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Sieben Geschichten fangen das Lebensgefühl der schwulen Protagonisten ein

Alle sieben Erzählungen in Sabine Huttels Buch "Slalom" haben homosexuelle Hauptfiguren.

Von Carsten Weidemann

Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen in Sabine Huttels neuem Buch "Slalom" mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein "Detail" verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul.

Auf eindringliche Weise fangen die Geschichten das jeweilige Lebensgefühl ihrer Protagonisten ein, indem sie den Leser unter die Oberfläche eines spannungsreichen Alltags schauen lassen. Jede Erzählung beleuchtet einen anderen Aspekt der täglichen Herausforderungen auf dem Weg zum persönlichen Glück, der durch Unsicherheit, Unverständnis und Feindseligkeit verstellt scheint.

Erzählungen fern aller Klischees


Eine Lehrerin schreibt schwule Alltagsgeschichten: Sabine Huttel

Fesselnd, einfühlsam und fern aller Klischees zeigt die Autorin die Verletzlichkeit aller Beteiligten und schafft mit kraftvoller Sprache dichte Erzählungen, die unter die Haut gehen.

Sabine Huttel, 1951 in Wiesbaden geboren, ist Hetera, hat hat jedoch zwei schwule Freunde, die sie zu dem Erzählband inspiriert haben. Hutrel studierte zunächst einige Semester Medizin, dann Germanistik und Politikwissenschaften. Anschließend unterrichtete sie 17 Jahre in Hamburg und 11 Jahre in Nordrhein-Westfalen die Fächer Deutsch und Sozialwissenschaften. Heute lebt sie im Ruhrgebiet.

Sabine Huttel: Slalom. Erzählungen, broschierte Ausgabe, Softcover, 118 Seiten, fhl Verlag, Leipzig 2011,11,95 €