Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15372

Demo gegen Hassdelikte in Long Island (New York) (Bild: longislandwins / flickr / by 2.0)

Am Montag hat das FBI eine Statistik zu Hassdelikten vorgestellt: 18,6 Prozent der Opfer wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung angegriffen.

Insgesamt registrierte die Bundespolizei im vergangenen Jahr 8.208 Opfer von "Hate Crimes" - und damit ungefähr genau so viele wie im vergangenen Jahr. Allein wegen der sexuellen Orientierung gab es 1.528 Opfer. Die meisten Taten in dieser Kategorie wurden wegen des Hasses auf Schwule verübt - sie wurden fünf Mal eher zum Opfer als Lesben. 1,9 Prozent der Taten haben sich ausdrücklich gegen Bisexuelle gerichtet, 1,4 Prozent gegen Heterosexuelle.

Die Kategorie "sexuelle Orientierung" steht damit auf Rang drei nach Vergehen aus Rassenhass (48,2 Prozent) und Hass auf die Religion des Opfers (18,9 Prozent). Bei der Kategorie Rasse richteten sich 70 Prozent der Übergriffe gegen Schwarze, bei Religion waren zwei Drittel der Taten aus Hass auf Juden verübt worden. In dieser Kategorie richteten sich außerdem zwölf Prozent der Übergriffe gegen Muslime, vier Prozent gegen Katholiken und drei Prozent gegen Protestanten.

"Sexuelle Ausrichtung" seit 2009 als Hassverbrechen anerkannt

Bei Hate Crimes wird durch die Gesetzgebung vorgeschrieben, dass die Täter höher bestraft werden soll als bei "normalen" Verbrechen. Lange Jahre fielen in der Bundesgesetzgebung unter diese Kategorie nur Verbrechen aus Hass auf eine bestimmte Rasse, Hautfarbe, Religion oder nationale Herkunft des Opfers. Die Einführung der Kategorie "sexuelle Ausrichtung" wurde jahrelang von den Republikanern unter Präsident George W. Bush verhindert. Ende 2009 unterschrieb der neue Präsident Barack Obama schließlich ein umfassendes Hate-Crime-Gesetz. Es wurde nach Matthew Shepard benannt, der 1998 im Alter von 21 Jahren von zwei Männern in Wyoming verprügelt und auf einem Feld sterbend zurückgelassen wurde (queer.de berichtete). (dk)



#1 schwulenaktivist
  • 15.11.2011, 15:42h
  • Diese Statistik sagt wenig aus über die TäterInnen. Aber sie könnte sehr viel mehr aussagen über die Familien und die Gesellschaft, die immer noch so strukturiert ist, dass sie zur Liebe nur den Hass als Alternative anbieten kann.
    Wer nicht für mich ist, ist gegen mich...

    Der Hass ist die Kehrseite der Verliebtheit und die Verliebtheit ist das Kind des Minderwertigkeitskomplexes unter dem wir aufwachsen müssen. Der Ausgleich erfolgt dann eben über eine egoistische "Mehrwertigkeit", die Menschen sich nach und nach "anfressen"...

    Als Anregung: Viele Menschen können sich nur mit Gewalt aus Zwängen (hetero Beziehungen) zu befreien. Und den Männern ist es nur erlaubt, sich gewalttätig "näher" zu kommen...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.11.2011, 19:52h
  • Es muß noch viel getan werden, damit der Anteil der Haßverbrechen an der LGBT-Community bald zurückgeht, denn 18,6 % ist immer noch zuviel!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SchokiAnonym
  • 15.11.2011, 21:07h

  • Was ist das denn für eine Logik? Nur weil die Prozent Zahl zurückgeht, heißt das noch lange nicht, das die totale Zahl auch kleiner wird (und andersrum auch)!! Man kann doch nicht am Prozentanteil festmachen, obs viel ist oder nicht! Und Hassverbrechen wird es immer geben.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 JoonasAnonym
  • 16.11.2011, 11:57h
  • Das wundert wohl niemanden:
    solange Politik und Kirchen uns als Menschen 2. Klasse hinstellen oder gar offen gegen uns hetzen, entsteht ein Klima, das Gewalt erst möglich macht.

    Diese Aufhetzer, die sich selbst nicht die Hände schmutzig machen, sind genauso verdorben wie die Ausführer der Tat.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FairnessAnonym
  • 16.11.2011, 12:35h
  • Und wenn man dann liest, dass die katholische Kirche in den USA wieder mal im Internet eine Hass-Site gegen Schwule und Lesben online gestellt hat, wird klar, dass die katholische Kirche das gut findet.

    Da machen andere für die katholische Kirche die Drecksarbeit, um Andersdenkende auszurotten.

    Und die Kirche jubelt!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 MariusAnonym
  • 16.11.2011, 12:51h
  • Antwort auf #4 von Joonas
  • Volle Zustimmung!

    Aber dann gibt es sogar noch Schwule und Lesben, die Mitglied in solchen Kirchen sind und sie damit finanziell und ideologisch unterstützen.

    Oder Schwule und Lesben, die Homohasser-Parteien und ihre Lakaien (wie hierzulande die FDP) wählen.

    Wie soll sich dann jemals was ändern?!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HinnerkAnonym
  • 16.11.2011, 19:36h
  • Schande über alle Homohasser und alle Politiker und Kirchenfuzzis, die das Klima dafür erst schaffen.

    Diese angeblich so christlichen Menschen sind in Wirklichkeit Satanisten.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Linu86Profil
  • 16.11.2011, 23:38hAachen
  • Aha, also Übergriffe auf Juden, Muslime, Katholiken und Protestanten... und wo sind die Übergriffe auf Atheisten?!? Sind die auch irgendwo aufgeführt??

    Ach nee, das sind dann wohl die, die die ganzen Übergriffe begangen haben -.-
  • Antworten » | Direktlink »
#9 NiklasAnonym
  • 17.11.2011, 09:59h
  • Jeder, der Hass schürt - und dazu gehört definitiv die katholische Kirche und einige Parteien - sollte verboten werden.
  • Antworten » | Direktlink »