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Netzwerker Litwinschuh, das neue Gesicht der Stiftung (Bild: Brigitte Dummer)

Die neue Bundesstiftung hat jetzt einen Geschäftsführer. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bestellte Jörg Litwinschuh.

Von Christian Scheuß

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat am Donnerstag den Kommunikationsberater Jörg Litwinschuh zum Vorstand der neu errichteten Bundesstiftung Magnus Hirschfeld bestellt. Mit einem Bildungs- und Forschungsprogramm soll die neue Stiftung der gesellschaftlichen Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen in Deutschland entgegenwirken. "In einer offenen Gesellschaft darf es keine Diskriminierung von Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen geben", sagte Leutheusser-Schnarrenberger bei der Überreichung der Bestellungsurkunde in Berlin. Die Stiftung werde einen wichtigen Beitrag für die Offenheit der Gesellschaft leisten.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld verfügt über ein Stiftungsvermögen von 10 Millionen Euro. Der heute eingesetzte Vorstand Jörg Litwinschuh ist ein in der Szene bekannter Aktivist. So war der gelernte Journalist hauptamtlicher Leiter des Integrations- und Migrationszentrums MILES im Lesben- und Schwulenverband in Deutschland LSVD LV Berlin-Brandenburg e.V. und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Landesverbandes. In den vergangenen Jahren war er als Pressesprecher und Fundraiser für die Deutsche Aids-Hilfe tätig.

Litwinschuh wird seine Kommunikationsfähigkeiten in den kommenden Monaten gut gebrauchen können. So hat zwar sein ehemaliger Arbeitgeber, der LSVD, zum neuen Job gratuliert, gleichzeitig aber harsche Kritik an der Errichtung der Stiftung und der Justizministerin geäußert. So erklärte LSVD-Sprecher Manfred Bruns: "Es ist enttäuschend, dass das Bundesjustizministerium keinen einzigen der inhaltlichen Kritikpunkte des LSVD zu Zweckbestimmung und Struktur der Stiftung aufgegriffen hat, und dann auch noch versucht, den LSVD in seiner Öffentlichkeitsarbeit zu vereinnahmen." Es habe zu viel der Planungen hinter verschlossenen Türen stattgefunden. Auch die Grünen hatten die Stiftungsplanung kritisiert.



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#1 Fiete_Jansen
  • 10.11.2011, 22:18h
  • Ich mache diesen Artikel auf und traue meinen Augen nicht.

    In der letzten Ausgabe der red&queer schrieben wir:

    "(...)Für „Queer-Nations“-Chef Jörg Litwinschuh, welcher lange Jahre dem rechtslastigen Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) von Berlin-Brandenburg geschäftsführend vorstand, eröffnen sich mit der Entscheidung der Bundesregierung nach seiner Meinung „große Chancen, dass sich Wissenschaftler wieder dem Forschungsfeld der Homosexualität widmen können“. Eventuell fällt ja auch ein lukratives Pöstchen mal wieder für ihn ab. (...)

    Tja ... hatten wir mal wieder recht!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.11.2011, 23:49h
  • Da hat "Schnarre" ja endlich den richtigen Mann für die Stiftung gefunden. Was sagt Volker Beck dazu?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Volker BeckAnonym
#4 maaaartinAnonym
#5 filzAnonym