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Ein Gericht in Uganda hat einen 22-Jährigen wegen Mordes am Homo-Aktivisten David Kato verurteilt - er muss für 30 Jahre ins Gefängnis.

Sidney Nsubuga hatte die Tat bereits Ende Januar gestanden (queer.de berichtete). Der Mord hat vor allem in westlichen Ländern für Empörung gesorgt, weil Uganda seit Jahren über die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle diskutiert. Vertreter der EU und der USA warfen der ugandischen Regierung deshalb vor, mit ihrer homophoben Politik eine Mitschuld am Tod des prominentesten nationalen Homo-Aktivisten zu tragen (queer.de berichtete).

Im Verfahren stellte die Staatsanwaltschaft die Tötung jedoch als Beziehungstat dar. Anklägerin Loe Karungi machte dabei Kato für seine Tötung mitverantwortlich, weil er den Angeklagten angeblich zu Sex gezwungen hatte: "Nsubuga hat für Kizza [einen Bekannten] und den Verstorbenen das Mitagessen vorbereitet. Danach hat der Verstorbene die Haustür abgeschlossen und Nsubuga darüber informiert, dass es Zeit für sexuelle Handlungen ist", erklärte Karungi nach Angaben des "Daily Monitor". Nsubuga habe daraufhin einen Hammer geholt und Kato erschlagen. Bereits kurz nach der Verhaftung des Angeklagten hatte die Polizei in einer Stellungnahme erklärt, dass der Mord nichts mit der politischen Aktivitäten Katos zu tun hätte, sondern lediglich mit einem "persönlichen Streit".

Erst vor wenigen Wochen hat das ugandische Parlament einen neuen Anlauf zur Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle gestartet (queer.de berichtete). Bereits jetzt kann Sex mit einer Person des gleichen Geschlechts mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet werden, die entsprechenden Paragrafen sind seit der britischen Kolonialzeit in Kraft. Die Einführung der Todesstrafe für "schwere Homosexualität" wird vor allem von evangelikalen Organisationen in Uganda, aber auch von christlichen Aktivisten aus den USA unterstützt.

Präsident Yoweri Museveni hat sich zwar gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen, weil er negative Reaktionen aus dem Ausland befürchtet. So haben mehrere europäische Staaten mit der Kürzung der Entwicklungshilfe gedroht. Homosexualität sieht er aber als "negative ausländische Kultur" an, die Afrika von westlichen Staaten aufgezwungen werden solle. (dk)



#1 Geert
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.11.2011, 23:46h
  • Die Haftstrafe ist okay, aber die Begründung des Urteils ist ein Witz und leider auch noch Wasser auf die Mühlen der Homogegner!
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#3 FenekAnonym
  • 11.11.2011, 00:10h
  • Ich hoffe, dass er in den 30 Jahren mal so richtig die Rosette genagelt bekommt... Und dass es ihm richtig dreckig geht, damit er vielleicht mal nachdenkt.
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