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  • 29. November 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Curb Records / Rhino / Warner Music)

Die stimmgewaltige Sängerin hat ein Country-Album aufgenommen, das Songs beinhaltet, die einst durch Männer zu Chartsehren kamen.

Mit 40 Millionen verkauften Alben, zwei Grammys und zwölf (!) Billboard Music Awards könnte man sich entspannt zurücklehnen und in seinen alten Bahnen bleiben. Nicht so die erst 29-jährige LeAnn Rimes, der weibliche Superstar der US-Pop- und Countryszene, die schon mit 14 Jahren ihren ersten Grammy für ihr Debüt "Blue" entgegen nehmen und im Jahr 2000 den Coyote Ugly-Titelhit "Can't Find The Moonlight" weltweit hochplatziert in die Charts bringen konnte.

Mit "Lady & Gentlemen" geht sie durchaus neue Schritte - und sie traut sich was, denn in der bekanntermaßen schwerfälligen und von den Herren dominierten Country-Szene ist es ein Zeichen von Mut, wenn eine Frau den Männern zeigt, wo der Hammer hängt. Genau das tut LeAnn Rimes, denn "Lady & Gentlemen" knöpft sich die Songs der großen Legenden des Country vor, darunter Waylon Jennings, Merle Haggard, Kris Kristofferson und George Jones, und interpretiert sie mit Respekt und Achtung, aber auch mit einer guten Portion Verve und aus einer sehr weiblichen Perspektive.

Youtube | Leann Rimes - "Give" (Offizielles Video)

Songs von Männern aus der Perspektive einer Frau


(Bild: Curb Records / Rhino / Warner Music)

"Dieses Album ist aus der Erinnerung an die Zeit hervorgegangen, als ich mich in Country Music verliebt habe", erklärt LeAnn. "Dabei fiel mir auf, dass alle meine Lieblingslieder von Männern geschrieben wurden. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich in der Zeit zurückgehen kann und die Songs aus der Perspektive einer Frau singen kann. Und ich hoffe, die Songs damit auch einem neuem Publikum nahe zu bringen". Natürlich klingen Titel wie "He Stopped Loving Her Today" oder "Good Hearted Woman" aus dem Munde einer jungen Frau anders, als wenn ein gestandener Mann es singt.

Und manchmal wird der Unterschied zwischen den Geschlechtern auch erst auf einer zweiten Ebene sichtbar, etwa wenn LeAnn Rimes statt "Only Daddy That Will Walk The Line" schlicht "Mama" intoniert (was sie sich bei Linda Ronstadt abschaute). Aber es ist nicht nur charmant, es ist sogar gelungen, mit welcher Überzeugungskraft LeAnn Rimes die Klassiker des Country inhaltlich ebenso wie im Sound modernisiert.

Youtube | Zur Erinnerung: "Can't Fight the Moonlight" als Akustik-Version (live)

Die Songs sind ganz auf ihre Person abgestimmt


(Bild: Curb Records / Rhino / Warner Music)

LeAnn Rimes zeigte keine Scheu, die Songs so zu bearbeiten, dass sie leichtfüßig in ihre Haut schlüpfen konnte. Zusammen mit dem 20-fachen Grammy-Gewinner Vince Gill und ihrem langjährigen Studiopartner Darrell Brown (Keith Urban, Rascall Flatts) sorgte sie für die nötigen Veränderungen in der Instrumentierung und in den Arrangements, um die Songs ganz auf ihre Person abzustimmen - schließlich stammen Idee, Arrangements und Re-Interpretation von ihr selbst und sollen ihr eigenes Verhältnis zu den Songs widerspiegeln.

Zudem ergänzen zwei eigene Neukompositionen das Repertoire, "Crazy Women" und "Give", die sich hervorragend in die Sammlung aus Klassikern eingliedern. Zusätzliche Unterstützung erhielt sie dabei von den Produzenten Justin Niebank und John Hobbs. (cw/pm)