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Wien Der österreichische "Familien-Bischof" Klaus Küng hat bei einer Diskussionsveranstaltung in Wien einer rechtlichen Gleichstellung von Homo-Gemeinschaften mit der Ehe eine klare Absage erteilt, berichtet das katholische Portal kath.net. "Jeder Mensch ist zu achten und in seiner Würde anzuerkennen, das gilt natürlich auch für homosexuell geneigte Menschen", betonte Bischof Küng bei der von der "Weltjugendallianz" organisierten Veranstaltung im Curhaus am Stephansplatz. Die Homo-Ehe sei aber ein Widerspruch schon vom Begriff her. "Ehe ist, nach meinem und auch nach dem Verständnis der Ethik, immer eine Beziehung zwischen Mann und Frau, die gleichzeitig einen Bezug zur Nachkommenschaft hat", so Küng wörtlich. Der Begriff "Ehe" sei deshalb nach seiner Auffassung unbedingt der Beziehung zwischen Mann und Frau vorbehalten. "Eine Gleichstellung von etwas, was nicht gleich ist, wäre ungerecht", betonte der Feldkircher Diözesanbischof. Zwar äußerte er Verständnis für Homo-Paare in Fragen des Besuchs- und Erbrechts, dies ließe sich aber mit bereits bestehenden zivilrechtlichen Regelungen lösen, so der Bischof. "Wenn man über die Situation der Gesellschaft in ganz Europa nachdenkt, ist die Forderung nach einer besonderen Förderung der Familie nicht eine Frage der Religion, sondern der Vernunft", so Bischof Küng weiter. (nb/pm)



#1 HannahAnonym
  • 25.08.2004, 13:36h
  • Zitat: " "Ehe ist, nach meinem und auch nach dem Verständnis der Ethik, immer eine Beziehung zwischen Mann und Frau, die gleichzeitig einen Bezug zur Nachkommenschaft hat", so Küng wörtlich. " (Zitat Ende)

    Wenn also ein heterosexuelles Paar keine Kinder kriegen kann oder keine Kinder möchte, ist es auch keine Ehe!?

    Wann verstehen diese Leute endlich den Unterschied zwischen Ehe und Familie? Ehe ist ein Rechtsbündnis, dass zwischen zwei Menschen (hoffentlich bald auch des gleichen Geschlechts) eingegangen wird und Familie ist da, wo Kinder dazukommen (also auch schwule oder lesbische Familien).

    Und wer sagt eigentlich, dass Ehe nur zwischen Mann und Frau existiert? Nur weil es jahrelang so war, muss es nicht richtig sein. Das Wort Ehe hat keinen Wortbestandteil, der es nur auf heterosexuelle Beziehungen anwendbar macht.
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#2 BerndAnonym
  • 25.08.2004, 17:56h
  • Es ist bemerkenswert, endlich hat auch mal ein als konservativ eingeschätzter Bischof erkannt, worum es eigentlich geht, nämlich die rechtliche Gleichstellung von Lebensbeziehungen, so denn das Paar, die vom Staat angebotene (priviligierte) Lebensform haben will.

    Wenn es die Gegner glücklich macht, kann man doch bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen auf den Begriff Ehe verzichten. Wichtig ist, dass alle rechtlichen Fragen - und nur darum kann es bei der sog. Homo Ehe gehen - identisch mit denen der vom Staat anerkannten Hetero Ehe sind. Hier liegt die eigentliche Problematik und Ungleichbehandlung.

    Die ganze Diskussion ob die Lebenspartnerschaft sich Ehe nennen darf,
    ist unter diesem Gesichtspunkt überflüssig.
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#3 Eva-Maria HertelAnonym
  • 25.08.2004, 23:00h
  • Keiner braucht die Ehe nur die Kirche und der Staat super. Wie in guten Zeiten so auch in schlechten Zeiten. Ich habe noch nie bei einer Vermählung gehört, "heiraten nur wenn sie mir ein Kind machen können!" Ehe was ist das überhaupt?
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#4 TobiAnonym
  • 26.08.2004, 13:39h
  • @Bernd:

    Da kann ich Dir nicht zustimmen. Solange eine "Homo-Ehe" nicht die gleichen Rechte hat wie eine Hetero-Ehe ist es ganz klar Diskriminierung. Aber wenn sie (hoffentlich bald) die gleichen Rechte hat, also der Hetero-Ehe gleich ist, gibt es keinen Grund mehr, Gleiches unterschiedlich zu bezeichnen. Tut man das doch, so ist diese unterschiedliche Bezeichnung für das gleiche Rechtsinstitut wiederum diskriminierend, da man suggerieren will, homosexuelle Liebe wäre immer noch Liebe zweiter Klasse.

    Haben die Konservativen uns schon so weich gekocht, dass wir uns mit Weniger zufrieden geben und für jeden Strohhalm dankbar sind, auch wenn er mit weiteren Diskriminierungen verbunden ist?!

    Natürlich kann man nicht immer alle Ziele mit einem Schlag erreichen und muss sich auch schonmal mit kleinen Schritten zufrieden geben, aber man darf nicht das Ziel aus den Augen verlieren und muss sehen können, dass es vorwärts geht...
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#5 BerndAnonym
  • 26.08.2004, 15:49h
  • @ tobi

    Ehe und gleichgeschlechtliche Partnerbeziehung sind nicht gleich, selbst wenn es die gleichen Rechte gibt, bleiben ja auf anderen Ebenen Unterschiede. Begrifflich ist die Ehe eben nur die hetero Beziehung, die grundsätzlich auch ein anderes Potential hat als die "Homo" Ehe, nämlich Nachwuchs s e l b s t zeugen zu können.

    Übrigens: nicht verheiratete Hetero Paare werden Nichteheliche Lebensgemeinschaft genannt! Auch eine Diskriminierung für eine frei gewählte Form der Lebensbeziehung?? Doch wohl nicht. Ich sehe daher in einer anderen Bezeichnung als Ehe für gleichgeschlechtliche Beziehungen keine Diskriminierung.
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#6 TobiAnonym
  • 27.08.2004, 17:11h
  • @Bernd:

    Wer sagt denn, dass das Wort "Ehe" nur für Hetero-Ehen gilt? Das ist semantisch gesehen doch nur eine Definitionsfrage.

    Und wenn Du auf den Unterschied anspielst, dass Hetero-Paare selbst Kinder zeigen können und dies der Unterschied ist, so dürften unfruchtbare Paare auch nicht Ehe heißen. Und ein Lesbenpaar, dass durch künstliche Befruchtung ein Kind erwartet? Oder wenn ein schuler Partner ein Kind in eine Beziehung mitbringt. Und wenn Du jetzt sagst, dass beide Ehepartner biologische Eltern sein müssen, so müsste das ja auch für Heteroehen gelten, wo einer ein Kind mitbringt. Diese Unterscheidung greift also nicht.

    Wie gesagt, man muss zwischen Ehe und Familie unterscheiden und wie man beides definiert ist natürlich willkürlich, aber wenn man es nicht diskriminieren definieren will, ist Ehe das Rechtsinstitut der festen, eingetragenen Partnerschaft und Familie durch das Vorhandensein von Kindern geprägt. Ob diese Kinder aus der Ehe hervorgehen, von einem Partner mitgebracht werden, adoptiert werden, oder was auch immer sollte - nicht zuletzt zum Kindeswohl - unerheblich sein!
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