Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15504

Eddie Long

Eddie Long hat sich als Chef einer erfolgreichen Megachurch über Jahre politisch im Kampf gegen Homo-Rechte engagiert - nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung von Jungs und der von seiner Frau eingereichten Scheidung tritt er nun ab.

Von Dennis Klein

Von christlicher Nächstenliebe für Schwule und Lesben hat Eddie Long nie etwas gehalten. In seiner Großkirche New Birth Church in Atlanta, der 25.000 Mitglieder angehören, erklärte er bei einer Predigt etwa, warum Homosexualität nicht akzeptabel sei: "Gott sagt, dass man dann den Tod verdient". Der Allmächtige, argumentiert der baptistische Bischof, habe etwas gegen "feminine Männer" oder "maskuline Frauen". Und damit habe er auch etwas gegen die Vertreter der "Gay Agenda", die die Geschlechterverwirrung mit Unterstützung des Teufels vorantrieben.

Via Fernsehen und Internet hat Long Millionen Anhänger - und nutzt diese Macht auch für politische Ziele, besonders wenn es um Homo-Rechte geht. So unterstützte er 2004 eine Verfassungsänderung in seinem Heimatstaat Georgia, die die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert. Mit diffusen Warnungen vor einer "Vernichtung" der Institution Ehe konnte er in mehreren Demonstrationen seine Anhänger mobilisieren - am Ende stimmten basisdemokratisch 76 Prozent für ein Ehe-Verbot für Schwule und Lesben. Selbst eingetragene Partnerschaften sind nun laut Verfassung untersagt.

Privat scheint Long offenbar andere Prioritäten zu setzen: Seit September 2010 haben insgesamt vier junge Männer unabhängig voneinander Long beschuldigt, sie sexuell genötigt zu haben (queer.de berichtete). Der Bischof soll sie bei einer religiösen Zeremonie zum Onanieren und Oralsex gezwungen haben. Wenn sich die Kläger, die zum Tatzeitpunkt zwischen 16 und 20 Jahre alt gewesen sein sollen, widersetzten, habe Long mit Bibelzitaten die Handlungen rechtfertigen wollen. Laut der Zeitung "Atlanta Journal-Constitution" hat sich der Bischof mit den Klägern im Mai diesen Jahres auf einen Vergleich geeinigt. Demnach dürfen die Jungs nicht mehr über den Vorfall reden. Es ist aber davon auszugehen, dass Long, der dank des wirtschaftlichen Erfolges seiner Kirche unter anderem eine Villa, einen Bentley und ein Privatflugzeug besitzt, das Schweigen mit einem hohen Geldbetrag erkauft hat.

Scheidung nach 21 Jahren


Die New Birth Church gehört zu den evangelikalen "Megachurches", die oft Religion mit konservativer Politik verbinden

Auslöser für seinen am Sonntag in seiner Kirche angekündigten Rückzug war aber der von seiner Frau Vanessa am 1. Dezember gestellt Antrag auf Scheidung. Sie machte keine detaillierten Angaben über die Gründe, sondern erklärte lediglich, dass die Ehe unwiderbringlich am Ende sei. Nun wird die Frage aufgeworfen, warum die Frau, die ebenfalls als fundamentalistische Christin gilt, nach 21 Jahren ihre Ehe auflösen will. Offenbar wurde sie selbst unter Druck gesetzt: So zog sie am Freitagmorgen (2. Dezember) ihren Antrag kurzzeitig zurück - änderte aber im Laufe des Tages wieder ihre Meinung. Am Sonntag erklärte Bischof Long dann, dass er sich eine Auszeit nehmen werde. Er müsse sich erst einmal um seine Familie kümmern, so Long. Ob ihm eine Rückkehr nach diesen Skandalen gelingt, bleibt fraglich.

Denn Long hat noch mehr Probleme, seit eine weitere Klage dem Geistlichen ins Haus steht: Laut "Wall Street Journal" wird Long von zehn Gemeindemitgliedern verklagt, weil er ihnen "betrügerische Investments" verkauft hatte. Sie hätten damit mehr als eine Million Dollar Verlust erlitten.

Long steht in einer langen Reihe von christlichen Geistlichen in den USA, die Homosexualität im Amt bekämpft hatten, aber nun selbst beschuldigt worden sind, gleichgeschlechtlichen Sex gesucht zu haben. So musste George Rekers vergangenes Jahr zurücktreten, weil er einen Strichjungen als Begleiter auf einem Europa-Urlaub mitgenommen hatte - angeblich als Kofferträger. 2006 hatte der Fall von Ted Haggard, damals Anführer von 30 Millionen "wiedergeborenen" Christen, für Aufsehen gesorgt: Er hatte sich von einem Callboy "massieren" lassen sowie illegale Drogen mit ihm konsumiert. Haggard blieb der evangelikalen Ideologie treu und bezeichnet sich heute als von seiner Homosexualität geheilt (queer.de berichtete). (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Ich_OLAnonym
  • 06.12.2011, 14:43h
  • und??? Bei den US-Kirchen geht es doch nicht um Religion. Das sind Gelddruckmaschinen. Da sist doch selbst den intelligenten Amis klar.
    Ne gute Parodie darauf ist zum Beispiel die Folge "Reverend Al" der Sitcom "Married....with Children".
    Wenn ich damit 10-20 Millionen verdienen könnte, wäre ich auch versucht solche "Predigten" zu halten. Ich wäre mir zumindest nicht sicher, ob meine moralische Widerstandskraft groß genug wären bei so viel Kohle....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Geert
  • 06.12.2011, 15:07h
  • Baptisten - immer wieder Baptisten! Wenn irgendwo in den USA etwas Homophobes geschieht, sind es vor allem Baptisten. Hier in Deutschland laufen sie unter dem Namen "Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten)". Man kann nicht oft genug vor ihnen warnen!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 alexander
  • 06.12.2011, 16:08h
  • das sind eben die "echten christen, die für kohle ihre seele verkaufen" !
    schade nur, dass ihre gemeinde sie nicht straft, in biblischem sinne ! (für ein event wäre doch genügend raum in den MEGACHURCHES ? z.b. eine
    nette gemeinschaftliche steinigung ?)

    wirklich schade, dass diese widerlichen volksverhetzer nicht bestraft werden (können) !
    denn die folgen bekommen wir alle tagtäglich zu spüren.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Flo_Anonym
  • 06.12.2011, 16:36h
  • "über Jahre politisch im Kampf gegen Homo-Rechte engagiert - nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung von Jungs"

    Wie immer:
    die am lautesten gegen uns wettern, wollen damit nur von sich selbst ablenken.

    Merke:
    Wer am lautesten quietscht, will geölt werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.12.2011, 18:30h
  • Endlich ist der Homohasser weg vom Fenster! Nun kann er mit seinem Namen gleich in einer anderen Branche anfangen: Pornos drehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Timm JohannesAnonym
  • 07.12.2011, 01:28h
  • Ja die Baptisten in den USA sind mit Abstand am Schlimmsten.

    Da dort jeder, der sich berufen fühlt, Pfarrer werden kann und nicht einmal ein ordentliches Studium,, aufweisen muss, kann da jeder Rechtsradikale sofort zum baptistischen Pastor aufsteigen. Bei uns in Deutschland ist für katholische Priester und landeskirchliche Pfarrer an einer deutschen Hochschule ein Studium vorgeschrieben.

    Nicht das ein Hochschulstudium schützt, das haben ausreichend homophobe katholische Bischöfe in der Vergangenheit bewiesen, aber gleichwohl halte ich es für richtig, das Priester/Pfarrer ein ordentliches Studium an einer Hochschule absolvieren müssen.

    Bei den baptistischen Pfarrern in den USA, insbesondere in den Südstaaten, ist viel Schrott dabei. Ehemalige Autoverkäufer, usw., die dann auf bapstischer Pastor umsatteln.

    Gut das es andere christliche Kirchen gibt, die viel besser sind, und wo die theologischen Aussagen im Umgang mit homosexuellen Paaren sich um 180 Grad unterscheiden.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 stromboliProfil
  • 07.12.2011, 07:40hberlin
  • Antwort auf #7 von Timm Johannes
  • schatzerl, nicht trauern.. auswandern!
    Jedem unter bemittelten eine chance, mit oder ohne hochschulabschluß eine lukrative tätigkeit mit sendebewusstsein finden zu können..
    hier in brd, bleiben dir nur die queer.de-foren incl. deinem jammern auf hohen nieveau ob der entgangenen steuergleichheiten..

    und recht hast du: "Nicht das ein Hochschulstudium schützt, das haben ausreichend homophobe katholische Bischöfe in der Vergangenheit bewiesen, aber gleichwohl halte ich es für richtig, das Priester/Pfarrer ein ordentliches Studium an einer Hochschule absolvieren müssen."
    Nur, beim wort genommen; was lernen die in deutschland eigentlich vernünftiges?
    Theologie???
    Ich glaube, da sollte man mal den begriff "ordentlich" erst mal richtig interpretieren lernen, bevor man ihn auf die menschheit los lässt!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MarekAnonym