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Tesco ist in praktisch jeder britischen Stadt vertreten (Bild: osde8info / flickr / by-sa 2.0)

Christlich-konservative Aktivisten rufen in England zum Boykott der größten britischen Supermarktkette Tesco auf, weil ein Manager "böse Christen" wegen ihrer Ablehnung der Homo-Ehe kritisiert hatte.

Nick Lansley, der die Entwicklungsabteilung des Konzerns leitet, hatte auf seinem Privatprofil auf Flickr.com bereits 2008 geschrieben: "Ich setze mich gegen böse Christen ein (nicht gegen alle Christen, nur die schlechten), die denken, dass Schwule und Lesben kein glückliches Leben führen und ihren Partner nicht heiraten sollten." Der Kommentar, der inzwischen von der Foto-Plattform gelöscht worden ist, ist erst kürzlich von christlichen Aktivisten entdeckt worden und hatte zu Protesten geführt.

So sagte Colin Hart vom evangelikalen Christian Institute: "Ich werde zu Weihnachten nicht bei Tesco einkaufen und ich habe wiederholt von anderen Christen gehört, dass sie die selbe Entscheidung getroffen haben." Lansley habe ein Recht auf freie Meinungsäußerung, allerdings hätten auch Christen das Recht, dort einzukaufen, wo sie willkommen seien.

Ein Tesco-Sprecher erklärte gegenüber dem "Daily Telegraph", dass Lansley seine persönliche Ansicht geäußert habe, die nicht den Ansichten von Tesco entspreche: "Unser Unternehmen lehnt die Kritik an jeder Religion ab, und wir wussten nichts von Herrn Lansleys Kommentaren, bis wir darauf aufmerksam gemacht worden sind." Tesco habe den Manager gebeten, die Kommentare zu entfernen - er sei dieser Anfrage nachgekommen, damit sei die Geschichte für Tesco erledigt.

Christliche Aktivisten kritisieren auch Unterstützung für CSD

Es ist kein Zufall, dass dieser Fall gerade jetzt in christlich-konservativen Kreisen für Aufregung sorgt. Erst im vergangenen Monat kritisierten evangelikale und katholische Aktivisten, dass Tesco künftig als Sponsor des CSDs in London auftritt. "Warum hat sich die Firma jetzt an die Seite einer aggressiven politischen Organisation wie dem 'Pride London' gestellt", heißt es etwa in einem Kommentar des "Catholic Herald".

Der Konzern Tesco ist die viertgrößte Supermarktkette der Welt - und ist außer in Großbritannien auch in Ländern wie den USA, Südkorea und Thailand vertreten. Insgesamt arbeiten rund eine halb Million Menschen für die Firma, die jedes Jahr mehr als 70 Milliarden Euro umsetzt. Sie gilt als eine der homofreundlichsten Unternehmen in Großbritannien und betreibt etwa die Seite "Out at Tesco" für seine lesbischen und schwulen Mitarbeiter. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 Geert
  • 20.12.2011, 15:14h
  • Die "Christen" haben gut von den Schwulen gelernt: In einer kapitalistischen Gesellschaft kann man vieles über wirtschaftlichen Boykott erreichen.
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#2 kurz davorAnonym
  • 20.12.2011, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • DMN:

    Die Kreditkarten der Briten wiesen im September Kredite in Höhe von 151,8 Milliarden Pfund auf. Verglichen mit den 56,9 Milliarden Pfund, die sie im selben Monat auf ihren Kreditkarten besaßen, zeichnet sich in Großbritannien ein Teufelskreis der Überschuldung ab. Insgesamt lieh sich die britische Bevölkerung über ihre Kreditkarten und Kredite 629 Millionen Pfund im September, ein Drittel mehr als noch im Vormonat. Die Gesamtverschuldung liegt bei 1,5 Billionen Pfund.

    „Immer mehr Menschen sind gezwungen, sich Geld zu leihen, um ihre Ausgaben zu finanzieren. Grund hierfür sind die durch Inflation gestiegene Ausgaben, geringe Gehaltserhöhungen und eine strengere Steuerpolitik. Zudem steigen die Arbeitsplatzverluste“, erklärt Howard Archer, Chefökonom von Global Insight. Immer mehr Menschen in Großbritannien seien gezwungen, mehr auszugeben, als sie einnehmen. 3,2 Millionen Briten haben derzeit finanzielle Schwierigkeiten und drei Millionen stehen kurz davor.
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#3 kaysiProfil
  • 20.12.2011, 17:53hBangor
  • Die Ironie dieses Artikels fuer mich ist, dass ich gerade von Tescos komme und am Eingang eine extrem Homofeindliche Kirche aus meiner Stadt Geld gesammelt hat, da Tesco lokalen Charities erlaubt ueber die Adventszeit in den Eingaengen einen Tisch aufzubauen und dann ist da jeden Tag eine andere Charity.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.12.2011, 18:25h
  • Der Boykottaufruf der christlichen Fundis wird im Nirwana der Bedeutungslosigkeit verpuffen, denn die meisten Menschen sind nämlich nicht auf den Kopf gefallen und lassen sich schon gar nicht vor den Karren dieser Verpeilten spannen!
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#5 MmmkayAnonym
#6 SebiAnonym
  • 21.12.2011, 10:29h
  • Sollen sie ruhig machen. Man darf sich von solchen Faschisten nicht erpressen lassen. Das würde denen gefallen, dass sie Demokratie abschaffen und anderen vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben.

    Im Übrigen:

    1. Es gibt mehr Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (und deren Familien und Freunde) als religiöse Fanatiker. Da steht man auch schon aus rein wirtschaftlichen Gründen besser auf unserer Seite.

    2. Die sollen ruhig alle demokratischen Unternehmen boykottieren. Dann können sie irgendwann nirgends mehr kaufen und die natürliche Selektion übernimmt den Rest. ;)

    3. Wenn sie sich nicht darüber aufregen würden, würden sie was anderes finden. Sei es, dass dort Kondome verkauft werden oder was auch immer. Die Leute müssen einfach motzen, weil sie nichts anderes im Leben haben.
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#7 wanderer LEAnonym
  • 21.12.2011, 22:39h
  • Um so lieber werde ich ab sofort Naturjoghurt von Tesco kaufen. 150 g für 8 Cent, in Lindenau an der berühmten Ecke.
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