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Ein (wohl nicht heterosexueller) Softballspieler aus San Francisco (Bild: San Francisco Gay Softball League)

Eine schwule Softball-Liga muss in den USA künftig auch bisexuelle Breitensportler akzeptieren - damit endet ein drei Jahre alter Streit zwischen "zu heterosexuellen" Sportlern und einem schwulen Sportverband - eine Begrenzung der Hetero-Spieler ist aber nach wie vor möglich.

2008 hatte die Gay Amateur Athletic Alliance (NAGAAA) das Team D2 aus San Francisco nach einem Halbfinalsieg in der "Gay World Series" disqualifiziert, weil die Mannschaft die erlaubte Anzahl von nicht schwulen Sportlern überschritten haben soll. Laut den Statuten waren damals nur zwei Hetero- oder Bisexuelle pro Team gestattet (queer.de berichtete). Die Mannschaft aus San Francisco klagte mit Unterstützung des "National Center for Lesbian Rights" und einer Anwaltskanzlei aus Seattle gegen die Entscheidung - und hat sich nun auf einen Vergleich geeinigt. Der beim Turnier erreichte zweite Platz der Mannschaft aus San Francisco wird demnach anerkannt. Außerdem muss sich die NAGAAA formal bei den Spielern entschuldigen.

Die NAGAAA hatte die Spieler, von denen die Mehrheit bereits seit Jahren in der Liga aktiv waren, nach einer Beschwerde nach deren sexuellen Vorlieben befragt. Vor einer 25-köpfigen Untersuchungskommission mussten die "Beschuldigten" ihr Privatleben offenlegen. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass vier der Spieler "mehrheitlich heterosexuell" seien - obwohl diese das bestritten. Damals sagten Vertreter des Verbandes, dass es sich um eine schwule Liga handle, nicht um eine bisexuelle. Später machten auch Vorwürfe des Rassismus die Runde, weil alle Spieler, die als nicht schwul genug gebrandmarkt worden waren, ethnischen Minderheiten angehörten.

Begrenzung Heterosexueller ist rechtens

In diesem Jahr hat die NAGAAA ihre Regeln geändert und erlaubt nun eine unbegrenzte Anzahl von bi- oder transsexuellen Spielern. Allerdings wird weiter die Anzahl von heterosexuellen Spielern auf zwei pro Mannschaft begrenzt. Diese Praxis wurde während des Prozesses vor wenigen Monaten sogar von einem Bundesrichter als rechtens bestätigt. Er argumentierte, dass die schwule Liga eine Reaktion auf den Ausschluss von schwulen Sportlern sei - und damit für Chancengleichheit sorge. Laut der amerikanischen Verfassung dürften Vereine ihre Mitgliedschaft auf bestimmte Gruppen begrenzen.

Softball gilt hauptsächlich als Frauensportart - es handelt sich dabei um eine Variante von Baseball und zählt zu den beliebtesten Breitensportarten in den Vereinigten Staaten. In der North American Gay Amateur Athletic Alliance sind insgesamt 10.000 Amateure organisiert. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Alte TunteAnonym
  • 01.12.2011, 08:56h
  • Ob bei der Aufrechterhaltung der schwulen Apartheid tschechische Homotests helfen?

    Früher versuchten Heten Homos zu entlarven, heute ist es umgekehrt. Welch großartiger Fortschritt!
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