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Bear Pride Week in Köln

Der Stolz der Bären und Bärte


Ralf König steuerte das Logo der Bärenwoche bei

In Köln beginnt am 22. November die "Bear Pride Week", doch nicht nur Feiern ist angesagt: Es soll auch ein europäischer Dachverband für Bären aus der Taufe gehoben werden.

Von Dennis Klein

Organisator Michael Zgonjanin betont, dass der Bear Pride nicht nur Behaarten und Bebarteten offen steht: "Jeder kann kommen", so Zgonjanin, der bereits scherzhaft über Wege nachdenkt, wie sich wirklich jeder willkommen fühlen kann: "Wir könnten ja Bärte verleihen gegen eine kleine Gebühr". Einzig bei der Bärensauna am Mittwoch und Freitag sowie der Cockpit-Party am Samstag gibt es Verbote - hier darf niemand mit zwei X-Chromosomen rein.

Die Vorbereitungen für die Bärenwoche laufen bereits auf Hochtouren: Jeden Tag werden den mehreren tausend Besuchern, von denen die meisten aus dem europäischen Ausland erwartet werden, eine Reihe von Events angeboten. Dabei können Bären etwa am Dienstag Bingo spielen ("Busting Balls") oder am Donnerstag um die Wette bowlen. Auch für den Nachwuchs wird etwas getan: Die Jungbären weihen etwa am Samstagnachmittag kurz nach der Eröffnung der Kölner Weihnachtsmärkte die Glühwein-Jahreszeit ein - im so genannten "Christmas Fair Hopping". An den Abenden steigen dann die lockeren Treffs und großen Partys. So können sich am Mittwoch bei "Beards Meeting Beards" die Burschen treffen, die besonders stolz auf ihre Gesichtsbehaarung sind. Der von türkischen und serbischen Bärengruppen organisierte Orient(S)Express verspricht am Donnerstag eine südländische Atmosphäre, bei der "Butch & Bear"-Party am Freitag heizen bekannte europäische DJs ein.

Bären im Wahlkampf


Wer wird Herr Bär 2011?

Höhepunkte der Pride-Woche sind die Bear Reception (Empfang) am Freitag im Hotel Ahl Meerkatzen und das "European Bear Rendezvous Cologne" am Samstagabend im Gloria. Beim Rendenzvous wird auch wieder der neue Mr. Bear gewählt. Die Wahl fand noch im letzten Jahr vor 1.100 Gästen in der Mülheimer Stadthalle statt. In diesem Jahr haben sich die Organisatoren jedoch dafür entschieden, mehrere kleine Events zu veranstalten, wegen der größer werdende Vielfalt und Internationalisierung der Szene. Die sechs Kandidaten für den Titel sollen aber während der Pride-Woche allgegenwärtig sein: Sie veranstalten in dieser Zeit erstmals einen Wahlkampf. Jeder Interessierte kann via www.bartmaenner.de seinen Lieblingskandidaten wählen. Und das lohnt sich: Organisator Michael Zgonjanin hat erklärt, dass wenige Tage nach der Eröffnung der Wahl noch kein klarer Favorit zu erkennen ist.

In den letzten Jahren war die Wahl zum Mr. Bear stets das "Familientreffen" der Aktivisten. Diese Aufgabe soll nun der Empfang übernehmen. Hier sind am Samstag die Partnergruppen aus Istanbul, Madrid, Tel Aviv und anderen Ländern dabei - ein offener Austausch soll auch mit Homosexuellen aus Ländern stattfinden, in denen ein offenes Auftreten unmöglich ist, etwa aus dem Jemen oder dem Iran. Allerdings sind diese Schwulen selbst den deutschen Behörden suspekt. So ist etwa einem Mann aus Uganda die Einreise nach Deutschland verweigert worden, obwohl die Bear-Pride-Organisatoren für ihn gebürgt hatten.

Köln soll Hauptsitz der europäischen Bären werden

Es steht also nicht nur Feiern an. Sogar eine neue Organisation soll in dieser Woche aus der Taufe gehoben werden: Die Delegationen aus den verschiedenen Ländern wollen auch einen paneuropäischen Bärenverband gründen. Gut für den rheinischen Stolz: Da Köln noch vor Madrid als Zentrum der Bärenszene auf dem Kontinent gilt, soll hier der Sitz der Bear Federation sein. Ziel des Verbandes ist die internationale Koordinierung der Bärenevents, so dass etwa am selben Wochenende nicht Partys in Amsterdam, Köln und Wien stattfinden. Außerdem soll der Verband praktische Hilfe für Aktivisten aus Gegenden anbieten, in denen homosexuelle Subkulturen noch nicht so akzeptiert sind wie hierzulande. Als Beispiel wird hier immer wieder Belgrad genannt - in der serbischen Hauptstadt explodiert die Bärenszene geradezu; die Behörden und die Öffentlichkeit sehen darin aber eine Gefahr für die Gesellschaft und behindern die Szene. Die Stadt Köln steht dagegen hinter den Bären. Oberbürgermeister Jürgen Roters lobt in seinem Grußwort insbesondere das "Engagement für die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen". Ganz kölsch weist aber darauf hin, dass bei all den ernsten Themen "auch das gemeinsame Feiern nicht zu kurz kommen" dürfe.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 cyb43r
  • 19.11.2011, 18:26h
  • toll, dass es jetzt eine europäische organisation geben soll!

    leider wurde der österreichische bärenverein vor 2 wochen aufgelöst Antworten » | Direktlink »
#3 goBearAnonym
  • 19.11.2011, 18:52h

  • Schade das ich die ganze Woche arbeiten muss, aber das immerhin in Köln! Ich lass meinen Bart auf jeden Fall mal auf einer der Veranstaltung dort blicken!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 StanAnonym
  • 19.11.2011, 23:22h
  • Ich versteh beim besten Willen nicht, wieso man bei den drei Kommentaren eine negative Bewertung geben muss. Gibt's denn irgendwann auch mal nix zu meckern?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 JayjayAnonym
  • 19.11.2011, 23:34h
  • "Einzig bei der Bärensauna am Mittwoch und Freitag sowie der Cockpit-Party am Samstag gibt es Verbote - hier darf niemand mit zwei X-Chromosomen rein."

    Liebe Redaktion, ich fürchte (bzw. hoffe), dass ihr hier XX-Chromosomen geschrieben habt, aber Frauen gemeint waren. Denn auch viele (bärige) Trans*männer, einige Inter*personen und Transgender haben zwei X-Chromosomen. Trotzdem sind sie Bären - und vermutlich willkommen.
    Bitte klärt das mal auf.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 TadzioScot
  • 20.11.2011, 09:23h
  • Ich, eine Rosa-Trine, stehe auf Bären
    (solange sie nicht zu Dick sind).

    Aber das DIE das Logo von diesem Ralf König verwenden finde ich persöhnlich absolut falsch !

    Denn dieser Homophile, ist ja heut was besserers
    und bezeichnet seine alten Werke mittlerweile
    selbst als Jugendsünden. Ja, er hatte einst
    Comics gemacht in welche Päderasten nicht böse waren... Im gegenteil... Ich habe seine alten Werke. Besitze nämlich noch viele alte
    Schwulen Zeitungen, darunter den "Rosa Flieder", in welchem Ralf König Comics erschienen...
    Diese Zeitung war gut und war sachlich und alles andere als Reiserisch, im gegensatz zu heute. ("Der Stürmer" lässt grüßen)...

    Sie distanzierte sich nicht von gewissen Menschen... Tja, damals gehörten diese Menschen noch zur Schwulen-Gemeinschaft...

    Heute jedoch distanzieren sich sehr viele Schwule von den Päderasten, denn einge der neuen Schwucken sind ja mittlweile ach so anständig und biedern sich
    an die Normalos (und deren Moralvorstellungen) an...

    Mit der Aussage das seine alten Comics Jugensünden gewesen sind, versündigt er sich
    an all jene die damals mit im Boot waren...

    Jetzt schmeißt AUCH ER "die anderen" aus dem Boot ins Meer, in welchem die Haifische tümmeln. In der Hoffnung das er nicht auch von den Haifischen gefressen wird, weil seine Comics früher doch so Pro eingestellt waren...

    Denn auch er weiß, "Ja, der Haifisch, der hat Zähne", darum sich lieber als was besseres Aufspielen und der reine und saubere Herr Saubermann werden...

    All jene die sich heutzutage als was besseres empfinden und sich ihre Untermenschen suchen sollten nicht vergessen, das leider fast alle Normalos
    uns Schwulis bis heute nicht wirklich akzeptieren... Vielleicht tuen sie so, vorne herum, aber hinten rum eben nicht... Denn wir Schwulen sind schmutzig !

    Schwule sind nur dann einigermaßen erträglich wenn sie nach den regeln der Herrschenden funktionieren... Also ja anständig sein... Wir sollen, wie es Brian Kinney in Queer as Folk so schön sagt ein "Schwanzloser Eunurch" sein...

    Und das schlimme an der ganzen sache ist, finde ich, das wir eigentlich ALLE zusammenhalten müssten, um eine klare Front gegen die (Un)Moral zu stellen...

    Nein, lieber andere den Wölfen vorne zum Frass vorwerfen, in der Hoffnung das man verschont bleibt, von der Herrschenden Sexualmoral...

    Denn das schlimmste für viele Schwucken ist ja, das sie irgendwie mit den Päderasten oder Pädophilen in einem Boot geworfen werden...
    Darum sich schnell distanzieren und sagen, "nein wir sind so nicht"... Wir sind ja auch anständig...

    Wie gesagt ich hatte als Jugendlicher einen Mann als Freund und dieser war alles andere als eine Bestie, wie sie von vielen Schwucken, den Heteros und der Medien dargestellt werden.

    Führsorglich, liebevoll... Einfach ein Mensch wie du und ich... Denn klar gibt es Vergewaltiger, die gibt es aber auch bei Heteros, Schwulen usw und so fort...

    Oder um es ganz einfach zu sagen :
    Blos weil es bei den Menschen Vergewaltiger gibt, sind doch nicht ALLE Menschen Vergewaltiger...

    Die Leute meinen halt Päderasten wären Krank, ja das dachte man früher auch von Schwulen auch.
    Auserdem auch Päderasten sind Schwul, stehen halt nur auf jüngere... Jedem Tierchen sein Plesierchen...

    HEUTE sind WIR halt alle was besseres...

    Aber auch WIR, auch ein Ralf König, sind
    bloß sexuelle Wesen welche lieben wollen und auch mal Geil werden und dann f**ken wollen... Das größte Geschenk der Natur an den Menschen ist die Liebe und Liebe sollte nicht gewertet werden... Denn alle Menschen sind gleich (obwohl einige gleicher sind, denn ihre art der Sexualtität wird geachtet).

    NIEMAND hat vorzuschreiben wer mit wem was auch immer macht... Das können nur die wissen die ES eben miteinander machen !

    Hier noch ein Link zu einem Ralf König artikel

    www.taz.de/!69221/

    Zum Glück konnte ich ein einfaches Comming Out haben, denn dieser Mann von einst hat mich stark gemacht und stolz.

    Denn ich bin in Orndung so wie ich bin.
    Ich bin was ich bin ("I am what i am") !
    Genau so wie es Glora Gaynor oder auch die Village People gesungen haben (bloß mit anderen Liedern).

    Deshalb kann ich heute glücklich mit meinen Bären leben. All das Glück, welches wir heute erleben, weil der §175 nicht mehr existiert, verdanken WIR ALLE nämlich Menschen wie meinen ehmaligen Freund, ja dieser von vielen so böse betrachteten Mann. Denn er hat ,wie viele andere Schwestern von einst, für die Abschaffung des §175 gekämpft... ALSO AUCH FÜR EUCH !

    Darum mein Fazit :
    Zusammenhalt statt blinder Hass.
    Liebe statt Wut !
    Erst wenn alle Menschen frei leben können,
    werde ich wirklich glücklich sein... Aber DAS bleibt ein Hirngespinst... Leider...

    PS: Schreibfehler sind da, damit sie eben auch was zu tun haben... Denn sonst wären sie ja ganz traurig...
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#7 WeserAnonym
  • 20.11.2011, 09:36h
  • Antwort auf #5 von Jayjay
  • "hier darf niemand mit zwei X-Chromosomen rein."

    Verstehe ich auch nicht. Vor allem warum sollte eine Mann zu Frau Transsexuelle rein dürfen obwohl sie eine Frau sein will/ist und (meist) auch wie eine aussieht, aber im Gegensatz dazu darf ein Frau- zu Mann Transsexueller, der ein Mann sein will und ist nicht rein?

    Also ich will bei einer schwulen Sexveranstaltung keine Frauen dabei haben und eine Mann zu Frau Transsexuelle IST eine Frau.
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#8 WeserAnonym
  • 20.11.2011, 09:48h
  • Ich habe eben auf deren Homoepage nachgeguckt, da steht es anders:

    "Cockpit Party. Die einzige Dance-Party nur für Männer präsentiert auch diesmal wieder internationale Top-DJs an Darko's Seite."
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#9 FoulspielerAnonym
#10 unnaboyAnonym
  • 20.11.2011, 11:43h
  • Antwort auf #6 von TadzioScot
  • ich mag die art von ralf könig nicht, vor allem seine anbiederung an heterosexuelle, pseudomoralistische "normen" .
    der verlinkte artikel von dir beschreibt es gut, er selber stand schon als jugendlicher auf ältere männer, aber distanziert sich jetzt von seinen früheren werken nur weil sich die moral geändert hat.
    er zog auch mal in einem interview eines hetenmagazins negativ über schwule pornographie her und meinte sinngemäß das die männer in hetenpornos doch viel geiler sind. nach dem motto, männer sind nur richtige männer wenn sie es frauen besorgen?
    da fühlen sich die heterosexuellen leser bestimmt bestätigt, das er ihnen schön nach dem mund redet und die kerle in hetenpornos als die "besseren, richtigen" männer bezeichnet.

    das ist anbiederung pur und das kann ich sowas von nicht ab.

    was die päderastie betrifft stimme ich mit dir überein, pauschale verurteilungen und missbrauchshysterie bringen nichts, zumal päderasten und schwule die gleiche geschichtliche vergangenheit haben.
    was die auslebung der sexualität betrifft halte ich aber eine schutzalterregelung für notwendig.
    wo das schutzalter am besten liegen sollte kann ich nicht beurteilen, dazu kenne ich mich zu wenig mit entwicklungspsychologie aus.
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