Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15430

Johnny Saelua hat Geschichte geschrieben

Vermutlich zum ersten Mal in der Geschichte der Fifa hat am Dienstag ein als Frau erzogener Mann an einem WM-Qualifikationsspiel teilgenommen. Beim Spiel gegen Tonga im J.S.-Blatter-Stadion (benannt nach DEM Blatter) in Apia, der Hauptstadt Samoas spielte der 23-jährige Johnny Saelua 90 Minuten lang in der Defensive.

Das Team setzte sich mit einem 2:1-Sieg im ersten Spiel der Gruppenphase Ozeaniens auf Platz 2 der Tabelle. Das berichtet die "New York Times", woraus die "Bild"-Zeitung heute machte: "Transe fummelt Amerikanisch-Samoa zum ersten Sieg". Später wird Saelua als Transsexueller bezeichnet, der "im richtigen Leben" Frauenkleider trage.

Die Sache ist freilich etwas anders und keineswegs albern, auch der seriösere Begriff "Transgender" mag nicht so recht passen: Saelua ist eine Faʻafafine, wörtlich übersetzt in etwa: wie eine Frau. Biologisch als Mann geboren, werden die Personen als Frau aufgezogen, die kulturell-traditionell die Familien unterstützten. Sie gelten als eigenständiges Geschlecht, die sich einen Partner aus allen drei Geschlechtern suchen darf.

Youtube | Highlights des Spiels, Johnny Saelua ist Nummer 16

Gegenseitiger Respekt

"Das Team akzeptiert mich und wir haben einen gegenseitigen Respekt", sagte Saelua der "New York Times". "Das ist toll. Das ist alles Teil der Kultur." Der Trainer des Teams, Thomas Rongen aus den Niederlanden, ergänzte: "Bei mir spielt eine Frau hinten mit. Können Sie sich das in Spanien oder England vorstellen?"

Sollte Amerikanisch Samoa weiterhin erfolgreich sein, dürfte es weitere Benennungsschwierigkeiten geben. So wurde Saelua nach dem Spiel zum "Man of the match" gekürt - wegen einer Vorlage zum ersten Tor und einer Klärung im Strafraum in der Nachspielzeit. Es war das erste gewonnene Spiel des Landes seit Fifa-Beitritt, in den vorherigen 30 Spielen erreichte das Team eine Torbilanz von 12:229. Nach einem Spiel, das 31:0 gegen Australien verloren wurde, galt Amerikanisch Samoa als schlechteste Nationalmannschaft der Welt. (nb)

Youtube | Der geplante Dokumentarfilm "Next Goal Wins" will die Geschichte vom Aufstieg Amerikanisch Samoas erzählen. Zu der Underdog-Story passt Johnny Saelua perfekt.


#1 XiiiiiAnonym
  • 24.11.2011, 20:06h
  • Klugscheißer-Modus an:

    Apia ist die Hauptstadt des unabhängigen Staates (West-)Samoa, die Hauptstadt von Amerikanisch Samoa (ein US-amerikanisches Außengebiet, welches aber direkt an Samoa angrenzt) heißt Pago Pago.

    ... aber beide Mannschaften gehören zu den schlechtesten Fußballnationalmannschaften der Welt. ;)
  • Antworten » | Direktlink »
  • Anm. d. Red.: Ist korrigiert, Danke.
#2 alexander
  • 24.11.2011, 20:48h
  • der begriff "transgender" trifft es überhaupt nicht ! diese sozialisation hat auf samoa eine uralte tradition und ist für uns sehr schwer nachvollziehbar. zumal diese menschen eine sehr wichtige rolle in den familien übernehmen müssen. eigenständiges geschlecht ist absolut richtig !
    nun kann man natürlich aus unserer sicht nicht beurteilen, welchen zwängen Fa'afafinen auf grund ihrer erziehung ausgesetzt sind, es trifft meistens den jüngsten sohn, somit hat er keine wahl, aber sie haben sexuell alle freiheiten und einen eigenen sehr respektierten status.

    herrlich finde ich die absolute dämlichkeit der blöd-zeitung, sollten sie doch besser berichten, wie sich die sekretärin friede an axel "herangefummelt" hat ?

    diese " benennungsschwierigkeiten", entlarven auf das schönste die völlig verkorkste einstellung
    unserer gesellschaft, die zu 90 % der "religion" zu verdanken ist, die uns menschen manipuliert und gewachsene, jahrhunderte alte ethnien vernichtet hat und es weiter versucht !

    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einige von uns, diese rolle für sich bevorzugen würden und sich damit sauwohl fühlen würden, auch weil der sogenannte sexualpartner frei wählbar wäre
    und keine festlegung "vorherbestimmt" wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AetztussiAnonym
  • 25.11.2011, 10:27h
  • Antwort auf #2 von alexander
  • Stimmt mizzi. Der Begriff "Transgender" stimmt überhaupt nicht.
    Warum wird die Selbstbezeichnung Fa'afafine nicht akzeptiert. Das ist der typischen Metropolenchauvinismus von Queers und Transgender, die andere Menschen fremdrepräsentieren wollen und in ihre queere Ideologie hineinzwängen wollen indem sie ihnen den Namen Transgender aufdrücken.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AetztussiAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.11.2011, 19:22h
  • Da können die deutschen Fußballmannschaften ja schon mal üben, wenn ein Mitspieler in der nahen Zukunft sein schwules Coming-Out hat!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 alexMucEhemaliges Profil