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St. Petersburg/Clearwater

Einige der schönsten Strände der Welt


Sonnenuntergang am Clearwater Beach (Bild: dgroup / flickr / by 2.0)

Für Deutsche ist Florida das Überwinterungsparadies Nummer eins - die schönsten Strände liegen in der Region St.Petersburg/Clearwater. Und auch das schwule Leben dort bebt.

Von Dennis Klein

Hierzulande kennt kaum jemand den Namen Pinellas County - dabei gibt es im dem kleinen Bezirk, der sich auf einer Halbinsel im Golf von Mexiko befindet, kilometerlange weiße Traumstrände, die immer wieder Auszeichnungen von Reisemagazinen einheimsen. Lange, heiße Sonnentage - sogar im Winter - und die Laissez-faire-Einstellung der Bevölkerung macht den 24 Gemeinden umfassenden Bezirk auch zum Traumziel für schwule Touristen. Größte Städte im Bezirk sind St. Petersburg (250.000 Einwohner) und Clearwater (110.000 Einwohner). Clearwater besticht vor allem durch seine Strände - so wurde Clearwater Beach seit 1999 jedes Jahr zum "Best City Beach on the Gulf of Mexico" gekürt - während das 25 Kilometer entfernte St. Petersburg vor allem als Party-Metropole punktet.

Für Menschen mit Sonnendefizit ist Pinellas County ein Traum. Hier scheint die Sonne sogar länger als auf Hawaii. Die "Suncoast" kann im Durchschnitt 361 Sonnentage pro Jahr verzeichnen. Dieses Wetter verhalf St. Petersburg sogar zu einem Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde: Es wurden zwischen 1967 und 1969 insgesamt 768 Sonnentagen ohne Unterbrechung verzeichnet - Weltrekord!

Damit ist es kein Wunder, dass jährlich zwölf Millionen Urlauber die St.Petersburg/Clearwater-Region besuchen, die aber dank der mehreren hundert Kilometer langen Küstenlinien nicht das gequetschte Mallorca-Feeling am Strand aufkommen lassen. Der durchschnittliche Aufenthalt von Gästen, die sich in ein Hotel oder Gästehaus einchecken, liegt bei acht Tagen - und damit fast doppelt so hoch wie im nationalen Durchschnitt.

Diesen Wert erreicht der Bezirk auch durch seine Vielfalt: Mit Kunstfestivals, Symphoniekonzerten und Broadway-Shows steht die Region auch den großen US-Metropolen in nichts nach. 15 Amateurtheater und eine Vielzahl an Museen - darunter etwa das Dalí-Museum oder das Florida Holocaust Museum - ziehen Besucher an. Außerdem gibt es in Gemeindeparks regelmäßig Kunstausstellungen und Freilichtkonzerte.

Disney World und die "Gayborhood"


Auf dem Pier von St. Petersburg befindet sich ein cruisiges Einkaufszentrum (Bild: Visit St. Petersburg/Clearwater)

Wem selbst das nicht ausreicht, erreicht in einer 90-minütigen Autofahrt die knapp 100 Meilen entfernte Großstadt Orlando, die mit den weltbekannten Parks Disney World, SeaWorld und dem Universal Orlando Resort lockt. Hier gibt es auch eine großstädtische Schwulenszene.

Allerdings hat die Szene in St. Petersburg mehr Charme. Insbesondere das nur drei Kilometer von der Innenstadt entfernte Künstlerviertel Grand Central besticht durch eine offene und fröhliche Community. Hier kann man ohne Auto durch pittoreske Passagen schlendern. Der gleich daneben gelegene Stadtteil Kenwood ist als "Gayborhood" bekannt. Dort sind die meisten schwulen Bars und Clubs angesiedelt. Wegen des dichten Angebotes müssen sich alle Etablissements immer wieder etwas Neues einfallen lassen - daher gibt es in St. Pete eine große Vielfalt an Shows und Specials. Den schwulen Abend kann man am besten in der Detour-Bar (2612 Central Ave) beginnen. Sie besticht durch eine richtig urige Baratmosphäre samt Darts, Billard und Karaoke - geöffnet ist Detour von 15 Uhr bis 3 Uhr morgens.

Einer der schönsten Tanzschuppen für einen gepflegten Abend ist gleich um die Ecke: Georgies Alibi (3100 3rd Avenue) ist nicht nur eine freundliche Disco, sondern hat auch einen der größten Discobälle. Auch hier gibt es täglich Events, samstags etwa "Hot Male Dancers" und sonntags "Drag Shows". Besonderes Bonbon: Der Eintritt ist immer frei.

Die schwulen Perlen von Clearwater


In Georgie´s Alibi wird Hartes gemischt...

Clearwater hat hier weit weniger an schwulem Leben zu bieten - außerdem gibt es keine "Gayborhood" wie in St. Petersburg. Dennoch sind auch hier Perlen zu finden: Insbesondere das "Pro Shop Pub" (840 Cleveland Street) darf man als Besucher nicht auslassen. Die freundliche Nachbarschaftsbar gibt seit 1976 Schwulen ein Zuhause - und jeden Tag kann man hier etwas Neues erleben. Dazu tragen auch die täglichen Specials bei. So ist montags die "Underwear Night" - wer hier spezielle Drinks zu speziellen Preisen erhalten will, muss ein wenig Haut zeigen. Fesche Tänzer animieren zur weitgehenden Textilfreiheit. Und wer schwule Jocks sehen will, sollte am Sonntag vorbeikommen: Dann werden in der Bar Football-Spiele auf Großleinwänden übertragen.

Von Europa aus am besten zu erreichen ist St. Petersburg und Co. via Flughafen Orlando. Lufthansa fliegt den Orlando International Airport täglich von Frankfurt aus an, Air France bietet den selben Service von Paris. Der St. Petersburg-Clearwater International Airport ist dagegen eher von regionaler Bedeutung - er erhält den Zusatz "International" lediglich, weil Flüge von und nach Kanada angeboten werden. Dieser Flughafen ist für Reisende interessant, die nach ihrem Florida-Urlaub noch weitere US-Ziele anfliegen wollen.



#1 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 15.12.2011, 18:08h

  • In Clearwater ist auch die Zentrale von Scientology und die groesste Dichte von Scoentologen weltweit.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.12.2011, 18:31h
  • Beim Namen "Clearwater" fällt mir spontan die nun schon legendär gewordene Band "CCR (Creedence Clearwater Revival)" ein! Trotzdem machen die im Artikel gezeigten Fotos Lust auf Urlaub und mehr!
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