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Aktion Libero: "Ob jemand schwul ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen" (Bild: www.aktion-libero.de)

Über 60 Sportblogs haben am Mittwoch im Rahmen der "Aktion Libero" Aufrufe veröffentlicht, in denen das Ende der Homophobie im Profifußball gefordert wird.

Die Aktion der Fanseiten von Vereinen oder allgemeinen Fußballblogs wird unter anderem von DFB-Präsident Theo Zwanziger, der Schauspielerin Maria Furtwängler und der früheren Bundesligafußballerin Tanja Walther-Ahren unterstützt. Damit soll darauf hingewiesen werden, dass sich der Fußball von der gesellschaftlichen Entwicklung gegenüber Homosexualität weitgehend abgesetzt habe: "In den meisten Bereichen der Gesellschaft bedeutet Homosexualität keinen Nachteil für Karriere und Position. Ausgerechnet in der beliebtesten Sportart ist das anders: Der Fußball bleibt spießig", argumentieren die Initiatoren. In den auf www.aktion-libero.de verlinkten Blogs wird in individuellen Texten mit der Homophobie abgerechnet.

Christine Lüders, die Chefin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, begrüßt die "Aktion Libero": "Wir dürfen nicht akzeptieren, dass Sportlerinnen und Sportler Angst vor einem Outing haben müssen, weil dies das Ende ihrer Karriere bedeuten kann", erklärte Lüders. "Als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes nutze ich jede Gelegenheit, um gegen die Diskriminierung von Homosexuellen einzutreten. Was wir hier brauchen, ist die klare Botschaft: Homophobie wird nicht toleriert." Die Antidiskriminierungsstelle empfiehlt deshalb , Leitlinien gegen Diskriminierung in jeder Vereinssatzung zu etablieren. Außerdem müssten Trainer, Schiedsrichter und andere Identifikationsfiguren das Thema prominent transportieren.

In Deutschland hat sich bislang noch kein Profifußballer geoutet, auch in anderen Ländern sind Coming-outs sehr selten - und werden meist erst nach Karriereende gewagt. Eine Ausnahme bildet der 30-jährige amerikanische Fußballspieler David Testo, der sich erst in der vergangenen Woche zu seiner Homosexualität bekannt hatte (queer.de berichtete). Der Spieler des kanadischen Zweitligisten Montreal Impact erklärte, dass er eine "Unmengen Energie" damit verschwendet habe, sich zu verstecken.

Als einziger europäischer Profifußballer outete sich 1990 der Brite Justin Fashanu. Er gilt als abschreckendes Beispiel: Einst als Hoffnungsträger gefeiert, beendete das Coming-out praktisch seine Karriere. 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 eMANcipation*Anonym
#3 eMANcipation*Anonym
#4 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 16.11.2011, 19:20h

  • @3 Schnucki, ich hab meinen eignen Nicknamen, ganz im Ggs. zu Dir, traust dich anscheinend ja nicht zu registrieren.
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#5 DorothyAnonym