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Unterstützt von der Landesregierung

NRW bekommt zwei schwul-lesbische Ober-Senioren


Georg Roth: Für die Präventionskampagne IWWIT im Einsatz, jetzt Senior-Experte. (Bild: www.iwwit.de)

Die "Generation Stonewall" wird grau. In NRW startet ein vom Land gefördertes Projekt für ältere Lesben und Schwule. Georg Roth und Carolina Brauckmann sind die Koordinatoren.

Von Carsten Weidemann

Die Vorstellungen der Gesellschaft über die Lebensstile älterer Menschen haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Im Zuge des demografischen Wandels erleben wir inzwischen ein breites Spektrum unterschiedlicher Lebensformen im Alter. Eine Entwicklung, die sich in der Seniorenpolitik der Bundesländer wiederspiegelt. Statt einer "Verwahrung" in Heimen setzt die Politik auf gesellschaftliche Einbeziehung älterer Menschen und auf aktive Gestaltungsmöglichkeiten im fortgeschrittenen Lebensalter. Unterstützt wird dieser Ansatz durch Informationssysteme, Beratungen, Dienstleistungen und quartiersnahe Angebote, die auf die Bedürfnisse der älteren Menschen zugeschnitten sind.

Allerdings gibt es eine Lücke. Älter werdende Lesben und Schwule bleiben in diesen neuen Leitbildern und Angeboten bislang unberücksichtigt. Das soll sich jetzt zumindest in NRW ändern. Ziel eines neuen Projektes ist es, Strukturen zu schaffen, die den Bedürfnissen der älter werdenden "Generation Stonewall" gerecht werden. Denn die jungen Studenten, die in 60er und 70er Jahren für die Emanzipation auf die Straße gingen, bereiten sich inzwischen auf das Rentenalter vor.

Wie wollen Lesben und Schwule im Alter leben?


Carolina Brauckmann: Songwriterin, Rosa Courage-Preisträgerin, jetzt Senior-Expertin (Bild: carolinabrauckmann.de)

Unter dem programmatischen Titel "Immer dabei. Ältere Lesben und Schwule in NRW" beginnt nun eine landesweite Diversity-orientierte Altersarbeit. Zu den zentralen Aufgaben gehören Öffentlichkeitskampagnen für die Sichtbarkeit von alten Lesben und Schwulen, Förderung des ehrenamtlichen Engagements, Unterstützung von Wohninitiativen, Zusammenarbeit mit Seniorennetzwerken und der Aufbau eines umfassenden Informationsangebotes im Internet.

Die Koordination des zunächst auf drei Jahre befristeten Projekts ist angesiedelt im RUBICON unter der Trägerschaft vom Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. in Köln. Getragen wird es vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Mit Carolina Brauckmann, seit 2005 zuständig für die kommunale Vernetzung älterer Lesben, und Georg Roth, seit den 80ern aktiv in verschiedenen Aidshilfe-Projekten, übernehmen zwei engagierte "Senior Experts" die Koordination der schwul-lesbischen Seniorenarbeit in Nordrhein-Westfalen.



#1 alexander
  • 07.12.2011, 17:29h
  • die idee ist wunderbar und wird hoffentlich nachahmung finden !
    es grenzt an ein wunder, dass überhaupt jemand von dieser misere notiz nimmt .
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#2 doktorProfil
#3 alexander
  • 07.12.2011, 18:52h
  • Antwort auf #2 von doktor
  • mit sicherheit auch zielgruppe, denn bekanntlich nehmen die "alten" in unserem land zu !
    aber immerhin "wird darüber gesprochen".

    da seit 30 jahren in diesem land ein kontinuierlicher sozialabbau betrieben wird (der sich in kürze sehr bitter rächen wird !),
    bin ich leicht verwundert, dass ausgerechnet dieses thema angeschnitten wird ?

    die hoffnung stirbt zuletzt.
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#4 alexander
  • 07.12.2011, 20:46h
  • Antwort auf #2 von doktor
  • es gibt noch einen tollen film zu diesem thema,
    titel : SOYLENT GREEN, 1973 regie: richard fleischer, mit charlton heston, josepk cotton, eward g. robinson u.a. ! ich weiss nicht ob du ihn kennst ? ich fand seine thematik damals super, hat aber heute auch noch "stimmigkeit".
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#5 NilsAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 sylviafeeProfil
  • 08.12.2011, 13:11hBerlin
  • Gratulation NRW und ein wenig bin ich stolz darauf, dass die Bundesschwusos animiert durch ein Frankfurter Projekt mal mit der lesbisch schwulen Seniorenarbeit zusammen mit der Ministerin a.D. Christine Bergmann politisch begonnen haben.
    Die damalige NRW Ministerin a.D. Birgit Fischer wollte sich auch dieser Thematik annehmen, allerdings kam dann das Jahr 2005 und Rüttgers dazwischen. Schön dass es jetzt unter Kraft / Löhrmann wieder Finanzierungen gibt.
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#8 alexander
  • 08.12.2011, 21:29h
  • ist schon lustig, wenn hier dumpfbratzen minuspunkte für einen filmtipp verteilen, den sie nicht mal kennen !!!!???
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#9 GayGray MünchenAnonym
  • 08.12.2011, 23:48h

  • So ein Projekt gibt es in München schon länger. RosaAlter der Münchner Aidshilfe und einige ältere Lesben haben sogar ein Wohnprojekt.
    Gay & Gray München
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