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Warnung vor Schwulen und Lesben

Ghana: Schulfach Heterosexualität


Schulklasse in Ghana (Bild: Mmante/PD)

Das Bildungsministerium in Ghana will in Schulen ausdrücklich vor den "negativen Konsequenzen" von Homosexualität warnen und damit die Zahl von Schwulen und Lesben reduzieren.

Daher seien Lehrer geschult worden, im Unterricht die Gefahren von Homosexualität zu benennen, erklärte Ministeriumssprecher Paul Krampah gegenüber der Zeitung "Accra Mail". Als Beispiel nannte er sexuell übertragbare Krankheiten, die besonders von der sexuellen Minderheit verbreitet werden würden. "Wir sind sehr optimistisch, dass sich die Dinge ändern und Homosexualität in diesem Land eine Sache der Vergangenheit wird", so Krampah.

Homosexualität gilt jedoch in Ghana weitgehend als tabu, Schwule und Lesben leben meist versteckt. Es gibt nach wie vor Gesetze gegen gleichgeschlechtlichen Sex. Die Behörden verbieten jedoch auch Treffen von Homo-Gruppen (queer.de berichtete). Regierungsvertreter machen wiederholt Stimmung gegen Schwule und Lesben: Im Juli hat ein Minister dazu aufgerufen, alle Schwulen und Lesben zu verhaften (queer.de berichtete). Im Oktober erklärte Präsident John Atta Mills, dass er unter keinen Umständen Homosexualität in Ghana legalisieren würde.

Behörden haben bereits wiederholt auf die angeblichen Gefahren für Schüler durch Homosexualität hingewiesen. So erklärte der Vizechef der Schulbehörde unlängst, dass gleichgeschlechtliche Gelüste vor allem in Jungen- bzw. Mädchenschulen auftrete und daher Mischschulen das "Problem" bekämpfen könnten. Kommentatoren werfen Homosexuellen vor, Schüler wie Terroristen anzuwerben - so wird vor "schwulen und lesbischen Zellen" in der Oberstufe gewarnt.

Lehrer sollen nun nach Ansicht des Bildungsministeriums insbesondere die HIV-Ansteckung bei gleichgeschlechtlichem Sex hervorheben. Allerdings ist nach Angaben von USAID dieser Übertragungsweg zu vernachlässigen: 80 Prozent der Ansteckungen in Ghana seien auf heterosexuellen Geschlechtsverkehr zurückzuführen, weitere 15 Prozent auf Mutter-zu-Kind-Übertragung. (dk)



#1 Geert
  • 14.12.2011, 10:16h
  • Wenn die Regierung eines Landes wie Ghana solche Maßnahmen ergreift, dann doch nicht, weil dort alle "homophob" sind oder dumm, sondern weil man sich die Regierung um die Gesundheit der Bevölkerung sorgt. Es ist eine Tatsache, die man nicht wegdiskutieren kann, dass durch das promiske Sexualleben der (meisten) Schwule Geschlechtskranheiten aller Art übertragen werden. In Berlin oder Köln hat "man" seine Siff, geht zum Arzt und das war es. In Ländern wie Ghana fehlt den Menschen das Geld dazu. Deshalb ist Vorsorge dort das Wichtigste!
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#2 HinnerkAnonym
  • 14.12.2011, 10:37h
  • Na toll...

    Wir bauen in Afrika Schulen auf, damit dort Bildung vermittelt wird und sich dann endlich Dinge ändern können.

    Und stattdessen werden die Schulen missbraucht, um dort Hass und Faschismus zu lehren...

    Nicht nur, dass sich so nie etwas an deren Lage ändern wird. Sondern es wird sogar noch schlimmer gemacht und wir tragen dazu bei.

    Solche Länder müssen sofort Sanktionen zu spüren bekommen. Es zeigt sich ja immer wieder, dass sich nur mit Druck etwas positiv verändert und dass gute Worte und Argumente gar nichts bewirken.
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#3 HinnerkAnonym
  • 14.12.2011, 10:44h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Dass Du ein Forentroll bist, der mangels Beachtung im realen Leben in Foren rumprollen muss, um sich gut zu fühlen, ist uns allen nach Deinen diversen Beiträgen längst klar.

    Aber eh jemand, der Deine Beiträge nicht verfolgt, noch darauf reinfällt, muss man das doch klarstellen:

    1.
    Mit Verboten ändert man gar nichts. Sexualität ist ein Grundbedürfnis wie Essen, Trinken und Schlafen. Das zu verbieten, verhindert das nicht. Es sorgt nur dafür, dass die Leute in die Illegalität getrieben werden, was die Gefahr sogar steigen lässt. Oder dass Leute für Liebe ins Gefängsnis kommen.

    2.
    Gerade in Afrika sind die Infektionszahlen bei sexuelle übertragbaren Krankheiten bei Heteros prozentual noch deutlich höher als unter Schwulen. Dann müsste man nach Deiner Logik als erstes Heterosexualität verbieten. Zumal kranke Heteros dann oft Waisen hinterlassen (um die sich niemand kümmert), was bei Schwulen nicht der Fall ist.

    3.
    Würde es denen wirklich um Gesundheit gehen, sollten sie an den Schulen statt Hass und Dummheit zu verbreiten lieber mal Aufklärungsunterricht machen und Kondome verteilen.

    Fazit:
    Dein Beitrag ist dumm sowie sachlich und logisch falsch.
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#4 praxisgebührAnonym
  • 14.12.2011, 11:30h
  • "Ist Accra also ein politischer Leuchtturm für den ganzen Kontinent?
    Der ghanaische Rechtswissenschaftler Kojo Asante vom Centre for Democratic Development stimmt Obama einerseits zu. Andererseits warnt er davor, die demokratischen Fortschritte des Landes als Allheilmittel zu betrachten. "Wir sind immer noch arm", sagt er, "und wir müssen unsere ganze Ökonomie umbauen, wenn wir das Elend überwinden wollen."

    Zwar habe Ghana die Armut in fünfzehn Jahren von 52 Prozent auf 28 Prozent reduziert - ein beachtlicher Erfolg. Aber die Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher bleibe dennoch ein drängendes Problem. Asante sagt, dass sein Land die Landwirtschaft weiter ausbauen müsse, aber auch dringend neue Wirtschaftszweige brauche, um zu bestehen."

    www.sueddeutsche.de/politik/us-praesident-obama-in-ghana-bes
    uch-von-bruder-barack-1.112899


    "Die meisten Ghanaer leben in Großfamilien, die einerseits Unterstützung für Verwandte bereithalten und bei Problemen helfen, andererseits müssen viele Angehörige bis zur Hälfte ihres Lohnes an die Familie abgeben. Diese Strukturen weichen allerdings in den Städten immer mehr auf, so dass dort manche Kinder nicht mehr von ihren Eltern versorgt werden." (wiki/ghana)

    www.queer.de/detail.php?article_id=14685

    "Es gibt eine ausgeprägte Wanderungsbewegung vom Land in die Städte. Dort besteht allerdings eine immer höher werdende Arbeitslosigkeit gerade unter jungen Menschen. Vor allem junge Männer wandern daher ins Ausland ab, mit dem Ziel, in Europa oder Nordamerika Arbeit zu finden. Einige Familien sammeln Geld, um einen jungen Familienangehörigen ins Ausland schicken zu können, damit dieser von dort die Großfamilie unterstützen kann." (wiki/ghana)

    www.queer.de/abstimmen_ergebnis.php?wahl=415

    www.queer.de/detail.php?article_id=6141

    "Das Öl, das Ghana künftig fördern soll, dürfte die Staatskassen füllen, aber darin liegt auch ein Risiko, das anderen afrikanischen Staaten zum Verhängnis wurde. Denn es ist schwer, die Ölmilliarden sauber zu verwalten und Diebstahl zu verhindern. Zudem zieht das Ölgeschäft mit seinen Milliardeneinkünften so viel Aufmerksamkeit auf sich, dass ein Staat leicht alle anderen Wirtschaftszweige aus dem Auge verliert. Das macht Asante Sorgen - trotz der Chancen, die das Öl für Ghana eröffnet.

    Nigeria ist ein Beispiel dafür, wie tief ein Land in Korruption und Missmanagement versinken kann, wenn sich seine Führung über Jahrzehnte an den Ressourcen bereichert. Obama umgeht nun Nigeria bei seinem ersten Afrika-Besuch, weil er ein Zeichen für den Wandel setzen will. Dennoch ist offenkundig, dass die USA auf einen Staat wie Nigeria schwerlich verzichten können, wenn sie ihren Bedarf an Öl decken wollen. Schon jetzt kommen 15 Prozent der US-Importe aus Westafrika, in wenigen Jahren wollen die Amerikaner ein Viertel ihres Öls aus dieser Region beziehen."

    www.sueddeutsche.de/politik/us-praesident-obama-in-ghana-bes
    uch-von-bruder-barack-1.112899


    Neben den typischen medizinischen Anforderungen afrikanischer Zonen südlich der Sahara sieht sich Ghana zusätzlich mit dem Problem tropischer Krankheiten konfrontiert. Die häufigsten Erkrankungen sind Malaria (die zu den häufigsten Todesursachen zählt), Cholera, Typhus, Tuberkulose aber auch Gelbfieber und Hepatitis A und B. Ein weiteres Problem ist der Fadenförmige Guineawurm, der sich über verunreinigtes Trinkwasser überträgt.

    "Insgesamt bestehen die ausschlaggebenden Faktoren der gesundheitlichen Unterversorgung neben hygienisch oft nur unzureichenden Bedingungen und mangelhafter Ernährung vor allem in dem Mangel an medizinischer Ausstattung sowie an Ärzten und qualifizierten Fachkräften. Hoch ist die Zahl derer unter ihnen, die sich angesichts der Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten für ein Abwandern in die Hauptstadt Accra oder Industriestaaten entscheiden („Brain-Drain“)."

    www.gesichter-afrikas.de/gesundheit-in-afrika/gesundheit-in-
    ghana.html
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#5 estefanoAnonym
#6 kinoAnonym
  • 14.12.2011, 12:56h
  • Niebel entwässern

    www.youtube.com/watch?v=BCHhwxvQqxg

    www.charitywater.org/

    -------------------------------------------------------------

    "Entwicklungsländern" nehmen Kredite bei internationalen Kapitalgebern auf und reichen sie, gesplittet in Mikrokredite, an Verarmte weiter - in der Regel zu horrenden Zinssätzen, die in der Vergangenheit bis zu 38 Prozent betrugen. Mikrokredite gelten inzwischen auch als ein effizientes und innovatives Instrument der sogenannten Entwicklungshilfe, das den Armen den Aufstieg zum Kleinunternehmer ermögliche. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) preist sie als ein "wirksames und kostengünstiges Mittel der Armutsbekämpfung" sowie als "urliberales Instrument der Hilfe zur Selbsthilfe".[1]"

    Warum preist Niebel?

    " Wirtschaftswissenschaftler üben scharfe Kritik an der auch von Berlin unterstützten Vergabe sogenannter Mikrokredite an die Armutsbevölkerung in Ländern der "Dritten Welt". Die Darlehen, die offiziell dazu dienen sollen, verarmten Bevölkerungsteilen beim Aufbau einer eigenständigen Existenzgrundlage zu helfen, trieben einen Großteil ihrer Empfänger nur noch weiter in die Verelendung, bestätigt ein Ökonom aus Bangladesch. "

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58223?PHPSESSID=5a
    kf0onl78cbt8a8qt5jeu0o96
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#7 ProjektionenAnonym
  • 14.12.2011, 13:44h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Ein wirklich ausgesprochen dummer Kommentar. Ist das eigentlich noch schwuler Selbsthass, Identifikation mit dem Aggressor oder schon Stockholm-Syndrom? Mit einer realistischen Perspektive hat dein Kommentar jedenfalls nichts zu tun. Hinnerks Antwort ist da eigentlich nichts hizuzufügen.
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#8 kdd0Anonym
  • 14.12.2011, 13:52h
  • Antwort auf #2 von Hinnerk
  • nach meinem wissen, macht man sich im fall iran angeblich die mühe u.a. die konten jener zu treffen, die man für die ökonomisch herrschenden hält.

    diese zu finden, dürfte in afrika ungleich leichter sein.
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#9 userer
  • 14.12.2011, 14:03h
  • Wikipedia weiß: "In Ghana gehören circa 20 % der Bevölkerung protestantischen Kirchen (Presbyterianer, Pfingstler, Methodisten, Baptisten, Siebten Tag Adventisten, charismatische Bewegungen) an, weitere 10 % der katholischen Kirche. Ungefähr 30 % werden dem Islam zugerechnet und etwa 40 % gehören Naturreligionen ... der Ramadan, der islamische Fastenmonat, wird im ganzen Land praktiziert."

    Ergo: Bekämpft Religionen und ihr bekämpft Dummheit und Ausgrenzung.
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#10 seb1983
  • 14.12.2011, 15:07h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Das ist falsch.
    In den Industrieländern sind der Hauptübertragungsweg tatsächlich Schwule. Wenn man dann noch Drogenabhängige dazuzählt bleiben für heterosexuelle Übertragung kaum noch Prozente übrig. Insgesamt sind die Übertragungszahlen aber gering. Selbst in Berlin oder Köln erreicht die Zahl der positiven Schwulen nach Schätzungen nur wenige Prozent.

    In Afrika haben wir das genaue Gegenteil. Homosexuelle Übertragung spielt nur eine verschwindend geringe Rolle. Dafür sind Millionen Heteros infiziert und geben den Virus ohne Wissen über HIV weiter, können sich keine Verhütung leisten, Frauen werden vergewaltigt oder haben ohnehin keine Rechte, tausende Kinder werden bei der Geburt infiziert.

    Ein solcher "Aufklärungsunterricht" dient einzig dazu Hass zu schüren und von Problemen abzulenken.
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