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Ein 24-jähriger Mann hat den Mord an einem 71-Jährigen im schwäbischen Großaitingen gestanden. Er habe den Rentner getötet, nachdem dieser ihn zum Sex aufgefordert hatte.

Der Angeklagte erklärte am Montag Medienberichten zufolge vor dem Landgericht Augsburg, dass er eine mehrmonatige sexuelle Beziehung mit dem Rentner gehabt und dafür Geld erhalten habe. Anfang März 2011 habe er dann seinen älteren Partner mitgeteilt, dass er den sexuellen Kontakt beenden wollte. Als die Beiden in der Wohnküche des Rentners gemeinsam eine große Menge Alkohol konsumierten, sei der 71-Jährige jedoch wieder zudringlich geworden, behauptet der Angeklagte. Als er ablehnte, Sex zu haben, habe der Rentner ihn gepackt und versucht, ihn zu verprügeln.

Mit Gasflasche auf das Opfer eingeschlagen

Daraufhin sei er wütend geworden, sagte der Angeklagte, und habe mit einer sechs Kilo schweren Gasflasche und einem Stuhl auf sein Opfer eingeschlagen. Später trat er den am Boden liegenden Mann mit seinen Arbeitsschuhen, an denen Stahlkappen befestigt waren. Laut Obduktionsbericht starb der 71-Jährige an "massiver Gewalteinwirkung" auf Kopf und Oberkörper. So habe er mehrere Schädelbasisbrüche erlitten.

Der Rentner wurde einen Tag nach dem Mord von einem Angehörigen in seiner Wohnung aufgefunden. Der Täter hatte die Wohnung verwüstet. Vor Gericht sagte er aus, dass er die Leiche unter umgeworfenen Möbeln und Müll verstecken wollte. Außerdem habe er Geld gesucht. So klaute er auch die Bankkarte des Opfers und hob nach der Tötung 1.000 Euro ab. Weil er bereits zuvor Geld für den Rentner abgehoben hatte, kannte er die Geheimzahl.

Vor Gericht bedauerte der Angeklagte seine Tat: "Ich möchte sagen, dass es mir Leid tut und dass ich bereue, was ich getan habe", erklärte er nach dpa-Angaben. Als Grund für die Tat sagte er, dass er "wütend" auf den älteren Mann gewesen sei.

Insgesamt sind drei Verhandlungstage für das Verfahren angesetzt. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 teenieAnonym
  • 12.12.2011, 19:19h
  • tja hätte der alte seine griffel bei sich gehalten würde er noch leben.
    der junge kommt hoffentlich lange in den knast
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#3 alexander
#4 üäpöolikujzhtgrfAnonym
  • 12.12.2011, 21:27h
  • Hm, das sieht ziemlich nach einer Tat mit Planung aus. Allein die Ausführung der Tat lässt auf niedere Beweggründe schliessen. Somit ist eine mögliche Entlassung nach 15 Jahren auszuschließen. Und, Alkohol ist und bleibt Droge nummer eins in Deutschland
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#5 DadoMucAnonym
  • 13.12.2011, 08:02h

  • @üäpöolikujzhtgrf
    Wo bitte siehst du hier einen geplanten Mord?

    Wenn der Bericht stimmt sieht der fall für mich eher nach einer Affekttat unter Alkohol aus.
    Was es nicht weniger schlimm macht.
    Aber deine Anmaßung und Vorverurteilung ist schon sehr schäbig.

    Der junge tut mir auch irgendwo leid.
    Mich würde es nicht wundern wenn er den typischen Fall inne hat. Outing-rausschmiss-körperverkauf an alte Lustmolche.
    Auch dies entschuldigt die Tat nicht.

    Trotzallen sollte seine Vorgeschichte so oder so âhnlich sein hab ich Mitleid mit ihm weil er auch ein Opfer der Gesellschaft ist.

    Für seine Tat muss er aber büßen.
    Da es sich Haber um ein Homofal handelt wird die Justiz gnadenlos sein.

    MfG
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#6 saltgay
  • 13.12.2011, 22:54h
  • Es ist leider einer verheerende Entwicklung in der öffentlichen Beurteilung der Rechtsprechung eingerissen. Gerichtet wird nicht über einen Tatbestand, sondern nach medialer Gefühlslage. Das hat mit einem Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Sondern hier gibt es ein Volksempfinden. Da aber unsere Gesellschaft in viele säuberlich voneinander getrennte Grüppchen zerfallen ist, wird dann nach Gruppenmeinung "Recht" gesprochen.

    Der Tatbestand, so wie er hier berichtet wurde sagt folgendes aus: Nach einer sexuellen Belästigung, der aber einvernehmliche sexuelle Handlungen voraus gegangen sind, wird der Belästiger im Streit getötet. Die Tötungshandlung erstreckt sich auf mindestens zwei Vorgänge. Zunächst wird mit einem harten Gegenstand, der schwerste bis tödliche Verletzungen hervorrufen kann zugeschlagen, danach wird der Wehrlose getreten, wobei auch hier schwerste Körperverletzung billigend in Kauf genommen wird.

    Der Alkoholkonsum ist dabei unerheblich, da eine strafbefreiende Wirkung durch übermäßigen Alkoholkonsum nicht mehr gültig ist. Lediglich strafmildernd kann der Alkoholkonsum bei der Urteilsbemessung berücksichtigt werden. Es bleibt am Ende nur zu entscheiden, welche tatsächlichen Motive der Tötungshandlung zugrunde lagen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass dem Opfer die Scheckkarte weggenommen wurde und nachträglich damit noch 1000 Euro vom Bankkonto abgehoben wurden. Damit lässt sich wohl schwer eine Affekthandlung begründen. Aus den vorliegenden Informationen ist es jedenfalls nicht möglich die Bewertung der Straftat objektiv vorzunehmen.

    Ganz sicher ist aber nicht folgende Verurteilung anzunehmen, was sich in einigen Kommentaren bemerkbar macht: "Der Alte ist doch selber schuld, wozu grabbelt der auch Jungen an. Diese Jungen sind ja gezwungen sich wegen gesellschaftlicher Repressionen und ihrer sozialen Lage an Lustgreise zu verkaufen. Der bedauerliche Tod des Alten ist gewissermaßen ein Kollateralschaden."
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#7 MichaelTh