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Charleys Tanten anno 2011... (Bild: Eric McCandless/ABC)

Die neue Comedy-Serie "Work It" steht in der Kritik: Homo-Aktivisten beklagen, dass die Sitcom Vorurteile gegen Transpersonen anheizt.

Die Serie soll ab dem 3. Januar 2012 im vom Disney-Konzern betriebenen US-Network ABC zu sehen sein. Darin spielen Ben Koldyke (Don Frank aus "How I Met Your Mother") und Amaury Nolasco ("Prison Break") arbeitslose Männer, die erst einen Job erhalten, als sie sich als Frauen verkleiden. Mehrere Homo-Gruppen, die die erste Folge bereits zur Ansicht erhalten haben, laufen Sturm gegen "Work It": "Die Serie lädt die Zuschauer ein, über Männer zu lachen, die nur so tun, als ob sie Frauen sind", erklärte Mike Thompson von der Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD). Damit würde es in der Gesellschaft einfacher werden, Transpersonen lächerlich zu machen. "Dabei ist Transphobie in unserer Gesellschaft ein großes Problem", so Thompson. Die Serie verstärke das Vorurteil, dass transsexuelle Frauen keine echten Frauen seien.

Youtube | US-Trailer

"Unglaublicher Rückschritt" für Trans-Community

Auch die Human Rights Campaign, die größte US-Homogruppe, will die Ausstrahlung der Sendung verhindern. HRC-Chef Joe Solomonese nannte die Serie einen "unglaublichen Rückschritt" für die amerikanische Trans-Community. Er erinnerte daran, dass unter Mann-zu-Frau-Transsexuellen eine sehr hohe Arbeitslosenquote herrsche. Außerdem dauere eine Geschlechtsanpassung wegen der hohen Kosten und des unzureichenden amerikanischen Krankenkassensystems meist viele Jahre. Eine Serie, die sich über dieses Zwischenstadium lustig mache, könne ihnen das Leben zur Hölle machen.

Der Chef des Fernsehsenders ABC versteht allerdings die Aufregung nicht: "Ich bin Brite, daher muss ich jedes Jahr eine Travestieserie machen. Ich bin ja mit 'Monty Python' aufgewachsen", erklärte Paul Lee. Die GLAAD argumentiert jedoch, dass es seit der Gründung Monty Pythons vor mehr als vier Jahrzehnten gesellschaftliche Fortschritte gegeben habe, die auch im Fernsehprogramm berücksichtigt werden müssten.

ABC gilt als eines der homofreundlichsten der fünf nationalen Networks in den USA. Der Sender strahlt Serien wie "Modern Family", "Desperate Housewives" und "Grey's Anatomy" aus. In der hochgelobten Serie "Dirty Sexy Money" hat der Sender 2007 zudem mit Candis Cayne erstmals eine transsexuelle Schauspielerin gecastet. (dk)



#1 DadoMucAnonym
#2 LisaAnonym
  • 19.12.2011, 13:18h

  • Wen meinst du mit "unser"? Transpersonen? Bist du selber eine oder woher willst du das beurteilen?
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#3 MedManAnonym
  • 19.12.2011, 13:20h

  • Man kann es auch übertreiben... Wo bleibt der Sturm der Entrüstung, wenn wir Schwulen zu 99 % von Klischeetucken im Fernsehen repräsentiert werden? Das halten wir aus und nennen es Selbstironie - lachen drüber oder schalten weg... Wenn sich die Serie explizit über echte Transsexuelle lustig machen würden wäre es richtig einen Aufstand zu organisieren - das hier hat doch eher was von Travestie...
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#4 ArthasAnonym
  • 19.12.2011, 13:54h
  • Haben die keine wichtigeren Angelegenheiten um die sie sich kümmern sollten? Tatsächliche Diskriminierung und Gewalt gegen Transpersonen zum beispiel? Das ist halt die Freiheit der Kunst (und ich fand den Trailer eigentlich ganz lustig), das müssen auch politisch korrekte Berufsschwule aushalten können
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#5 deltaAnonym
  • 19.12.2011, 14:36h
  • Antwort auf #4 von Arthas
  • "das müssen auch politisch korrekte Berufsschwule aushalten"

    wie lisa schon angedeutet hat, mit schwulen hat das nichts zutun.

    es geht um transpersonen und diese gehören verschiedenen sexuellen orientierungen an.
    eine transfrau die männer liebt ist heterosexuell und ein transmann der frauen liebt auch.
    selbst bei transvestiten und dwt´s gibt es hetero- und bisexuelle, zb als fetisch.

    schwule sollten den begriff queer nicht für sich alleine pachten, die queere welt ist bunt und nicht alles was queer ist ist schwul...
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#6 Thats LifeAnonym
  • 19.12.2011, 15:13h
  • Ist doch immer das gleiche. Schwule werden stets als Rosa kreischende Tucken dargestellt und bei Transexuellen nimmt man immer möglichst breitschultrige Kerle und steck sie innen Rock.

    Schön eindimensional
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#7 MatainaAnonym
  • 19.12.2011, 15:40h
  • also ich finds totlustig und wenn mir jemand das verbieten würde zu sehen, dann würde ich wohl laut ZENSUR schreien. Ich mach selbst Travestie - ich hoffe, ich muss hier niemandem die Unterschiede zwischen Drag und Trans* erklären - und für mich ist das hier Drag. Mit Trans* hat das nur äußerlich was zu tun - genauso viel wie mit Drag - und niemand hat in der Sendung wirklich das Problem das Gefühl zu haben, im "falschen" Körper zu stecken. Trans* ist was völlig anderes und wen das interessiert - da gibts mittlerweile tolle und einfühlsame Doku's drüber, die längst vom Mainstream "konsumiert" werden.
    Jeder Hinterwäldler kapiert doch hier, dass es sich bei der Serie um was ganz anderes handelt, nämlich das Spiel mit Rollen. Wohlgemerkt: SPIEL - dDa gehts mehr um die veränderte Rolle von Frauen und Männer als um Schwule oder Trans.
    Ich würd da einfach ganz locker bleiben und den Quatsch geniessen. Ich finds lustig.
    Trotzdem würden mich hier ein paar Meinungen von Trans*-Leuten interessieren. Vielleicht gibts da ja noch Aspekte, die mir entgangen sind.
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#8 AsexualGirlAnonym
#9 AsexualGirlAnonym
#10 vanheemstraAnonym
  • 19.12.2011, 17:01h
  • Es wäre gut, wenn sich schwule Proteste mal gegen die Verunglimpfung von schwulen Männern richten würden. Andere Gruppen können ihren Mund selber aufmachen, wenn sie sich unangemessen dargestellt fühlen.
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