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Newt Gingrich gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat im Feld der Repulikaner

Drei Wochen vor dem Start der Vorwahlen in den USA versuchen die republikanischen Kandidaten, mit verbalen Attacken auf Homo-Rechte konservative Stimmen zu sammeln.

Von Dennis Klein

Am 3. Januar 2012 findet im ländlichen Iowa die erste Vorwahl für die republikanische Präsidentschaftskandidatur statt, in den Wochen darauf folgen New Hampshire, South Carolina und Florida. Traditionell positionieren sich die Kandidaten konservativer als in der im November stattfindenden Präsidentschaftswahl, bei der sie Barack Obama ablösen wollen.

Als Favoriten für die Nominierung gelten augenblicklich der frühere Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Newt Gingrich, und der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Beide verweisen darauf, dass sie seit Jahren gegen Homo-Rechte mobil machten. Zwar musste Romney als Gouverneur mitansehen, wie die Ehe für Schwule und Lesben in Massachusetts nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes geöffnet werden musste. Er kämpfte aber bis zum Ende gegen die gleichgeschlechtliche Ehe - indem er sich etwa auf ein längst vergessenes Gesetz aus dem Jahr 1913 berief, dass ursprünglich interrassische Ehen erschweren sollte (queer.de berichtete).

Gingrich hat in seinem Wahlkampf immer wieder darauf hingewiesen, dass er Schwulen und Lesben keine "Sonderrechte" gewähren wolle. Mit Blick auf die Ehe-Öffnung im Bundesstaat New York sagte er etwa auf einer Wahlkampfveranstaltung, dass das Land von "furchtbarer Verwirrung" befallen sei. Der zweifach geschiedene Politiker betont stets "Family values", die von Homosexuellen bedroht werden würden. Dass Gingrichs eigene Halbschwester lesbisch ist, scheint den 68-Jährigen nicht weiter zu stören. Candace Gingrich-Jones spricht sich deshalb öffentlich gegen ihren Bruder aus. In einer Fernsehsendung im Nachrichtensender MSNBC empfahl sie, Barack Obama wiederzuwählen.

Perry klagt: Schwule im Militär, aber kein Gebet in Schulen


Rick Perry will sich als der christlichste Kandidat etablieren - Homo-Rechte sind für ihn unchristlich (Bild: Wiki Commons / Robert Scoble / CC-BY-2.0)

Als besonders homofeindlich hat sich der ehemalige Favorit Rick Perry etabliert. Der Gouverneur von Texas hat nach mehreren misslungenen Auftritten an Popularität verloren, will nun aber mit besonders religiösen und konservativen Themen die ländlichen Primary-Staaten erobern. In einem neuen Wahlkampfvideo kritisiert er deshalb das Ende des Homo-Verbots im US-Militär als unchristlich: "Ich schäme mich nicht dafür zuzugeben, dass ich ein Christ bin", beginnt er den 30-Sekünder. "Aber man muss nicht jeden Sonntag in der Kirche sein, um zu sehen, dass etwas in unserem Land falsch läuft: Schwule können offen im Militär dienen, aber unsere Kinder können nicht offen Weihnachten feiern oder in der Schule beten."

Nur noch Außenseiterchancen werden den anderen Kandidaten eingeräumt - von denen manche selbst unter Konservativen als zu populistisch in der Homo-Frage gelten: Die schrille Tea-Party-Ikone Michele Bachmann hat Homosexualität als "Teil Satans" bezeichnet (queer.de berichtete). Der tiefkatholische Kandidat Rick Satorum weist ohne Unterlass auf den moralischen Verfall hin, den Homosexuelle verursachen würden.

Youtube | Rick Perry beklagt in pittoresker Umgebung die Gefahr durch Homosexuelle

Mitt Romney liegt unter Republikanern derzeit knapp hinter Gingrich auf Rang zwei

Als etwas schrulliger Kandidat ist der Radikalliberale Ron Paul im Rennen - ihm werden je nach Umfrage zehn bis 15 Prozent zugetraut, allerdings gilt es als so gut wie ausgeschlossen, dass sich der Kongressabgeordnete im Feld der Konservativen durchsetzt. In der Homo-Frage ist Paul zwiespältig: So unterstützte er den "Defense of Marriage Act", der die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehe durch Washington verbietet. Später erklärte er in Interviews, dass der Staat sich nicht in private Beziehungen einmischen sollte. Er äußerte aber auch Bedenken, dass bei einer Ehe-Öffnung Homosexuelle ihre Lebensweise anderen "aufdrängen" könnten. In manchen Fragen votierte er jedoch mit den Demokraten für Homo-Rechte: So war er einer der wenigen Republikaner im Repräsentantenhaus, der 2010 für das Ende von "Don't ask, don't tell" im US-Militär stimmte.

Laut Umfragen ist Mitt Romney für Obama der gefährlichste Gegner. Romney gilt als gemäßigt und hat sich in der Vergangenheit als sehr wandlungsfähig erwiesen. Er könnte demnach besser nicht parteigebundene Wähler erreichen als Newt Gingrich, der viel mehr als Hassobjekt taugen würde. Allerdings sind die amerikanischen Wähler traditionell sehr sprunghaft. Die Wiederwahl von Obama dürfte daher besonders abhängen von der wirtschaftlichen Entwicklung und von der Frage, ob es der Präsident schafft, seine enttäuschten Kernwähler von 2008 wieder zu aktivieren.

Youtube | Gingrichs Halbschwester empfiehlt die Wahl Obamas


USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 nebendranAnonym
#2 TadzioScot
  • 12.12.2011, 15:12h
  • Antwort auf #1 von nebendran
  • Angemerkt:

    Wieso darf man eigentlich Stimmung gegen Schwule machen ? Wieso darf man die Worte "Schwul" , "Schwuchtel" etc. eigentlich überhaupt negativ verwenden, wenn man damit andere Diskriminieren will ?

    Wieso dürfen Faschisten Stimmung gegen uns Schwule machen ?

    Wieso dürfen Menschen von anderen Menschen sogar den Tot fordern ?

    Wieso dürfen so Bushidos Texte gegen Schwule produzieren und verkauft werden ? Wieso dürfen Leute diese Platten kaufen ? Wieso ist DAS Legal ?

    Wieso werden Spielfilme mit dieser, ich will es mal so nennen, Anti-Schwulen-Sprachart vertont, damit andere Kids oder auch Erwachsene sie erlernen und dann weiter geben ?

    Überschreiten all diese Dinge nicht die Meinungsfreiheit ? Ich finde die Meinungsfreiheit hört da auf wo Menschenrecht verletzt wird...

    Ich bin zb. absolut dafür, das man Menschen bestraft, die sich an der faschistischen Ausschwitz-Lüge beteiligen und sie bis auf's Messer verteidigen, weil sie ja behaupten, das
    alles hätte es nie gegeben, obwohl es Histosiche Zeugen, Fakten, Beweise, Filmaufnahmen, Fots usw. gibt...

    Aber dann sollte man auch dafür sein, Menschen zu bestrafen die Schwule bloß aufgrund iher Art zu sein Diskriminieren... Denn vieles was über uns gesagt wird, sind ja "nur persöhnliche Meinungen.". So heißt es jedenfalls... Aber das Persöhnlichkeitsrecht, unserer Persöhnlichkeitsrecht wird mit solchen aussagen mit füßen getreten...

    Wieso machen selbst Schwule Stimmung gegen andere Menschen ??? Es gibt ja auch Schwule Nazis (Sind ja der meinung die Deutschen seien eine Überlegene Rasse) und Faschisten (sind der meinung was besseres zu sein als andere) in unseren eigegenen Reihen...

    Es heißt, zumindest bei uns in der BRD "Die Würde des Menschen ist unanstastbar.", aber unsere Würde wird regelmäßig mit Füßen getreten... Und dann gibt es wiederum Schwule die anderen Menschen und deren würde mit Füßen treten, weil sie meinen das z.b Päderasten-Schwule schlechtere Menschen seien... ÜBERALL auf der Welt gibt es gute und schlechte Menschen und zwar Rassen und Sexualitätsübergreifend... Gut und Böse gibt es überall.. Aber das heißt auch, das man nicht alles über einen Kamm scheren darf...

    Aber das machen unheimlich viele Menschen.
    So erklärt sich auf der Anit-Schwule-Wahlkampf..

    Denn dieser richtet sich genau an solche Menschen die Vorurteile und Hass gegenüber andere Menschen haben, bloß aufgrund ihrer Rasse, ihrer Sexualität, weil sie nunmal so sind wie sie sind und das bloß weil die Natur es nunmal so eingerichtet hat, das es verschiedene Menschen gibt... Vielfalft... Vielfalt ist doch positiv... Wüßte nicht was dagegen spricht...

    Also wieso ist sowas alles möglich, wie ich es eben beschrieben habe ?

    Nun, irgendwo ist mir schon klar warum, aber trotzdem stellen sich mir diese Fragen...

    Und warum ? Weil das alles so ist wie es ist.

    DARUM bin ich immer wieder am kritisieren, nörgeln und meckern, denn ich lasse unrecht nicht gerne einfach zu...

    Verhindern kann ich's eh nicht, aber was dagegen sagen... Vielleicht erreiche ich ja denn einen oder anderen mit meinen Worten...

    So schließe ich meinen Kommentar mit einem Kommentar von Kurt Tucholsky :
    "Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!"

    PS:

    Kleine Frage am rande : Menschen in Kategorien einzuteilen finde ich irgendwie auch immer grußelig und verdächtig... Wir sind doch ALLES Menschen... Wieso überhaupt unterscheidungen nach Rasse und Sexualität ? Nun zugegeben das ist 'ne andere frage...
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#3 anonymusAnonym
  • 12.12.2011, 15:41h
  • ... und regelmässig holt man einen von ihnen früher oder später aus einer Klappe, erwischt sie mit irgendwelchen Callboys, oder man entdeckt sie beim Koksen oder schlimmeres.
    Man muß sich nur die unnatürlich sauberen, geleckten Gesichter angucken, dieser falsche Perfektionismus.
    Die Lüge steht denen doch dreifach im Gesicht geschrieben.
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#4 imperial-watchAnonym
#5 t5v4z5z4Anonym
  • 12.12.2011, 16:31h
  • Antwort auf #2 von TadzioScot
  • Alle Feind-Völker waren sexuell pervers. Mindestens!

    Einige Stereotype wurden bereits in der Antike zur Legitimierung imperialistischer Aggressionen gegenüber 'minderwertigen' Völkern benutzt. Antike Elemente des Proto-Rassismus seien ferner zu grundlegenden Bausteinen des modernen Rassismus geworden. Sie seien über Autoren des 18. Jahrhunderts den Begründern der modernen rassistischen Ideologie übermittelt worden. Isaac dokumentiert Einflüsse antiker Lehren über die Ausformung überlegener und unterlegener Völker auf prominente Denker des 18.-20. Jahrhunderts mit zahlreichen Zitaten. Daher ist diese gelehrte altertumskundliche Studie auch für Neuhistoriker eine empfehlenswerte Lektüre.

    Proto-rassistische Auffassungen findet Isaac unter griechischen und römischen Autoren in der Theorie, dass "characteristics acquired through environmental influences become stable and are inherited" (108-109, auch 74-82), im Mythos von der Autochthonie und der Hochschätzung der reinen Abstammung (109-124), in der antiken Physiognomie und Charaktertypenlehre (149-163) oder in Thesen von einer Degeneration bestimmter Völker als Folge ihrer Migration und Vermischung untereinander. Auch in der metaphorischen Herabsetzung von Fremden, Barbaren und Minderheiten zu Tieren oder Geschöpfen zwischen Menschen und Tieren sieht Isaac zu Recht ein Element des antiken Proto-Rassismus (194-207). Xenophobie und Ängste vor schädlichen Einflüssen ausländischer Minderheiten führten zur Verhärtung von Vorurteilen und zu Gewalt gegen Fremde in der römischen Welt (225-247). Kontakte mit anderen Völkern auf verschiedenen Ebenen wurden äußerst ambivalent bewertet (239-247).

    www.sehepunkte.de/2005/05/7431.html

    Der kannte sich auch aus mit der römischen Rhetorik gegen Karthago.

    de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Vogt#Werk
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#6 SpätOuterAnonym
  • 12.12.2011, 16:41h
  • Antwort auf #3 von anonymus
  • "... und regelmässig holt man einen von ihnen früher oder später aus einer Klappe, erwischt sie mit irgendwelchen Callboys, oder man entdeckt sie beim Koksen oder schlimmeres. Man muß sich nur die unnatürlich sauberen, geleckten Gesichter angucken, dieser falsche Perfektionismus. Die Lüge steht denen doch dreifach im Gesicht geschrieben."

    Das sind halt alles ganz gewöhnliche Menschen wie Du und ich... Denn auch diesee Herrn (und natürlich auch Frauen) Politiker Scheißen, Fressen und F*cken... Unter ihrer Luxus bzw. Markenkleidung sind auch diese Menschen nur nackte Wesen...

    Wie gesagt Menschen wie Du und ich...
    Lediglich der Inhalt des Geldbeutels unterscheidet uns von denenen und
    anderen Menschen...

    Der Wert eines Menschens wird nämlich nicht nach der Leistung oder dessen Charackter gemeßen, sondern an dem Wert des Inhaltes deines Geldbeutels... Schau in deinen Geldbeutel, dann weißt du wer du bist... Arm oder Reich... Die Armen sind halt arm weil die Reichen reich sind... Reichtum setzt Armut vorraus... In einer Welt, einer Gesselschaft in der es nur wenige Gewinner gibt muss es zwangsläufig viele viele Verlierer geben...

    Die perfekte Ausbeutung des Menschen durch den Menschen... Und der Schwulendiskriminierende Wahlkampf von den netten Faschisten in dieser unserer Welt, ist letzendlich auch nur so möglich wie er möglich ist, wegen dem schnöden Mammon, dem Geld...

    That's Life (Das ist das Leben)!

    Als wenn man Geld mit in den
    Tot mitnehmen könnte...

    Eine wesentliche ausage eines alten Indianischen Lied namens "Rauchzeichen"
    brinkt meinen Kommentar auf den Punkt :

    "Werdet ihr erst dann einsehe'n,
    daß ihr euer schönes Geld
    auf der Bank nicht essen könnt,
    welch Menge ihr auch nennt!..."
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#7 SpätOuterAnonym
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.12.2011, 18:29h
  • Wie längst bekannt ist, bestehen die Republikaner seit dem Auftreten von Michele Bachmann nun zur Partei der "Intelligenzlegastheniker", denn so viele Peinlichkeiten hat sich in diesem Jahr noch keine Partei (die FDP mit eingeschlossen) geleistet!
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#9 marktgeschehenAnonym
#10 SebiAnonym
  • 12.12.2011, 19:15h
  • Bei den Amis wundert einen doch gar nichts mehr...

    Die sind von ihrer Popcorn-"Kultur" dermaßen verblödet und gleichgeschaltet, dass die ohne ihr Geld und ihre militärische Macht ein Entwicklungsland wären, das niemanden auf der Welt interessieren würde.
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