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Lindsey & Angie am Rande des Transgender-Festivals "Sparkle" in Manchester 2008 (Bild: Sally Payne, flickr, by-nc-nd (mehr Fotos))

Die britische Regierung hat am Donnerstag einen Aktionsplan vorgestellt, mit dem die Lebenssituation von Transgendern verbessert werden soll. Das 20-Seiten-Dokument unter dem Titel "Advancing Transgender Equality" soll das erste seiner Art weltweit sein.

"Wie alle anderen auch haben Transgender-Personen das Recht, akzeptiert zu werden, ihr Leben frei von Schikanen zu leben und frei zu sein, ihre selbstgewählten Ziele zu verwirklichen", sagte Lynne Featherstone, die liberale Staatssekretärin für Gleichstellung im britischen Innenministerium, bei der Vorstellung des Plans. "Heute ist ein wichtiger Schritt, aber wir wissen, das eine Regierung alleine nur wenig bewegen kann. Also werden wir mit Schulen, Firmen und Communities arbeiten, um einen Wandel zu erreichen und Transphobie in die Vergangenheit zu weisen."

Noch immer seien zu viele Transgender Vorurteilen in jedem Abschnitt ihres Lebens ausgesetzt, von Schulhof-Mobbing über Vorstellungsgespräche bin hin zu Gewalttaten. Statistiken zeigten, dass rund 70 Prozent aller Kinder, die sich über ihr Geschlecht unklar sind oder nicht das körperlich angeborene bevorzugen, Opfer von Mobbing werden. 88 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage unter Transgendern gaben an, dass die Ignoranz gegenüber ihren Themen ihre größte Herausforderung im Arbeitsleben sei.

Von der Schule bis zur Rente

"Transgenderpersonen wollen an der Gesellschaft teilhaben und auch ihren Teil zur Gesellschaft und Wirtschaft beitragen", so Featherstone und die britische Innenministerin Theresa May in einem Vorwort. Die Regierung und die Wirtschaft seien daher aufgefordert, dies zu ermöglichen und die Hürden zum Thema zu machen, die dem im Weg stehen.

Der 20-Seiten-Aktionsplan soll dabei mit klaren Vorgaben helfen. So benennt der Bereich Schule fünf Einzelschritte, darunter klare Vorgaben an Lehrer für den Umgang mit Bullying und die Verbesserung von Unterrichtseinheiten zum Thema Transgender; alle mit einem Zieldatum zur Überprüfung vorgesehen.

Im Bereich Arbeit und Soziales erhalten Firmen, aber auch Arbeits-, Finanz- und Rentenämter und Asylberatungsstellen neue Richtlinien zum Umgang mit Transgendern. Ein Schwerpunkt liegt zwangsläufig auch auf dem Gesundheitssektor, in dem Transgender eine konsistente professionelle Unterstützung erhalten sollen. Auch der nationale Aktionsplan gegen Selbstmorde soll überprüft werden. Bis 2013 soll der Umgang mit Transgendern bei der Beantragung und Ausstellung von Pässen überarbeitet werden. Das Interesse von Transgendern, sich politisch zu engagieren, soll gestärkt werden, auch sollen spezielle Projekte besser gefördert werden.

Bis Januar sollen Verbrechen gegen Personen aufgrund ihres Transgenderseins im Rahmen der Hassverbrechengesetzgebung als strafverschärfend bewertet werden. Auch in Europa und weltweit will die Regierung voranschreiten. So soll der Vorsitz im Europarat dazu genutzt werden, die LGBT-Agenda voranzubringen. Der Aktionsplan der britischen Regierung war vorab mit Transgender-Gruppen abgestimmt worden. (nb)



#1 Katrin
  • 09.12.2011, 18:08h
  • Und ich bin nach 14 Jahren London im Jahr 2000 nach Deutschland zurück gekommen, nur um im schönen Bayernheimatland des Papstes mein Dasein zu fristen. Gut das ich nicht noch weiter nach Süden, nach "A" oder noch schlimmer nach "I" abgerutscht bin. Danke für die Gnade Lieber Gott.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Timm JohannesAnonym
  • 10.12.2011, 07:35h
  • Also homopolitisch gesehen hat sich das Vereinigte Königreich sehr in den letzten beiden Jahrzehnten verbessert und das ist sehr erfreulich. Selbst die britische Anglican Church of England und die Anglican Church of Wales haben jetzt die verpartnerten Geistlichen in den Pensionsanprüchen gleichgestellt und dort können verpartnerte anglikanische Geistliche mit ihrem Partner im Pfarrhaus leben und tätig sein. Es sind nunmal keine hierarchischen Kirchen, wie es beim Vatikan der Fall ist, sondern all diese Kirchen sind demokratisch aufgebaut und können daher innerkirchlich verändert werden und das geschieht zunehmend.

    Anglikaner, Lutheraner, Reformierte, Unierte, Quäker und Altkatholiken in westlichen Industriestaaten marschieren da in die gleiche Richtung, während Rom und der Vatikan weiterhin blockieren und die Rechte homosexueller Paare bekämpfen.

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    Dafür gefällt mir der europakritische und ebenso der finanzpolitische, egoistische Kurs in England überhaupt nicht. Britische Regierungen sind mittlerweile Lakaien des Finanzplatzes London, wo seit Jahren britische Börsianer gegen die Stabilität des Euro spekulieren. Mit viel anglo-amerikanischen Börsengeld wird gegen die finanzielle Stabilität des EURO angekämpf und spekuliert. Und ebenso wird dort die Finanztransaltionssteuer in England von der britischen Regierung bekämpft und dabei ist diese zur Bändigung der Spekulationshaie dringend notwendig.

    Daher homopolitisch gefällt mir zwar das heutige England, aber finanz- und europolitisch empfinde ich die britische Regierung als katastrophal.
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