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Freddie Mercury - Ein magisches Kind (Bild: rock'n'popmuseum Gronau)

Eine neue Ausstellung des rock'n'popmuseums in Gronau widmet sich dem Leben des schwulen Rocksängers Freddie Mercury.

Von Carsten Weidemann

Ein Leben in Glanz und Glamour - mit seinem Tod am 24. November 1991 verlor das Rockuniversum eine seiner bemerkenswertesten Persönlichkeiten - Freddie Mercury. Solo und mit Queen schuf er eine gewaltige musikalische Hinterlassenschaft, die die gesamte Klaviatur des Business zu bedienen wusste. Stimmgewaltig bewegte sich Freddie Mercury in den Welten komplexer Klangstrukturen wie "Bohemian Rhapsody", aber auch in den Niederungen dumpfen Mitstamp-Sounds in der Machart von "We Will Rock You". Dass er Männer liebte, wussten nicht so viele. Dass er HIV-positiv war, nur ganz Wenige. Am 23. November 1991 unterrichtete Mercury in einer vorbereiteten schriftlichen Aussage die Öffentlichkeit, dass er an Aids erkrankt sei. Er starb am Tag darauf, den 24. November, um 19 Uhr in seinem Haus in London im Alter von 45 Jahren an den Folgen von Aids.

Youtube | Freddie Mercury - Living On My Own (1993er Version)

Videoclips und vertonte Biographie eines schwulen Künstlers

Das rock'n'popmuseum in Gronau gibt anlässlich des 20. Todestages Freddie Mercurys Einblicke in Werk und Leben des Mannes, der 1946 auf Sansibar als Farrokh Bulsara das Licht dieser Welt erblickte. 200 qm Ausstellungsfläche widmen sich den Tatsachen und Legenden, die sich um sein ereignisreiches Leben ranken. Großformatige Fotografien, ein interaktiver Zugriff auf Ausschnitte der Diskografie, filmische Sequenzen von Liveauftritten und authentische Ausstellungsstücke ermöglichen eine Betrachtung des facettenreichen Mannes aus vielen Perspektiven.

Dass Queen mit dem glamourösen Freddie Mercury an der Front mit "Bohemian Rhapsody" auch das Videoclipzeitalter auf seinen Weg schickte, ist eine bekannte Tatsache. So runden zwölf ausgewählte Clip-Beispiele den Blick auf ihn und die Band ab. Den Besucher begleitet bei seinem Rundgang durch die Ausstellung natürlich auch die Biografie Freddie Mercurys, die als Audioeinspielung den Raum und die Exponate atmosphärisch untermalt. So verwandelt die Klang-, Licht- und Raumarchitektur die rock'n'popgalerie des Museums in eine Soundlounge, die ein wenig von der Magie dieses Menschen, aber auch von der Wehmut des frühen Verlustes für die Musikwelt zu vermitteln weiß. Das drückt auch das Plakat zur Ausstellung aus, auf dem die Statue von Mercury zu sehen ist, die am Genfer See errichtet wurde. In dieser Pose ist er auch auf dem Album "Made in Heaven" zu sehen, dass erst nach seinem Tod veröffentlicht worden ist.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 8. Januar 2012 im rock'n'popmuseum, Udo-Lindenberg-Platz 1, 48599 Gronau.



#1 antos
  • 13.11.2011, 20:10h
  • Mir läuft ja sofort Blut aus den Ohren, wenn irgendwo der schwülstige Bombastpop von Queen zu hören ist. Diese Musik ist so eine Art vertonte Mode von Harald Glööckler, der es ja als Kind auch irgendwie nicht leicht gehabt hat und das jetzt alle bezahlen lässt. Die Statue kannte ich bisher noch nicht, danke für den Hinweis. Da hat man der peinlichen Pose doch beim Aufstellen hinterlistig ein wenig Melancholie und, ach, Vergänglichkeit beigemischt:

    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/00/Freddie_Bronzest
    atue_rueckansicht.jpg
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#3 la regenteAnonym
#4 antos
#5 David77Anonym
  • 14.11.2011, 12:49h
  • Antwort auf #1 von antos
  • Bombastpop oder BombastROCK?
    Ich glaube nicht, das Glööck.. WER?!? irgendwie rocken kann und ich zweifle auch, das die heutigen sogenannten Möchtegern-Supersternchen künstlerisch oder stimmlisch ihm oder anderen Künstlern seiner Zeit das Wasser reichen können.
    Mir bluten die Ohren wenn ich mitbekomme, welcher Schrott seit Mitte der 90er in der Pop-Musik fabriziert wird. Boybands (natürlich alles andere als schwülstig, gell?) Techno, Hip-Hop, Musik aus der Konserve, das ist ja künsterlisch alles sooooviel
    anspruchsvoller und wird in 30-40 jahren denselben Kultstatus haben, nicht wahr? Deren Alben sind ja heute nach 10-15 Jahren auch noch so stark gefragt, aufgrund der künstlerischen Qualität, des zeitlosen Musikstils, etc.., nicht wahr?
    "Mir läuft ja sofort Blut aus den Ohren, wenn irgendwo der schwülstige Bombastpop von Queen zu hören ist..."
    Dann dürftest du vielen Musikstile ja nicht hören, bei der stilistischen Bandbreite, die die Band abdeckte. Von minimalistischen, nicht-bombastischen Pop (Body Language), bis zu Proto-Speed-Metal (Stone Cold Crazy), Heavy Metal (Gimme the prize), Oper (Barcelona) etc...
    Damit sind heutige MTV-Viva-Zuschauer ja vollkommen überfordert.
    "Da hat man der peinlichen Pose doch beim Aufstellen..."
    Die Pose ist dieselbe, die man auf den Konzerten sah.
    Können ja nicht alle mit den Händen gestikulierend wie Hip Hopper (natürlich nicht peinlich) oder nickend mit aufgesetzem Kopfhörer posieren.
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#6 antos
  • 14.11.2011, 19:24h
  • Antwort auf #5 von David77
  • Lieber David77, das war eine Geschmacksäußerung von mir - kein Essay über den Wert von 'Queen in der Musikgeschichte'. Ich muss halt kotzen, wenn ich 'we are the champions' oder sonstigen Kram höre [ganz schön rockige Pose, ne? ;)]

    Ja, BombastROCK - Du hast Recht mit der Korrektur. Nicht Pop, denn der reflektiert ja immer sein Kalkül und seine warenwirtschaftliche Seite mit. Deswegen wirkt Pop - der dadurch vielleicht einen Tacken ehrlicher ist als die sog. 'ehrliche Rockmusik' - immer ein wenig kühl. 'Cool' - wir erinnern uns vielleicht: das war mal ein großes, wichtiges Wort - im Vergleich zu Rock, der darauf angewiesen ist, seine sog. Authentizität durch viel Schweiß, ein paar passend eingesetzte Tränen und evtl. ein bisserl Blut zu beweisen. Irgendein spex-Kritiker hat in den 80ern mal sehr spannend beschrieben, was der 'echte, authentische' Rocksänger fürs Geld so alles liefern muss. Posen wie die hochgerissene Mercury-Faust gehörten definitiv dazu [machen heute nur noch peinlichere jubelnde Managerdarsteller auf Werbebildern in Verkaufszeitschriften].

    Wobei, das gebe ich zu, Mercurys Faust vielleicht schon eine ironische ist.

    Wie gesagt, lieber David77, ein Geschmacksurteil. Ich bin musikalisch in den 80ern sozialisiert, der Zeit des Punk [Vorläufer: Garagerock - ein Hohn auf den Bombastrock], der Ironie und überhaupt der beginnenden Dekonstruktion von Künstlermüten. Daher liegt mir die Muppetversion von 'Bohemian Rhapsody' deutlich näher als die von Queen. Überhaupt bewundere ich Jim Henson und sein großes Team für ihre klugen Späße.

    Hier kann ich dir nur Recht geben: natürlich sind Hiphop-Posen etc. genauso lächerlich. Die Sache ist: alle jugendrebellischen Posen erscheinen irgendwann lächerlich.

    Rocker - die geilen Lederhosentypen:

    www.youtube.com/watch?v=tN0tXM8oIFI
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#7 antos
#8 antos
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.11.2011, 22:37h
  • Freddy Mercury ist seit 20 Jahren tot? Das ist fast nicht zu glauben, daß das schon so lange her ist!
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#10 alexander
  • 19.11.2011, 00:31h
  • Antwort auf #8 von antos
  • du hast absolut recht ! ich möchte jetzt nicht ins detail gehen, dann könnte ich seitenweise schreiben !
    allein die radiosender mit ihren "hitprogrammen" der 60ziger bis 2000, sind nicht mehr zu ertragen, immer die gleiche leier von konserve, mit munteren sprüchlein verbrämt !
    #queen , michael jackson usw. , ehemals toll, aber inzwischen unerträglich, weil zu oft geleiert, ohne "sinn und verstand " !
    und vor allem, wenn man die zeit dieser hits selbst erlebt hat, funktioniert das heute nicht mehr, dank (?) dem zeitgeist ? !
    welcher junge mensch kann heute noch die bedeutung von "satisfaction" der stones umsetzen ??? (1965 )
    es wirkt und ist sinnentleert !
    schade um die damalige zeit, denn die machte sinn ! heute leben wir doch nur noch, wie ehemals, dem schein !
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