Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15586

Kürzung der Entwicklungshilfe

Uganda: "Auch Homos brauchen Strom"


Yoweri Museveni hält Homosexualität für ein europäisches Laster, das Afrika nicht aufgezwungen werden dürfe

Der ugandische Präsident hat an die Geberländer appelliert, trotz der homophoben Gesetzgebung dem Land weiterhin Entwicklungshilfe zukommen zu lassen.

Bei einem Treffen der Staatschefs der Region in der Hauptadt Kampala sagte Yoweri Museveni am Freitag, dass Homosexuelle beim Einfrieren der Entwicklungshilfe ebenfalls betroffen seien: "Bevor mir irgend jemand eine Vortrag über Homosexuelle und deren Rechte hält, sollten wir uns zunächst über Eisenbahnen unterhalten", sagte Museveni nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. "Homosexuelle brauchen auch Strom, Homosexuelle brauchen auch Straßen, Homosexuelle brauchen auch Eisenbahnen", sagte Museveni unter großem Applaus. Würde der Westen wegen der Homo-Politik in seinem Land Hilfen streichen, müssten alle Ugander wegen einer kleinen Minderheit darunter leiden, so der 67-Jährige.

Parlament verhandelt über Todesstrafe für Homosexuelle

In Uganda können Schwule bereits jetzt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt werden. Seit 2009 berät das Parlament zudem über die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität - erst im Oktober haben die Abgeordneten den Gesetzentwurf wieder auf die Tagesordnung gesetzt (queer.de berichtete). Wegen dieser Politik haben mehrere westliche Regierungen die Entwicklungshilfe teilweise eingefroren. Politiker aus Uganda, aber auch aus anderen afrikanischen Ländern, warfen dem Westen daraufhin Kolonialismus vor. Erst vor einem Monat deutete ein Regierungssprecher noch an, dass das Land für seine homophobe Politik auf Entwicklungshilfe verzichten könnte: "Uganda ist, wenn Sie sich bitte daran erinnern, ein souveränes Land und wir sind dieser Standpauken überdrüssig. Wenn sie ihr Geld behalten wollen, bitte schön", sagte er als Reaktion auf Kritik des britischen Premierministers David Cameron (queer.de berichtete).

Das derzeit angewandte Homo-Verbot basiert auf britischem Kolonialrecht. Großbritannien hat dieses Gesetz bereits im Jahr 1968 abgeschafft. In 41 der 54 Commonwealth-Staaten werden Homosexuelle aber noch verfolgt.

Museveni hat in der Vergangenheit immer wieder bekräftigt, dass Homosexualität eine "negative ausländische Kultur" sei (queer.de berichtete). Der "wiedergeborene" Christ hat sich aber intern gegen die Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle ausgesprochen, weil er Medienberichten zufolge um die Entwicklungshilfe fürchte.

Auch afrikanische Homo-Gruppen sehen die Einschränkung der Entwicklungshilfe kritisch. Sie fürchten eine "Gegenreaktion", die die Lebensbedingungen von Schwulen und Lesben weiter verschlechtern könnte. So könnte die Regierung Homosexuelle zum Sündenbock für eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung machen (queer.de berichtete). (dk)



#1 DadoMucAnonym
  • 19.12.2011, 13:00h

  • Naja wenn sie so suverän sind brauchen sie ja keine Entwicklungshilfe.

    Wieso sollten unsere Regierungen auch Länder unterstützen die Terror gegen ihre Minderheiten ausüben?

    Unfassbar die unterentwickelten Menschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 David77Anonym
  • 19.12.2011, 13:15h
  • ach, auf einmal brauchen "auch Homos [...] Strom".
    Aha, sieht der Politiker "Homos" plötzlich auch als Menschen, die eine Anbindung brauchen? Wie gütig!

    "Würde der Westen wegen der Homo-Politik in seinem Land Hilfen streichen, müssten alle Ugander wegen einer kleinen Minderheit darunter leiden, so der 67-Jährige"
    Ach so, im Umkehrschluss haben alle Ungander was davon, wenn die Minderheit leidet, oder wie?

    "Bevor mir irgend jemand eine Vortrag über Homosexuelle und deren Rechte hält, sollten wir uns zunächst über Eisenbahnen unterhalten..."
    DANN redet und kümmert IHR euch gefälligst um Eisenbahnen anstatt sich darum zu Sorgen was andere im Bett machen und über die "Rechte Homosexueller" verfolgt und ermordet zu werden einen Vortrag zu halten...

    DAVON entstehen auch keine Eisenbahnen...

    "Homosexuelle brauchen auch Strom, Homosexuelle brauchen auch Straßen, Homosexuelle brauchen auch Eisenbahnen"
    Klar, wo es ALLE Ugander betrifft, sorgt man sich darum - als HOmosexueller in Uganda könnte einem das egal sein - als erstes bräuchte man das Recht zu LEBEN!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Peter 1Anonym
  • 19.12.2011, 14:40h
  • Kotz-Würg, wenns ums Geld geht! Was nützt einem Homo in Uganda die Eisenbahn wenn er ohne Kopf drin fahren muss und Strom braucht man im Straflager wohl eher auch nicht, zuumindest in Uganda.

    Jedwede Entwicklungshilfe streichen, dafütr Hilfsorganisationen finanziell helfen!

    Pe ter
  • Antworten » | Direktlink »
#4 finkAnonym
  • 19.12.2011, 15:30h
  • "Würde der Westen wegen der Homo-Politik in seinem Land Hilfen streichen, müssten alle Ugander wegen einer kleinen Minderheit darunter leiden, so der 67-Jährige."

    da ist auch schon die erwartete täter-opfer-umkehr. der mistkerl weiß genau, dass die streichung nicht wegen der homos angedroht wird, sondern wegen homophober arschlöcher wie ihm selbst.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 seb1983
  • 19.12.2011, 16:48h
  • Und dieser Mann ist allen Ernstes Regierungschef und erhält auch noch Applaus für sowas!!!

    Da drängt sich doch der Gedanke auf dass am Zustand Afrikas nicht nur der pöse Westen Schuld ist sondern auch ein klitzekleines bischen das dortige Personal...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 David77Anonym
  • 19.12.2011, 17:13h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Der Knaller ist ja, dass die Homophobe Haltung damit begründet wird, Homosexualität sei westlich und "unafrikanisch" und daher unerwünscht, aber man sich dabei auf christliche (oder islamische) Werte beruft, die auch teils westlich und unafrikanisch sind.
    Von den ganzen Gesetzen mal zu schweigen!
    Natürlich hat die jahrhundertelange Kolonialisierung zu den katastrophalen Bedinungen geführt, woher die westliche Welt auch eine Verpflichtung zur Hilfe hat.
    Nur, man kann nicht westliche Hilfe erwarten und sich dann zugleich über einen angeblich Einfluss des Westens (von wegen schwul/lesbisch "werden") jammern.
    Bei dieser Logik müsste man dich konsequent auf jegliche Kontakte ausserhalb Afrikas verzichten, dann sollte es ja auch keine Homosexualität geben.
    Überraschung, es gäbe sie dennoch.
    Es muss doch einleuchten, dass sich diese Logik widerspricht.
    Und das der Westen (und da sollten sich westliche homophobe Politiker an die Nase packen, die sich über Clintons Vorstoss in der UNO echauffieren) ein Interesse hat, dass Bürgerrechte weltweit bestehen müssen, sollte auch klar sein.
    Wo dies nicht der Fall ist fliehen die Menschen nunmal in andere, westliche Länder.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 David ZAnonym
  • 19.12.2011, 18:08h
  • Für wie blöd hält der die Leute eigentlich?!

    Es ist doch ganz einfach:
    wenn er Geld geschenkt haben will, soll er zumindest elementarste Grundrechte achten. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.

    Es ist seine Entscheidung, was ihm wichtiger ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FinnAnonym
  • 19.12.2011, 18:34h
  • Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Weiterzahlen und auf Einsicht hoffen gar nichts bringt. Ebensowenig wie Fakten und Argumente.

    Nur wenn es ans Geld geht, ändert sich wirklich etwas, denn das ist die einzige Sprache, die jeder versteht.

    Mal ganz abgesehen davon, dass es wieder mal sehr arrogant ist, Leuten vorzuschreiben, unter welchen Bedingungen sie Geld zu schenken haben, sollte man auch das Geld kürzen/streichen, damit sich endlich etwas ändert. Denn anders geht es leider nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.12.2011, 19:22h
  • Ein bekanntes Sprichwort heißt: keine Leistung ohne Gegenleistung! Erst, wenn Homosexualität legalisiert wird, gibts wieder Entwicklungshilfe!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 julian21
  • 19.12.2011, 19:57h
  • Antwort auf #1 von DadoMuc
  • "Unfassbar die unterentwickelten Menschen."

    Wieso darf hier jemand so einen rassistischen Dreck hinterlassen?!

    "So könnte die Regierung Homosexuelle zum Sündenbock für eine schlechtere wirtschaftliche Entwicklung machen."

    "Würde der Westen wegen der Homo-Politik in seinem Land Hilfen streichen, müssten alle Ugander wegen einer kleinen Minderheit darunter leiden, so der 67-Jährige."

    Überraschung! Wer hätte gedacht, dass die Kurzschlussreaktion "Staat homophob? Schnell Gelder streichen!" so "erfolgreich" funktioniert. Noch ein paar Wochen mehr und wir sehen die ersten schwulen Sündenböcke unter der Erde.
  • Antworten » | Direktlink »