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Wien Immer mehr Amtsinhaber der konservativen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) fordern die Einführung der Homo-Ehe. Nachdem sich Innenminister Ernst Strasser als erstes Regierungsmitglied für eine "zeitgemäße Regelung" für Partnerschaften, "egal ob hetero- oder homosexuell", eingetreten war, springt ihm nun Landwirtschaftsminister Josef Pröll zur Seite: "Es ist nicht Aufgabe des Staates, den Menschen ein individuelles Lebenskonzept aufzuzwingen", so Pröll gegenüber dem Nachrichtenmagazin "News", "daher ist es nur logisch, dass wir uns mit dem Abbau von Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Paare bechäftigen sollten." Auch acht von neun ÖVP-Landesverbänden fordern mehr Rechte für schwul-lesbische Partnerschaften. So sind für den Kärtner Obmann (Vorsitzenden) Josef Martinz eingetragene Partnerschaften nach deutschem Vorbild ein "zeitgemäßer Lösungsansatz". Der Burgenländer Parteichef Franz Steindl meint: "Man darf den Kopf nicht in den Sand stecken und so tun, als gäbe es diese Form des Zusammenlebens nicht." Nur der Vorarlberger Landeshauptmann (Ministerpräsident) lehnt jede Art der Gleichstellung ab, weil Ehe und Familie die "natürlichen Grundlage der menschlichen Gesellschaft" seien. Auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) sieht keinen Handlungsbedarf. Die oppositionelle Sozialdemokratische Partei (SPÖ) fordert die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften, bei denen schwule und lesbische Paare mit Ausnahme des Adoptions- und Sorgerechts heterosexuellen Eheleuten gleichgestellt werden. Die Grünen fordern hingegen einen Zivilpakt (ZIP) nach französischem Vorbild, der sowohl hetero- als auch homosexuellen Paaren offen steht. (dk)