Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15320

Am Mittwoch erscheint die Ausgabe unter dem Titel "Liebe ist stärker als Hass"

Letzte Woche wurde ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" verübt, weil das Satiremagazin eine Karikatur von Mohammed abdruckte - diese Woche wird die Titelseite schwul.

Die am Mittwoch erscheinende Ausgabe zeigt einen Cartoon, in dem ein Mann in traditioneller muslimischer Kleidung einen Redakteur mit "Charlie Hebdo"-Hemd einen nassen Schmatzer geben. Darüber steht in großen Lettern: "Liebe ist stärker als Hass".

Die neue Titelseite ist eine Reaktion auf Aufregung um eine Scharia-Sonderausgabe des Satiremagazins in der letzten Woche, als auf der Titelseite eine umstrittene Karikatur des Religionsgründers Mohammed erschien. Neben ihm stand in einer Sprechblase: "Hundert Peitschenhiebe, wenn ihr euch nicht totlacht".

Am Mittwoch warfen Unbekannte zwei Molotow-Cocktails durch die Fensterscheiben des Redaktionsgebäudes, das daraufhin fast vollständig ausbrannte. Auch die Website von "Charlie Hebdo" wurde gehackt und mit Drohbotschaften versehen. Muslimische Organisationen in Frankreich verurteilten die Anschläge, beschuldigten das Magazin jedoch, die Islamophobie in der Gesellschaft zu fördern.

Idee für Titelseite nach homophoben Beschimpfungen

Die Idee für die Titelseite geht aus einem Vorfall vom Sonntag zurück: Damals schleuderten mehrere Menschen dem Herausgeber des Magazins vor einem Pariser Hotel homophobe Beleidigungen entgegen. Stephane Charbonnier küsste daraufhin als Reaktion öffentlich einen Mann.

Die kleine Zeitschrift, bei der rund 30 Redakteure arbeiten, ist derzeit in den Räumlichkeiten der Tageszeitung "Libération" untergekommen. Nach dem Anschlag hatten sich Politik und Medien demonstrativ hinter das linksliberale Blatt gestellt. Die Redaktion bekräftige auf ihrer Facebookseite, dass sie weiter für "das Recht der Franzosen auf freie Meinungsäußerung" kämpfen würde.

"Charlie Hebdo" geriet bereits 2006 in die Kritik, als das Magazin als eine der wenigen Publikationen in Frankreich umstrittene Mohammed-Karikaturen der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" abdruckte und durch eigene Cartoon ergänzte. Damals wurde die Zeitschrift von einem muslimischen Dachverband wegen Beleidigung verklagt. Ein Pariser Gericht sprach die Herausgeber aber frei.

Der Spott über religiöse Dogmen hat bei dem Satiremagazin bereits eine lange Tradition: So zeigte es etwa masturbierende Nonnen oder den Papst mit Penis. Zwei Vorgängermagazine wurden 1961 und 1970 vom französischen Staat verboten - zuletzt weil sich die Redakteure über den kurz zuvor verstorbenen französischen Präsidenten Charles de Gaulle lustig gemacht hatte. (dk)



#1 eMANcipation*Anonym
  • 08.11.2011, 14:36h
  • Eigentlich müsste jede deutsche Zeitung und Zeitschrift die Mohammed Karikaturen abdrucken. Sich so einschüchtern zu lassen ist einfach dämlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 08.11.2011, 14:36h
  • Ich muss doch gegen das fremdenfeindliche Hetzblatt "Charlie Hebdo" heftigst protestieren.

    Jede Kritik am Islam ist eindeutig als ausländerfeindliche und rassistische Bevölkerungsverhetzung enttarnt und muss sofort verboten werden. Insofern der gesellschaftliche Fortschritt sich in dem zuständigen Stadtbezirk schon manifestiert hat, sind die verantwortlichen Hetzer der Gerichtsbarkeit des jeweiligen Imams zu unsterellen und gemäß der Scharia zu bestreifen. Meine Empfehlung 10 Peitschenhiebe pro Seite des Magazin + 10% Opferfest-"Zuschlag".

    Dass dieses Magazin von Wahnsinningen und Hetzern geleitet wird, erkennt man doch schon daran, dass sie dem Papst unsterellen einen Penis zu haben. Er ist der PAPST. Er ist heilig und hat selbstverständlich keinen Penis.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Knueppel
  • 08.11.2011, 14:44h
  • Wer, als Anhänger einer Religion, derart „ungefestigt“ in seinem Glauben ist, dass ihn Satire, Karikaturen und Spott zu Gewalt gegen Kritiker veranlasst, der darf sich nicht wundern, wenn seine Religion dadurch stark an Ansehen verliert, weil sie offenbar bereits durch kleinste spöttische Reaktionen ins Wanken gebracht werden kann.

    Wir erinnern uns an die gewalttägigen Reaktionen von Muslimen auf die dänischen Karikaturen, die ihren „Propheten“ zeigten; wir erinnern uns an Versuche Zeitungsredaktionen (von Zeitungen, die die Karikaturen nachgedruckt hatten) zu erstürmen (auch in Berlin); wir erinnern uns an Flaggenverbrennungen und Mordversuche u.a. an dem dänischen Karikaturisten, der sich in einen eigens in seinem Haus installierten sog. „Panicroom“ retten konnte usw. usw.

    Und wieder reagierten „Beleidigte“ mit Gewalt auf Karikaturen, als letzte Woche ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ (Frankreich) verübt wurde, weil das Satiremagazin es gewagt hatte eine neue Karikatur von Mohammed abzudrucken.

    Am vergangenen Sonntag nun wurden dem Herausgeber des Magazins in Paris auf offener Straße homophobe Beleidigungen entgegen geschleudert (für radikale Muslime scheint Homosexualität etwas genau so „schlimmes“ zu sein, wie „Jude“, daher wohl dieser klägliche Beleidigungsversuch).Der verbal attackierte Stephane Charbonnier war aber so schlagfertig, dass er, als Reaktion darauf, öffentlich einen Mann küsste und … die neue Ausgabe von „Charlie Hebdo“ zeigt ... (siehe Artikel oben)

    Und hier noch ein wenig Spott über die „ewig Beleidigten“ und ihre völlig überzogenen Reaktionen auf Satire, Karikaturen und Kritik. Viel Spaß!

    www.youtube.com/watch?v=ds-IMOAp54Q
  • Antworten » | Direktlink »
#4 CarstenFfm
#5 Lapushka
  • 08.11.2011, 15:27h
  • Wenn es nicht so gefährlich wäre, würde ich sagen: Sämtliche Religionen so lange durch den Kakao ziehen bis sich bei den Anhängern eine Gleichgültigkeit entwickelt.
    Es kann und darf einfach nicht sein, dass im Namen von Religionen solche Gewaltreaktionen erfolgen.
    Und sich dem zu beugen, ist das falscheste was man machen kann.

    www.youtube.com/watch?v=Q27BkaOXrpc
  • Antworten » | Direktlink »
#7 mormoneAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.11.2011, 16:02h
  • Ich finde das Titelbild gut gelungen. Schade nur, daß leider wieder einmal die Fundamentalisten keinen Spaß verstehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 trixyAnonym
  • 08.11.2011, 16:03h
  • "zuletzt weil sich die Redakteure über den kurz zuvor verstorbenen französischen Präsidenten Charles de Gaulle lustig gemacht hatte."

    wie kleinlich. ca. 60 attentate und attentatsversuche. er hätte auch das überlebt.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 MarcAnonym
  • 08.11.2011, 16:22h
  • Bravo!

    Die beugen sich nicht dem Hass, sondern nutzen ihre Grundrechte auf freie Rede!

    Solche aufrechten Menschen mit Rückgrat sieht man leider immer seltener.
  • Antworten » | Direktlink »