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Das Coming out - für schwule und lesbische Jugendliche ist es die Herausforderung schlechthin während ihrer Pubertät. Viele fragen kommen in den Kopf: Wie sage ich es meinen Eltern? Wie werden meine Freunde reagieren? Muss ich mich eigentlich outen?

Eine filmische Antwort darauf hat der junge Filmemacher Harry Semmler gefunden. In seinem Kurzfilm "Dann kannst du frei sein" thematisiert er die Beziehungen zweier Jungen zueinander. Sie sind in einander verliebt. Aber einer der beiden traut sich nicht so recht zu seinen Gefühlen zu stehen. Er hat Angst vor einem Coming out. "Es geht nicht. Meine Familie - was ist, wenn sie mich dann hassen?", fragt er.

Die Angst ist berechtigt, aber der Film macht Mut, sich trotzdem zu trauen. Das hat auch Harry Semmler getan. Im Alter von 17 Jahren hat er sich geoutet. Für ihn war es die richtige Entscheidung: "Wenn man eine gute Verbindung zu seiner Familie hat, dann sollte man diesen Schritt tun, denn danach ist man wirklich erleichtert. Man kann leben, wie man möchte."



Seine Filmidee hat Harry mit seinem Freund David Lange realisiert. Sie haben sich über die Liebe zum Film kennengelernt und sich prompt ineinander verliebt. Seitdem drehen sie öfters eigene Kurzfilme. Sie sind ein eingespieltes Team. Das zeigte sich auch beim Dreh von "Dann kannst du frei sein". David weiß sofort, welche Einstellung Harry haben möchte und wie sich die Kamera bewegen soll. Sie haben dieselben Bilder im Kopf und wissen wie der Film am Ende aussehen wird. Ohnehin haben sie den gesamten Film von Anfang bis Ende selbst kreiert. Harry hat das Drehbuch geschrieben, später Regie geführt, den Film geschnitten und sogar eine eigene Musik dafür komponiert. Er ist ein junges Multitalent - und das sieht man dem Film auch an.

Hilfestellung für die Realisierung des Films gab es vom Medienprojekt queerblick aus Dortmund. Es hat die Technik gestellt, beim Drehbuch beraten und die Schauspieler organisiert - und zwar die beiden 16 Jahre alten Schüler Ryan Woolston und Christoph Stuhlmann. Sie spielen gemeinsam im Jugendtheater des Schauspiels Dortmund und standen schon für mehrere Stücken auf der Bühne. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 MarcAnonym
  • 11.12.2011, 14:56h
  • Ich würde mir wünschen, dass das "Outing" irgendwann gar kein großes Thema mehr für Jugendliche ist und schwule / lesbische Jugendliche ihren Freund / ihre Freundin irgendwann genauso selbstverständlich den Eltern vorstellen, wie Heteros.

    Solche Filme können dazu beitragen.

    Hoffentlich kommt es irgendwann soweit, dass Homosexualität genauso selbstverständlich ist und kein Thema mehr ist, wie unterschiedliche Haarfarben oder Augenfarben.
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#3 palimpalimAnonym
#4 Carsten ACAnonym
  • 11.12.2011, 16:30h
  • Der Kurzfilm hat 2 wichtige Grundaussagen, die sich jeder merken sollte:

    1. Wenn man sich outet, kann man endlich frei sein!

    2. Wenn man sich versteckt, wird man nie richtig glücklich sein und niemals wissen, was man verpasst!
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#5 feincheckerAnonym
#6 xmasAnonym
  • 11.12.2011, 19:41h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • "Im Fummel sieht er einfach umwerfend schön aus!"

    Nur wenn ein Mann sich als Frau verkleidet kann er also "umwerfend schön" aussehen?
    So eine Aussage in einem schwul- lesbischen Forum ist zum Kotzen.
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#7 teenieAnonym
  • 11.12.2011, 20:12h
  • Antwort auf #3 von palimpalim
  • besonders widerlich auch seine hetze gegen peter plate.

    "toleranz" gegenüber menschenverachtung und gewaltaufrufen?

    NEVER!!!

    da können ard, focus und andere "leitmedien" das noch so oft als "provokant" und mit "zweite-chance"-geheule salonfähig machen wollen.

    „Was ich gemacht habe, habe ich gemacht, und ich werde weder Alben vom Markt nehmen, noch mir vorschreiben lassen, was ich in Zukunft zu singen habe. Ich bin kein Kanarienvogel.“

    für eine gesellschaft, in der niemand mehr ungestraft rassismus, homophobie oder welche form der menschenfeindlichkeit auch immer "singen" oder sonstwie verbreiten darf!
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#8 stromboliProfil
  • 12.12.2011, 00:09hberlin
  • Antwort auf #2 von Marc
  • das nenne ich mal ausblenden von wirklichkeit:
    "...und kein Thema mehr ist, wie unterschiedliche Haarfarben oder Augenfarben..."
    als wäre augen und haarfarbe je das problem gewesen.
    Wenn wir schon konflikte thematisieren wollen, dann auch richtig: unterschiedliche HAUTFARBE!
    Und schon werden wir mitten im alltäglichen ressentiment der gesellschaft angekommen sein!

    Wie sollen wir jemals mit der uns gestellten aufgabe der bewältigung von vorurteilen umgehen, wenn wir uns nicht den wirklichkeiten stellen , sondern um den heißen brei herum reden! kopfschüttel!
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#9 wilmepupsAnonym
  • 13.12.2011, 13:11h
  • man man man jedesmal les ich in den kommentaren immer wieder eine solche selbstzerfleischung unter einander da wird einem ja schlecht bei... der eine oder andere sollte erstmal anfangen die kommentare der mitposter vollständig durch zu lesen und sie dann vielleicht erstmal durch 3 hirnwindungen mehr laufen lassen bevor hier gleich das mimimi losgeht, dann kommt vielleicht auch der aaah kapische effekt und es muss nicht gleich wieder gemeckert werden...

    zu 6.
    warum gehst du die 3. so an niemand hat behauptet nur männer als frauen verkleidet könnten schön sein, aber man darf doch wohl äußern wenn der schweighöfer einem im fummel extrem gut gefällt ... das nenn man auch geschmacksache...

    zu 8.
    im dritten reich zum beispiel war die haar und augenfarbe nicht irrelevant, sondern das ausschlagkriterium für die arische abstammung, also warum den kommentar der 2. so runterputzen... ich finde es eine sehr schöne aussage sich zu wünschen homosexualität hätte den selben stand wie augen oder haarfarbe, nämlich den der geschmacksache und keiner würde nen drama draus machen ob homo oder hete... sondern eher ach ich steh ja mehr auf rothaarige als auf blonde menschen
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#10 stromboliProfil
  • 13.12.2011, 13:41hberlin
  • Antwort auf #9 von wilmepups
  • ich hab ihn nicht runtergeputzt, sondern ihn aufgefordert, die eigentlich relevanten beriffe zu benutzen , nicht missverständliche.
    Nun war in der nazi-rassentheorie zwar eines der vorherrschenden lieblingsmerkmale blond oder blauäugig, aber nicht systemimmanent... sonst hätten sie sich selbst ausrotten müssen, die arier.
    Den unsinn aber hier zu vertiefen, sollten wir uns ersparen...
    lassen wirs bei heutig vorherrschenden "kriterien", und da ist die hautfarbe immer noch vorrangig.. leider!

    Marc's ansatz ist berechtigt aber auch weltfremd!
    Ein schwules coming out wird auch weiterhin ein problematisches bleiben , selbst wenn die äusseren bedingungen sich bessern!
    Das liegt in der kernfrage, welche sexualität bestimmt die gesellschaft, begründet!
    Schaffen wir diese "kernfrage" ab oder ersetzen sie durch ein neues konstrukt, kann zukünftig ein homosexuelles coming out so werden wie er es sich wünscht, als ein thema, dass wie die haar und augenfarbe ein thema der vergangenheit sein wird.
    Solange diese vorherrschaft aber weiter bestehen bleibt, wird schwules coming out eben ein schweres bleiben so wie hautfarbe heute wieder ein hinweis auf eine anders-herkunft geworden ist!
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