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Matthias Schweighöfer bei der Po-Premiere in der Essener Lichtburg (Bild: Dietrich Dettmann)

Matthias Schweighöfer als Drag im Film "Rubbeldiekatz". Im Interview mit queer.de verrät er u.a., dass er Knutschen mit einem Mann geil fand und seine Hoden gedoubelt wurden.

Von Dietrich Dettmann

Die neue Detlev-Buck-Produktion "Rubbeldiekatz" feierte am 12. Dezember in Essen seine Filmpremiere in Anwesenheit von Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer, der einen Darsteller mimt, der seine Rollen nur als Frau bekommt. In der irrwitzigen Komödie, in der unter anderem ein Nazi-Drama verfilmt wird, wird aus Alex Alexandra - und zunächst scheint alles gut zu gehen. Doch dann muss er sich ausziehen... Im Gespräch mit queer.de verriet Matthias Schweighöfer alles über seine Eskapaden als Frauendarsteller.

Matthias, hast du jemals zuvor in Frauenkleidern gesteckt?

Nein, das war eine neue Erfahrung für mich, und ich bin erst mal froh, dass es vorbei ist, wenn ich ehrlich bin.

Bei wem bist du denn in die Lehre gegangen? Wo hast du Laufen auf High Heels gelernt?

Das war ein Mitarbeiter von Guido Maria Kretzschmer, unser Designer und Kostümbildner in unserem neuen Film. Der hat mir das Laufen beigebracht in diesen Scheißdingern...

Wie hast du dich vorbereitet für die Frauenrolle? Du hast dir ja sicher "Tootsie" und "Miss Doubtfire" angesehen?

Bei mir ging es darum, dass die Frau echt sexy wirkt und natürlich. Und so gut wie möglich echt wirkt. Bei "Tootsie" und "Miss Doubtfire" waren das ja eher alte Schrapnellen, ältere Damen. Deshalb haben wir die Rolle eher so angelegt, dass es so eine aus dem Volk ist, ein Glamourgirl mit Sexappeal.


Spieglein an der Wand, wer ist die schönste Schweighöferin im Land? (Bild: Universal Pictures)

Hast du Geschmack an der Sache bekommen?

Na ja, für die Sache fand ich es super, aber für mich privat wäre das nichts. Das wäre mir zu anstrengend und zu zeitaufwändig.

Was war denn am Schwierigensten hinzubekommen in einem Frauenkleid?

Pullern, also Pinkeln - für alle Nicht-Berliner. Das war echt die schwierigste Sache, weil ich immer so viele Stützhosen anhatte, die den Arsch aufpumpen sollten. Deshalb habe ich beim Dreh auch nie viel Wasser getrunken. Also das Ding und alles Weitere darüber anzuhaben, war eine Tortur, aber es hat einen geilen Arsch gemacht.

Du hast spätestens jetzt eine Menge schwule Fans, findest du das gut?

Das freut mich sehr, das ist doch wunderbar. Es ist doch schön, wenn man Männern und Frauen gefällt, oder nicht?

Werden wir dich denn noch öfter in Frauenkleidern sehen, ist eine Fortsetzung geplant?

Erst mal sehen, wieviele Zuschauer der Film bekommt, bisher ist noch nichts geplant.


Doppelte Herausforderung: In "Rubbeldiekatz" muss Schweighöfer als Frau Adolf Hitler knutschen (Bild: Universal Pictures)

Wie war das denn beim Drehen, als dir Max Giermann, der ja die Rolle von Adolf Hitler gespielt hat, einen fetten Zungenkuss gegeben hat?

Ja, das war schon heftig, der Max hat das sehr ernst genommen und er hat mir in der Szene halt irgendwann die Zunge da reingehauen. Ich dachte erst "Oh meine Güte", aber irgendwie war es auch geil.

Der Kostümwechsel ist ja eine heikle Sache für einen Mann, der unerkannt bleiben will und in Frauenkleidern steckt - so geht im Film natürlich einiges schief. Einmal hängt aus deiner Gummihose sogar ein Hoden heraus. War der echt?

Nein, es gab ein Hoden-Double, und der arme Junge tat mir so leid. An dem Drehtag stand der da so steif rum und der linke Sack hing raus, das war wirklich der Wahnsinn.

Wie fühlt man sich, wenn man auch sexuelle Reize bei Männern hervorruft?

Darüber hab ich mir ehrlicherweise noch nie Gedanken gemacht. Ist aber auch nett, wenn man wüsste: Okay, so als Frau könnte ich es auch mal versuchen. Das ist auch ein Kompliment, wenn man als Mann, der sich als Frau verkleidet, auch mal eine Telefonnummer von einem Hetero-Mann bekommt.

Die Komödie "Rubbeldiekatz" startet am 15. Dezember 2011 bundesweit in den Kinos. Am Donnerstag folgt auf queer.de eine ausführliche Filmbesprechung mit Galerie.

Youtube | Rubbeldiekatz - Offizieller Trailer


#1 JD81Anonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.12.2011, 15:52h
  • O-Ton Schweighöfer: "Der Zungenkuss mit einem Mann war geil"

    Darum kann ich davon auch nie genug bekommen (vom Zungenkuß versteht sich)!
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#3 durchschautAnonym
  • 14.12.2011, 15:53h
  • Antwort auf #1 von JD81
  • hast du dasselbe interview gelesen wie ich?

    verklemmter und stärker in heterosexistischen denkschubladen gefangen geht wohl kaum.

    vielleicht lags auch an den ebenso gestrickten fragen.
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#4 AndiAnonym
  • 14.12.2011, 16:01h
  • Antwort auf #3 von durchschaut
  • Ich hätte es jetzt nicht so radikal ausgedrückt, aber ich denke ebenso.
    Das Interview wirkt nicht so, als wäre es für eine Internetplattform für die Homo-Szene.

    Trotzdem werde ich mir den Film ansehen, denke ich.
    Der Trailer wirkt lustig ;-)
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#5 senjeiAnonym
  • 14.12.2011, 17:27h
  • "Du hast spätestens jetzt eine Menge schwule Fans, findest du das gut?"

    Das mit dem "spätestens jetzt" ist Quatsch.
    Ich kenne auch viele Schwule die ihn toll finden, aber das taten die schon vorher und nicht nur weil er jetzt in eine Frauengestalt schlüpfte.
    Schwule wollen ihn logischerweise als Matthias und nicht als weibliche Person.
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#6 FDP-ChristianAnonym
  • 14.12.2011, 17:31h
  • Jetzt ist der arme Herr Schweighöfer also auch schon ein Teil der Maschinerie "Heteronormativität"?

    Es ist bedenklich, dass hier jegliches heterosexuelle Verhalten immer gleich als Sexismus bezeichnet wird.
    Manchmal denke ich, einige hier führen einen regelrechten Krieg gegen die Heterosexualität...

    Also für den Film gesprochen: Ich werd ihn mir ansehen und fand das Interview recht lustig bzw. NICHT verklemmt.
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#7 JohnAnonym
  • 14.12.2011, 17:56h
  • Völlig überbewerteter Schauspieler, der sich durch jede Rolle hechelt, und bei seiner Rollenauswahl das Niveau Til Schweigers unterwandert.
    Ohne seine Theater-Eltern wär der bestimmt bei Starbucks oder so;-)

    Sei nicht sauer, verdienst mehr Geld als ich..
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#8 PaypalAnonym
  • 14.12.2011, 19:39h

  • Was ist der Spack doch für ein Heuchler. Ich kann mich noch gut erinnern, dass sich der Sonnyboy vor einiger Zeit eher abwertend über Schwule geäußert hat. Da hat er den roten Baron geschauspielert und hier bei queer gab es einen Artikel dazu.

    Der ist eh viel zu gehyped im Moment. Der ist im Endeffekt genau so verpeilt und bescheiden wie Til Schweiger.
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#9 alexMucEhemaliges Profil
  • 14.12.2011, 19:51h
  • Das Beste am Film ist, daß Detlev Buck auch wieder mal mitspielt. NVA Und Sonnenallee waren der Brüller. Die anderen Schauspieler kenne ich nicht.
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#10 alexMucEhemaliges Profil