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Es ist ein unschönes Indiz, dass sich die Zeiten nur langsam verbessern: Einer Schätzung zufolge leben 1.500 junge Obdachlose in New York, die schwul, lesbisch, bisexuell oder Transgender sind - von 3.800 jugendlichen Obdachlosen insgesamt. Die meisten der Kids landeten auf der Straße, weil sie nach ihrem Coming-out von ihren Eltern verstoßen wurden.

Es gibt eine Tages- und Nachtunterkunft in New York für diese Teenager, das Ali Forney Center. Unterstützt von der Stadt und vom Staat bietet es derzeit 108 Schlafplätze. Nach geplanten Kürzungen sollen es 37 weniger sein. Nun gibt es erste Demonstrationen und mehr Medienberichterstattung.

Schaut man sich ein wenig auf der Webseite des Ali Forney Centers um, wird der wenige Einsatz noch unverständlicher. Nur eine Zahl: Da die Obdachlosen oft zu Prostitution gezwungen sind, gibt es Schätzungen, wonach sich in wenigen Jahren jeder Fünfte der Jugendlichen mit HIV infiziert. Dazu kommen die Probleme, die LGBT-Teenager auch sonst betreffen: eine hohe Rate an Depression etwa, häufige Selbstmordgedanken. Und Gewalt.

Benannt ist das Zentrum nach einem obdachlosen schwulen Jugendlichen, der sich in den Neunzigern zum Sprachrohr der obdachlosen LGBT-Jugend aufschwang. Er kümmerte sich auch um HIV-Prävention und kritisierte die Polizei, weil sie sich zu wenig um die Aufklärung von Verbrechen und Morden an den Kids kümmerte. Forney selbst wurde 1997 ermordet, die Hintergründe nie aufgeklärt.

Der Videobericht oben stammt von "In the life", eine LGBT-Organisation, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Amerika mit Beiträgen beliefert. Die Redaktion hat auch eine 30-minütige Dokumentation zum Thema gedreht. Unter anderem geht es um die "True Colors Residence" in Harlem, die jungen obdachlosen LGBTs kleine Apartments bietet (queer.de berichtete). Das frisch eröffnete Heim wird hauptsächlich von einer Stiftung der Sängerin Cindy Lauper getragen.



#1 InyahAnonym
  • 23.11.2011, 11:23h
  • Das ist wirklich erschreckend.

    Gibt es eine Quelle für die Zahlen?
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  • Anm. d. Red.: Danke fürs Interesse. Zum Einlesen: www.youthprideri.org/Resources/Statistics/tabid/227/Default.
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    According to a 2006 report, between 20 and 40 percent of homeless youth in the US identify as lesbian, gay, bisexual or transgender. 26% of LGBT youth who come out to their parents are told to leave home. Many also report experiencing abuse both from family members and in shelters. (Ray, N. (2006). Lesbian, gay, bisexual and transgender youth: An epidemic of homelessness. New York: National Gay and Lesbian Task Force Policy Institute and the National Coalition for the Homeless. ) www.aliforneycenter.org/youthshelter.html A census conducted by the Empire State Coalition and released by the New York City Council in 2008 found that every night 3,800 unaccompanied youths between the ages of 16 and 24 were without stable housing and were at great risk of homelessness. (...) The City Council’s report found that 40% of the 3,800 homeless youth - over 1,500 - identified as LGBT.
#2 Carsten ACAnonym
  • 23.11.2011, 14:45h
  • Obdachlose Jugendliche, die von ihren Eltern auf die Straße gesetzt wurden, weil sie schwul, lesbisch, bi oder transsexuell sind, sind ein viel zu wenig beachtetes Problem, das zeigt, wie herzlos und unmenschlich die Homohasser sind.

    Für ihren grenzenlosen, dummen Hass setzen die sogar ihre eigenen Kinder vor die Tür.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.11.2011, 18:52h
  • Ich frage mich, ob es eine solche Statistik auch für Deutschland und andere europäische Staaten gibt. Auf jeden Fall tun mir die obdachlosen LGBTler in den USA leid und ich kann deren Eltern überhaupt nicht verstehen, wie sie sowas zulassen können!
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#4 MarcAnonym
  • 23.11.2011, 19:16h
  • Obdachlose sind ein Armutszeugnis für jeden Staat und jede Gesellschaft!

    Egal welches Alter, welche sexuelle Orientierung, etc. sie haben.

    Den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft erkennt man immer daran, wie sie mit den Schwächsten und den Minderheiten umgeht...
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