46h
  • Verdammt nochmal, die sollen der Natur ihren Lauf lassen und ihr nicht ins Handwerk pfuschen.
    Gerade da sieht man doch wieder mehr als deutlich wie natürlich das ist.
    Damit quälen sie die zwei armen Viecher.
    Die Liebe weht wo, wann und wie sie will.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 gsaturnos
  • 08.11.2011, 00:13h
  • oh oh, find ich auch echt grausam, das Liebespaar auseinander zu reißen...
    Jedoch sollte man bedenken, so mancher der jetzt zu den Beiden hält, futtert gerne Tiere in Form von Wurst, Schnitzel... und diese Tiere werden nicht nur auseinandergerissen, sondern auch noch abgeschlachtet :-/

    Da kommt man schon ins Grübeln...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 JadugharProfil
  • 08.11.2011, 07:26hHamburg
  • Antwort auf #6 von Georgi
  • Das Wort Tier ist zu pauschal. Es macht schon einen Unterschied aus, ob man eine Spinne oder einen Pinguin betrachtet. Vergleichsmöglichkeiten mit den Menschen sind vorhanden aufgrund biologischer Gemeinsamkeiten. So zuckt eine Spinne vor Schreck genauso zusammen, wie ein Mensch und man kann davon ausgehen, daß ihre Erlebniswelt der Unseren sehr ähnlich ist, sonst gäbe es keine Kommunikationsmöglichkeit oder ein teilweises Verstehen tierischen Verhaltens, weil wir diese Eigenschaften auch in uns tragen. So ist ein schwuler Pinguin genauso verliebt wie wir und ein Eingriff in diese Beziehung seelisch genauso schmerzhaft wie bei uns. Die Tatsache, daß allgemein Tiere wie wir Menschen ein Balzverhalten zeigen, wo in beiden Fällen die gleichen Funktionen zugrunde liegen, erlaubt einen Vergleich. Ein Vogel, den man sein Balzverhalten in seinen Interesse stört, wird dann den menschlichen Verursacher meiden und Mißtrauen entgegenbringen. Bei Spinnen ist es ähnlich!
  • Antworten » | Direktlink »