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Die lesbische Politikerin Annise Parker bleibt Bürgermeisterin von Houston, der viertgrößten amerikanischen Stadt (Bild: Zblume / PD)

Bei den Zwischenwahlen in den USA haben am Dienstag mehrere schwule und lesbische Kandidaten das Rennen gemacht - in Iowa ist nach einem Sieg der Demokraten der Fortbestand der Homo-Ehe vorerst gesichert.

Für offen homosexuelle Kandidaten waren die Kommunalwahlen genau ein Jahr vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen ein großer Erfolg: So kann die lesbische Bürgermeisterin Annise Parker in Houston, der größten Stadt von Texas, weiterregieren. Mit rund 51 Prozent der Stimmen hat sie eine Stichwahl vermeiden können. In mehreren anderen Staaten konnten sich erstmals Schwule und Lesben bei Kommunalwahlen durchsetzen. So gibt es in North Carolina, Ohio und Indiana erstmals offen homosexuelle Kandidaten, die ihren Wahlbezirk gewinnen und in Stadträte einziehen konnten.

Im 10.000-Einwohner-Städtchen Chatham (US-Bundesstaat New Jersey) gewann der offen schwule Kandidat Bruce Harris die Wahl. Er ist Medienberichten zufolge der erste schwule Bürgermeister mit dunkler Hautfarbe und Mitgliedsausweis in der republikanischen Partei.

Der jüngste schwule Bürgermeister wurde in Holyoke (Massachusetts) gewählt: Der 22-jährige Alex Morse hat dort die erfahrene, 67-jährige Amtsinhaberin geschlagen. Der Absolvent der Brown-Universität hatte zuvor als erster in der 40.000 Einwohner zählenden Stadt eine Homo-Gruppe gegründet.

In Arizona konnte auch der offen schwule Daniel Hernandez einen Wahlerfolg feiern. Der 21-Jährige machte Anfang des Jahres Schlagzeilen, als er nach einer Schießerei der verletzten US-Abgeordneten Gabrielle Giffords als Ersthelfer das Leben rettete (queer.de berichtete). Er gewann einen Sitz im Schulamt von Tucson (Arizona).

Homo-Ehe in Iowa vorerst sicher


Alex Morse ist mit 22 Jahren der bislang jüngste offen schwule Bürgermeister in den USA

Wichtig für gleichgeschlechtliche Paare war auch der Sieg der demokratischen Kandidatin Liz Mathis für den Senat in Iowa. Damit behalten die Demokraten eine Mehrheit von 26 gegenüber 24 Senatoren und können so weitere republikanische Versuche abblocken, die Gleichstellung im Eherecht wieder rückgängig zu machen. Der oberste Gerichtshof von Iowa hatte 2009 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet, da das Eheverbot gegen die Regionalverfassung verstoßen habe (queer.de berichtete). Seither bemühen sich die Republikaner in dem ländlichen Bundesstaat, die Verfassung zu ändern und die Ehe darin als Verbindung zwischen Mann und Frau zu definieren.

Kurz vor der Wahl hatte eine Kampagne der bislang unbekannten Gruppe "Citizens for Honesty and Sound Marriage in Iowa" für Aufsehen gesorgt. Sie rief Wähler an und spielte eine Tonband-Nachricht ab, in der mit der Angst vor gleichgeschlechtlichem Sex in prüden Teilen der Bevölkerung gespielt wird. "Homo-Ehe bedeutet natürlich auch homosexuellen Sex", heißt es darin. "Fragen Sie [Liz Mathis], welche homosexuellen Sexpraktiken sie unterstützt". Wahrscheinlich wurde die Kampagne von der "National Organization for Marriage" organisiert, die im ganzen Land versucht, homofreundliche Gesetze zu verhindern oder rückgängig zu machen. (dk)



#1 daVinci6667
  • 09.11.2011, 15:20h

  • "Im 10.000-Einwohner-Städtchen Chatham (US-Bundesstaat New Jersey) gewann der offen schwule Kandidat Bruce Harris die Wahl. Er ist Medienberichten zufolge der erste schwule Bürgermeister mit dunkler Hautfarbe und Mitgliedsausweis in der republikanischen Partei."

    Schwul, dunkle Hautfarbe und Republikaner? Hat der vergessen was die Rep. uns, den Schwarzen und anderen Minderheiten schon alles angetan haben?
    Wer war in den 60 und 70ern damals noch gegen allzu viele Bürgerrechte von Schwarzen und wer ist aktuell immer noch gegen unsere elementarsten Menschenrechte wie z. B. die gleichgeschlechtliche Ehe?
    Sorry, aber den hätte ich nicht wählen können!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.11.2011, 16:00h
  • Schon erstaunlich, daß in Catham bei den Wahlen ein Kandidat zum Bürgermeister gewählt wurde, der Afroamerikaner, schwul UND Republikaner (!) in einer Person ist!

    Aufatmen heißt es aber vor allem in Iowa und dort sollte die Homoehe so fest zementiert werden, daß die Republikaner niemals die Chance haben, sie wieder abzuschaffen!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 AndiAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil