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In den USA dürfen Schwule in fünf Bundesstaaten heiraten, während in Deutschland noch ein Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare herrscht.

Die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Eherecht hat positive Auswirkungen für schwule Männer, selbst wenn sie nicht in einer Beziehung leben.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Columbia University in New York City, die im Fachmagazin "American Journal of Public Health" veröffentlicht wird. Die Forscher untersuchten dabei die Arzt- und Klinikbesuche von 1.200 schwulen Patienten eines großen Krankenhauses in Massachusetts ein Jahr vor und ein Jahr nach der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Massachusetts war 2003 der erste US-Bundesstaat, der gleichgeschlechtlichen Paaren das Eherecht gewährte (queer.de berichtete).

Aus den Krankenakten geht hervor, dass die Arztbesuche der schwulen Männer zwölf Monate nach der Ehe-Öffnung um 13 Prozent abgenommen haben im Vergleich zu zwölf Monaten vor der Gesetzesänderung. Die Ausgaben im Gesundheitssystem sind demnach sogar um 14 Prozent gesunken. Die schwulen Patienten wurden gesünder: Insbesondere habe es weniger Fälle von hohem Blutdruck und weniger Patienten mit depressiven Störungen gegeben.

Ehe-Öffnung führt zu weniger Stress

Die Autoren führen die Veränderung auf den verminderten Stress zurück, den Homosexuelle dank der staatlichen Anerkennung erfahren würden. Diese Veränderung trat nicht nur bei Schwulen auf, die nach der Ehe-Öffnung heirateten, sondern in gleichem Maße bei Singles. "Die Gleichstellung im Eherecht könnte eine sehr positive Auswirkung auf die Gesundheit haben, weil es weniger stressbedingte Probleme gibt", erklärte Studienleiter Dr. Mark Hatzenbuehler in einer Presseerklärung.

Bereits mehrere Studien haben nachgewiesen, dass eine liberale Gesetzgebung die Gesundheit von sexuellen Minderheiten verbessert. So kam vor wenigen Monaten eine ebenfalls von der Columbia University durchgeführte Studie zum Ergebnis, dass konservative äußere Einflüsse zu einer höheren Selbstmordrate unter schwulen Jugendliche führen (queer.de berichtete). Demnach gibt es 20 Prozent mehr Selbstmorde unter schwulen Jugendlichen, wenn diese in einer Gegend aufwachsen, in der es besonders viele Menschen mit konservativer Einstellung gibt. (dk)



#1 SideFX23
  • 16.12.2011, 13:26h
  • Da bin ich aber mal gespannt, wie die WHO das sieht und ob man jetzt Programme startet, die Eheöffnung zu unterstützen. Schliesslich kann man doch dann allen Dogmatikern die dagegen waren ganz klar belegen, dass es weniger kranke Menschen gibt, wenn Schwule und Lesben heiraten dürfen!
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#2 Mister_Jackpot
  • 16.12.2011, 13:30h
  • Wenn man sich als Schwuler in der Gesellschaft akzeptiert fühlt ist man auch psychisch gesünder. Das ist klar, weil der Mensch ansich ja ein soziales Wesen ist, welches unter dauernder Ablehnung nunmal leidet. Vergleichbar mit dem Coming Out...viele berichten ja davon welche Last ihnen danach von der Schulter gefallen ist. Das ist heilsam..und wenns dann noch positiv aufgenommen wird, umso besser. Und eben auch entsprechende gleichbehandelnde Gesetze können eine ähnlcihe Wirkung haben....ob nun persönlich oder öffentlich. Immer da wo ein schwuler Mann sich akzeptiert fühlt gehts ihm auch besser. Dafür braucht man fast keien Studie..aber schön, dass das jetzt auch schwarz auf weiss mal untersucht wurde....Danke an die dortigen Ärzte...auch wenn die jetzt weniger zu tun haben mit depressiven Schwulen. Ich hatte übrigens auch mal eine depressive Phase vor über 10 Jahren...ich kann jedem empfehlen bei Depression einen guten Psychologen aufzusuchen und dann eine Verhaltenstherapie zu machen...Hilft unglaublich gut kann ich aus eigener Erfahrung sagen und nein..man ist nicht verrückt wenn man zum Psychologen geht, sondern geht sogar verantwortungsvoll mit der eigenen Seele um! ;-)
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#3 matthias36Ehemaliges Profil
  • 16.12.2011, 13:43h
  • Antwort auf #1 von SideFX23
  • Besser kann man es nicht ausdrücken, warten wir einfach mal ab was geschehen wird, aber vielleicht zeigt es auch, dass es Schwule und Lesben gibt, die in einer "Ehe" halt viel besser leben können als immer nur alleine. Wie heißt es doch, zusammen leben kann vieles einfacher und machbarer machen, als alleine. Versucht Euch auch daran zu halten.
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#4 Sven_
#5 SebiAnonym
  • 16.12.2011, 16:44h
  • Ich bin eh der Meinung, dass auch diejenigen von uns, die für sich selber keine Ehe wollen, sich dennoch dafür einsetzen sollten:

    1.
    Man weiß ja nie, ob man es nicht doch irgendwann mal will. Oder aus rein praktischen Gründen braucht.

    2.
    Auch wenn man selbst nicht heiraten will, ist die Eheöffnung ein Zeichen echter Gleichstellung - auch der Schwulen und Lesben, die die Ehe nicht in Anspruch nehmen. Alleine schon, dass man es könnte, wenn man es wollte, ist ein Zeichen von Gleichstellung und dass wir nicht mehr Menschen 2. Klasse sind.

    3.
    Alleine schon die hasserfüllten Gesichter der ganzen homophoben Politiker und Pfaffen zu sehen, wäre toll. Alleine das wäre es schon wert.
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#6 Geert
  • 16.12.2011, 17:10h
  • Gefühlt habe ich das immer schon, aber jetzt gibt es das Ergebnis schwarz auf weiß. Gespräche mit vielen Schwulen, vor allem auch älteren Schwulen, haben mir gezeigt, dass durch eine Änderung der Gesetzgebung eine Last von ihnen abgefallen ist.
    Schon, wenn der Chef eines großes Unternehmens sich mit einem offen schwulen Mann fotografieren lässt oder wenn bekannte Politiker offen schwul leben, hilft dies vielen eher versteckt lebenden Schwulen ungemein. Hoffentlich kommen wir nie wieder zurück in die Zustände von vor 20-30 Jahren.
    Danke an Queer.de, dass ihr immer solche wertvollen Berichte veröffentlicht!
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#7 Ricky MartinAnonym
  • 16.12.2011, 17:51h
  • Da freut sich der schwule Latino. Man hat dann einfach mehr Kraft für die Kämpfe gegen Klassismus und Rassismus.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.12.2011, 19:16h
  • "Die Gleichbehandlung von Homosexuellen im Eherecht hat positive Auswirkungen für schwule Männer, selbst wenn sie nicht in einer Beziehung leben."

    Die Bundesregierung sollte sich das einmal GENAU durchlesen und endlich handeln: die Eheöffnung für die LGBT-Community hat auch Ihr Gutes!
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#9 JuliusAnonym
  • 16.12.2011, 20:33h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Naja, wenn man neutral nur die Fakten und Argumente betrachtet, spricht nichts gegen die Eheöffnung. Das wäre ein wichtiger Schritt zu voller Gleichstellung.

    Aber bei der ideologischen Verbohrtheit unserer schwarz-gelben Regierung wird sowas wohl erst unter einer völlig anderen Regierung möglich sein. Bei Union und FDP bringen Fakten und Argumente gar nichts, die leben nur in ihrer menschenverachtenden Phantasie-Welt.
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