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Wahlerfolg in Niederbayern

Michael Adam steigt auf


Blitzkarriere: Der 26-jährige Michael Adam gilt als Hoffnungsträger der bayerischen SPD (Bild: michael-adam.eu)

Als jüngster bayerischer Bürgermeister sorgte der offen schwule Michael Adam für Aufsehen - nun hat der Sozialdemokrat bei der Landratswahl im konservativen Landkreis Regen den CSU-Kandidaten weit hinter sich gelassen.

Der 26-jährige SPD-Politiker erreichte am Sonntag 42,7 Prozent der Stimmen. Zwar schaffte er nicht die absolute Mehrheit der Stimmen, lag aber klar vor seinem größten Konkurrenten: Der 41-jährige CSU-Kandidat Helmut Plenk kam auf nur 34,9 Prozent. Alle anderen Kandidaten blieben unter zehn Prozent der Stimmen. Nun wird in zwei Wochen in einer Stichwahl entschieden, welcher Politiker Chef des Landratsamts werden wird.

Adam gilt als Shootingstar der bayerischen SPD: 2008 gewann er als 23-Jähriger die Bürgermeisterwahl im Kurort Bodenmais gegen den CSU-Amtsinhaber, der 18 Jahre lang regiert hatte (queer.de berichtete). Adam war nicht nur der jüngste bayerische Bürgermeister, sondern musste gleich noch gegen mehrere andere Handicaps kämpfen, wie er kurz nach seiner Wahl erklärte: "Ich bin alles, was man in Bodenmais nicht sein darf - jung, evangelisch und offen schwul." Bei den Sozialdemokraten stieg er schnell auf: Anfang 2011 wurde er dann zum SPD-Bezirksvorsitzenden in Niederbayern gewählt (queer.de berichtete).

Die Landratsnachwahl wurde notwendig, nachdem der frühere Landrat Selbstmord begangen hatte. Der hoch verschuldete 58-jährige CSU-Politiker war absichtlich mit seinem Auto gegen einen Baum gerast.

Adam wird dem linken Flügel der SPD zugerechnet. Als Auslöser für sein politisches Engagement nennt er seine Erfahrungen als Schüler. Das bayerische Schulsystem habe er "als sehr unsozial und als ein Relikt aus einer vergangenen Ständegesellschaft" empfunden: "Als Kind aus einer Arbeiterfamilie habe ich selbst erlebt, dass es junge Menschen aus bildungsferneren Elternhäusern schwerer haben, das Abitur zu machen und zu studieren." Darüber hinaus betrachtet es das Schwuso-Mitglied als wichtige Aufgabe, Vorurteile gegenüber sexuellen Minderheiten zu bekämpfen. (dk)



#1 gvmucProfil
  • 14.11.2011, 11:14hMünchen
  • eine gute Nachricht aus Bayern. Herzlichen Glückwunsch und hoffentlich viel Erfolg bei der Stichwahl.
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#2 Geert
#3 Leo20mal6Anonym
#4 Simon ACAnonym
  • 14.11.2011, 13:21h
  • Ein toller, engagierter Politiker, der das vollkommen verdient hat.

    Diese rechte CSU muss endlich mal sehen, dass ihre menschenverachtende Haltung Relikt aus dem Mitterlalter ist.
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#5 mister xAnonym
  • 14.11.2011, 13:27h
  • Antwort auf #3 von Leo20mal6
  • man muss attraktiv sein um bürgermeister zu werden? seit wann das?
    demnach müsste ca. jeder zweite bürgermeister schnellstens suspendiert werden. oder zählt auch die selbsteinschätzung?
    btw, mach mal die hose runter, mister "20x6"!
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#6 Roter Recke Anonym
  • 14.11.2011, 14:38h
  • Es gibt zum Glück noch Hoffnungsträger im Kreis der "Alten Tante". Inhaltlich finde ich den Genossen Michael sehr gut, weit weg von diesem neoliberalen Mainstream a la Steinbrück und Konsorten.

    Weiterhin viel Glück nach Niederbayern !!!
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#7 ExilbayerAnonym
  • 14.11.2011, 14:59h
  • Ob Adam jetzt schwul ist oder nicht, halte ich nicht für das Wichtigste; das Wichtigste ist die konkrete Politik. Wer auf die blickt, kann schnell erkennen, dass sich Bayern-SPD und CSU nicht sonderlich unterscheiden. Ode etwas blumiger ausgedrückt: Seehofer und Adam tragen beide denselben Janker!
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#8 daVinci6667
  • 14.11.2011, 15:27h

  • Antwort an #3 Leo20mal6

    Du meinst zur Attraktivität zählt nur die Schwanzlänge?
    Warum bist du dann noch nicht Ministerpräsident? Bist ja nicht mal Bürgermeister oder?

    Aber mal ehrlich Junge, ist doch nicht so schlimm..... Steh zu dem was du hast und nicht zu den imaginären Centimetern... Schon gehört? Es geht nicht um die Länge, sondern was man damit anstellen kann.... LOL
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#9 -hw-Anonym
#10 Geert
  • 14.11.2011, 17:21h
  • Antwort auf #3 von Leo20mal6
  • So ist es! Nur schwul reicht tatsächlich nicht aus - noch nicht. Adam wurde nicht gewählt, weil er schwul ist, sondern, weil er ein so netter und gut aussehender junger Mann ist (und sicher auch die Fähigkeiten für dieses Amt mitbringt). Da nimmt man sein Schwulsein in Kauf - mehr nicht. Wäre er alt und hässlich, hätte man ihn nicht gewählt.
    Heterosexuelle Politiker konnte früher aussehen wie sie wollten - das kümmerte keinen. Heute aber leben wir in einer visuellen Gesellschaft, in der vor allem die Bilder zählen.
    Deshalb, und nicht, weil sie so begabt sind, haben wir so viele gut aussehende Nachwuchspolitiker.
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