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  • 25. August 2004, noch kein Kommentar

Am Samstag, den 4. September, findet anlässlich der internationalen Konferenz "HIV im Dialog" zum vierten Mal die Reminders-Day-Aidsgala statt. Jessica Witte-Winter (Sat1) und Thomas Hermanns (Pro7) führen durch den Abend, an dem die Preisverleihung des Reminders-Day-Awards an Nelson Mandela und Zackie Achmat im Vordergrund stehen wird. Auf der Bühne gibt es Jocelyn B. Smith und Bro'Sis zu sehen, für den musikalischen Rahmen sorgen die Djs Cameron Douglas (Sohn von Michael Douglas) und Divinity. Die Schirmherrschaft für den Reminders Day haben dieses Jahr die Bundesgesundheitsministerin, Ulla Schmidt (SPD), der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), und der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Vladimir V. Kotenev, übernommen.

Im Rahmen der Aktion "Vergessen ist ansteckend" wird alljährlich seit 2001 der ReD-Award innerhalb einer Gala verliehen. Nachdem im vergangenen Jahr im Rahmen des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses die Veranstaltung mit 2000 Gästen auf dem Hamburger Kampnagel gefeiert wurde, zieht man dieses Jahr ins Rote Rathaus nach Berlin. Preisträger im Jahr 2004 wird kein Geringerer als Nelson Mandela sein. Neben ihm wird auch Zackie Achmat stellvertretend für die südafrikanische Treatment Action Campaign (TAC) ausgezeichnet. In 2003 konnte sich noch Wolfgang Joop über die Ehrung für sein Engagement im Kampf gegen HIV und Aids Mitte der achtziger Jahre gerührt zeigen, Preisträgerinnen in den Jahren 2001 und 2002 waren Irina Pabst und Judy Winter. An der diesjährigen Gala werden aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nur 1000 meist geladene Gäste teilhaben.

Ehrung für zwei große Männer

Der Friedensnobelpreisträger und ehemaliger Präsident Südafrikas Nelson Mandela hat sich seit Beginn der Aids-Epidemie für den Kampf gegen eine weitere Ausbreitung engagiert. Bekannteste Aktion aus jüngster Zeit war im November vergangenen Jahres das Benefizkonzert "46664" in Kapstadt mit Künstlern wie Queen, Beyonzé, Bob Geldorf, Peter Gabriel und die anlässlich dieses Konzerts wiedervereinigten Eurythmics. Nelson Mandela war Gastgeber mit einem besonderen Bezug zum Titel der Veranstaltung: "46664" war die Häftlingsnummer, die er 18 Jahre seiner 27-jährigen Haft wegen Hochverrats auf Robben Island vor der Küste Südafrikas trug. 2 Milliarden Menschen konnten das Konzert im Fernsehen verfolgen. Kürzlich noch mahnte Mandela zum Abschluss der Welt-Aids-Konferenz in Bangkok: "Wir wissen, was zu tun ist - was fehlt, ist der Wille dazu". Ob Mandela bei der Preisverleihung persönlich anwesend sein kann, ist noch nicht sicher.

Sein Kommen zugesagt hat bereits Zackie Achmat. Dieser begann bereits in den 70er Jahren in den Townships Kapstadts seinen Kampf gegen die Apartheid. Zwischen 1977 und 1990 landete er fünf Mal im Gefängnis. In den 90ern trat er für die Rechte Schwuler und Lesben ein. Seitdem er 1990 von seiner HIV-Infektion erfuhr, setzt er sich ebenso für andere Betroffene ein. Er zählt zu den Mitbegründern der TAC, die sich seit 1998 zu der größten Nichtregierungsorganisation Afrikas im Kampf gegen HIV und Aids entwickelte. Die TAC will erreichen, dass allen betroffenen Menschen in Afrika kostengünstige Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen, dass die gesundheitliche Versorgung in den Ländern Afrikas verbessert wird und sie unterstützt Präventionskampagnen. Zackie Achmat ist für den Friedensnobelpreis nominiert und im vergangenen Jahr erklärte ihn das "Time Magazine" zu einem der einflussreichsten Persönlichkeiten weltweit. Klaus Wowereit, der Regierende Bürgermeister von Berlin, wird den Preis an Achmat überreichen. (dj/pm)