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Homophober Rapper

Kein Bambi für Bushido!


Ruft in mehreren seiner Stücke ruft er zur Gewalt gegen Schwule auf: Bushido (Bild: Wiki Commons / Gabriel Scherm / CC-BY-SA-3.0)

Hubert Burda Media, also der Burda-Verlag, will Bushido am 10. November einen Bambi verleihen. Der Lesben- und Schwulenverband kritisiert die "Ehrung für Gewaltverherrlichung". Ein Gastkommentar.

Von Axel Hochrein

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) protestiert dagegen, dass der Burda-Verlag dem erklärten Homosexuellenfeind Bushido den Bambi 2011 in der Kategorie Integration verleihen will.

Burda leistet sich damit einen krassen Missgriff. Bushido hetzt seit Jahren gegen Homosexuelle und ruft in Liedtexten unverblümt zur Gewalt gegen Schwule auf. Ist Burda blind gegenüber Hasstexten und Gewaltaufrufe, wenn sie sich gegen Schwule richten?

In der Begründung des Burda-Verlages heißt es, der Musiker setze sich ein "gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander". Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.

Gewalt und Hass verdienen keine Ehrungen


Axel Hochrein ist Sprecher des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (Bild: LSVD)

Wir erwarten von den Burda-Verantwortlichen eine deutliche Stellungnahme gegen die Gewalt verherrlichenden Tendenzen der Bushido-Inszenierungen. Gewalt und Hass verdienen keine Ehrungen, sondern müssen klipp und klar verurteilt werden.

Der 31-jährige Rapper findet Vergnügen daran, abfällige Bemerkungen über Frauen und Schwule zu machen. 2005 hatte der Rapper in einem Zeitungsinterview gesagt: "Ihr Tunten werdet vergast". In mehreren seiner Stücke ruft er zur Gewalt gegen Schwule auf. Zuletzt bezeichnete er Schwulsein als "nicht normal".

Im Stück "Berlin" singt er: "Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel." Selbst ein Konzert gegen Jugendgewalt am Brandenburger Tor. 2007 nutzte er, um seinen Hass und seine Verachtung gegenüber Homosexuellen zu dokumentieren. Bushido sagte ihnen von der Bühne herab: "Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen - ich scheiß drauf".

Stellt sich Burda so ein "respektvolles Miteinander" vor?



#1 Knueppel
  • 09.11.2011, 11:24h
  • Und ..., bevor hier jetzt wieder irgend so ein eingeschleuster Neo-Nazi schreibt: "Wir Schwulen sollten uns nicht so anstellen, Bushido meine das doch gar nicht so ..."

    Bushido, Dir gehört gehörig in den Arsch getreten für Deine Homophobie, auch und besonders wenn sie nur davon ablenken, soll, dass Du ein Klemm-Schwuler bist.

    BURDA-Verlag boykottieren !!!
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#2 nachdenkenProfil
  • 09.11.2011, 11:45hBerlin
  • Der Bambi ist schon eine lustige Veranstaltung. Da gibt es die Bambi-Flut an Heinz Rühmann, der seine Vergangenheit im Nationalsozialismus immer schön unter den Tisch gekehrt hat. Oder auch ein Johannes Hesters, der Adolf Hitler einen "guten Kerl" nannte. Bushido ist halt der "Integrationsliebling" par Exelence. Inclusive der alleinerziehenden gebildeten Mutter und dem Besuch eines Gymnasiums - aber ohne Abschluss. Aus ihm ist trotzdem was "geworden". Rapper ist zwischenzeitlich ja schon was "richtiges" und dient als Vorbild für manchen Problemjugendlichen. Vermutlich sind die Texte von Bushido den wenigsten Teilnehmer dieser Veranstaltung überhaupt bekannt. Hinzu kommt - vielleicht ist Bushido in Wirklichkeit ein völlig langweiliger Mensch, der aber mit seinen Texten eine Zielgruppe bedient, die ihre Gesinnung in diesen Texten bestätigt bekommt. Es hat etwas von "volkstümlicher Musik" - für ein bestimmtes Klientel.
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#3 lil gangstaAnonym
#4 BurgerBerlinProfil
#5 janein
  • 09.11.2011, 12:39h
  • Die Kategorie ›Integration‹ ist der Knaller. Die blinde, einseitige Begründung noch mehr. Hoffentlich gibt es genug Buh-Rufer im Publikum oder besser: entsprechend begründeter Totalverweigerer der Veranstaltung. Insbesondere alle Gäste, Preisträger und Nominierten haben Macht mit ihrer Partizipationsform. Deren mögliche Konsequenzen würden der Stiftung hoffentlich auch zu denken geben.
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#6 hot kissAnonym
#7 Dennis
#8 Prime_EvilEhemaliges Profil
  • 09.11.2011, 13:13h
  • Es ist gar unglaublich, wie der LSVD hier weißen, westlichen Kulturimperialismus betreibt und auch noch Zustimmung für seine dialog- und integrationsfeindliche Forderung, man möge Bushido den Preis nicht verleihen, erhält. Ich bin empört.

    Wir dürfen hier Bushido nicht als einen Homophoben, nach westlichen Maßstäben betrachten, sondern wir müssen die sozio-kulturellen Strukturen dekonstruieren.

    Bushido ist Sohn eines tunesischen Vaters und in einem mehrheitlich arabisch/türkisch (also mohammedanisch) geprägten Umfeld aufgewachsen.

    Da mir hier jüngst ein User (Lapushka) erlärte, man dürfe in mohammedanischen Ländern keine allzu schnellen gesellschaftlichen Fortschritte erwarten, habe ich dies einsichtig zur Kenntnis genommen.

    Also geben wir Bushido und seinem Umfeld noch ca. 500 - 1000 Jahre zivilisatorische Entwicklung und vielleicht, und aber nur auch nur vielleicht, werden Homosexuelle in diesen Kreisen so beurteilt, wie bei uns heute Dirk Bach und Ross Anthony - nicht besonders witzig, aber zumindest auch nicht gefährlich.

    Allerdings sollte man, so Lapushka, die Erwartungen nicht allzu hochschrauben.
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#9 ENBW2011Profil
  • 09.11.2011, 13:20hAalen
  • Ich finde das nicht immer alles so heiß gegessen wird wie es gekocht wird. soll er die Auszeichnung bekommen. In ein paar Tagen regt sich niemand mehr darüber auf.
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#10 BearCGNProfil
  • 09.11.2011, 13:48hKöln
  • Da auch Rosenstolz einen Bambi bekommen, hoffe ich darauf das Anna und Peter auf der Bambi-Gala dazu etwas vor laufenden Kameras sagen! Peinlich wie sich der Burda Verlag, die Jury und auch die Unterstützer und Sponsoren hier verhalten! Wo bleibt der Aufschrei der Öffentlichkeit, wenn hier der "Bock zum Gärtner gemacht wird"!?
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