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Ob diese Flagge die Hauspreise nach oben oder unten treibt, hängt vom Viertel ab

Der Zuzug von Homosexuellen soll die Immobilienpreise in die Höhe treiben, so eine beliebte These - das trifft aber nicht auf alle Gegenden zu, heißt es jetzt in einer neuen US-Studie.

Die Wirtschaftswissenschaftler David Christafore und Susane Leguizamon haben insgesamt 20.000 Hausverkäufen in der Stadt Columbus (US-Bundesstaat Ohio) untersucht. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass ein gleichgeschlechtliches Paar auf 1.000 Haushalte die Preise um ein Prozent nach unten drückt, wenn sich die Haushalte in einer konservativen, homokritischen Gegend befinden. In homofreundlichen Vierteln stiegen die Hauspreise dagegen beim Zuzug eines Homo-Paares um 1,1 Prozent. Die Forscher rechneten andere Faktoren - wie Einkommensunterschiede oder die Kriminalitätsrate - heraus.

Homo-Paare in ihrem Viertel sehr sichtbar

Professorin Susanne Leguizamon von der Tulane University in New Orleans erklärte, dass schwule und lesbische Paare in ihren Vierteln sehr sichtbar seien. Daher beeinflussten sie den Betrag, den potenzielle Hauskäufer zu zahlen bereit sind. "Die Leute reagieren auf die Gegenwart von Schwulen und Lesben, wie wir es erwartet haben", sagte Leguizamon gegenüber der kanadischen Zeitung "Vancouver Sun". Mit der Studie sei nachgewiesen, dass auch Schwule und Lesben im Immobilienmarkt Diskriminierung ausgesetzt seien. Ähnliche Entwicklungen hätten Forscher auch beim Zuzug von anderen Minderheiten, etwa bestimmten ethnischen Gruppen, festgestellt.

Die Forscher maßen die Homofreundlichkeit der verschiedenen Viertel mit Daten eines Referendums aus dem Jahr 2004 - damals stimmten die Wähler über ein Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe ab. Ohio lehnte die Gleichbehandlung im Eherecht damals mit 62 zu 38 Prozent ab. Die Anzahl der Homo-Paare errechneten sie aus Volkszählungsdaten.

Bislang wurden vor allem Studien über die Gentrifizierung von Vierteln durch Schwule und Lesben veröffentlicht. Unter Gentrifizierung versteht man die materielle Aufwertung eines Viertels, so dass sozial schwächere Gruppen hinausgedrängt werden. Beispiele sind die "Gayborhoods" in großen Metropolen wie New York City oder San Francisco.

Die Studie "The Influence of Gay and Lesbian Coupled Households on House Prices in Conservative and Liberal Neighborhoods" wird in Kürze im Fachmagazin "Journal of Urban Economics" veröffentlicht. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 RANGERAnonym
  • 08.11.2011, 17:34h
  • 1 Prozent, 1,1 Prozent?? Und wie groß ist der Fehlerbereich bei dieser Statistik? 3 Prozent oder 4 oder 5?
    Solche Aussagen wie in dieser Studie scheinen mir recht unseriös zu sein und man kann sie eigentlich ignorieren.
    Aber die Homohasser wird's natürlich freuen - endlich ist bewiesen, dass die Homos an der Immobilienkrise schuld sind.
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#3 FDPeeeeeeeeeeAnonym
#4 eMANcipation*Anonym
  • 08.11.2011, 20:00h
  • Ich finde eher Familien mit Kindern senken die Immobilienpreise. Wer will denn schliesslich neben lärmenden Bälgern wohnen?!
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#5 ZYXWAnonym