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Für Präsident Robert Mugabe sind Schwule "schlimmer als Hunde und Schweine"

Eine simbabwische Parlamentsabgeordnete sitzt im Gefängnis, weil sie angeblich Robert Mugabe als schwul bezeichnet hat.

Lynette Kirenyi, die der Partei MDC von Ministerpräsident Morgan Tsvangirai angehört, ist nach Medienberichten am Dienstag angeklagt worden. Ihr wird vorgeworfen, die Autorität von Präsident Robert Mugabe untergraben zu haben. Laut "Daily Nation" soll sie gesagt haben: "Mitglieder von Zanu PF [der Partei Robert Mugabes] haben den MDC-Präsident Tsvangirai attackiert, weil er angeblich prohomosexuell ist, aber Robert Mugabe hat Homosexualität mit Jonathan Moyo und Canaan Banana praktiziert."

Moyo und Banana waren innerparteiliche Widersacher von Mugabe, denen Homosexualität vorgeworfen war. So arbeitete Moyo von 2000 bis 2005 als Informationsminister unter Mugabe, bevor er sich mit ihm überwarf. In dieser Zeit war ihm vorgeworfen worden, dass er zu viele "weiblich schwule" Hormone besitze (queer.de berichtete). Banana, der erste Präsident Simbabwes, wurde von Mugabe mit den "Sodomy Laws" verfolgt, die Homosexualität unter Strafe stellen. Der Vorwurf: Banana soll in den 90er Jahren angeblich versucht haben, seinen Bodyguard zu verführen. Ein Gericht verurteilte ihn daraufhin zu zehn Jahren Haft. Banana starb schließlich 2003 als gebrochener Mann.

Präsident Robert Mugabe gilt als einer der schwulenfeindlichsten Staatschefs der Welt. Der jetzt 87-Jährige hat bereits kurz nach seiner Machtübernahme vor rund drei Jahrzehnten eine Kampagne gegen Homosexualität gestartet - und erklärt, Schwule seien "schlimmer als Hunde und Schweine".

Diese Ansicht war in der öffentlichen Debatte weitgehend Konsens - auch in der Opposition, die Mugabe 2008 nach heftigen Protesten an der Regierung beteiligen musste. Premierminister Morgan Tsvangirai - ein jahrelanger Mugabe-Widersacher - hat im Oktober für eine Wende in der Debatte gesorgt: In der britischen BBC sprach er sich erstmals für einen Diskriminierungsschutz für Homosexuelle aus (queer.de berichtete). Vertreter von Mugabes Zanu-PF, aber auch von Tsvangirais Partei, kritisierten die Äußerungen des Regierungschefs als unafrikanisch. (dk)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 21.12.2011, 12:55h
  • Was für ein schreckliches Land... mir wird schlecht, wenn ich mir vorstelle, das ich als Schwuler dort leben müsste.
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#2 JonassAnonym
#3 Geert
  • 21.12.2011, 18:51h
  • Das damalige "weiße Rhodesien" war ein Paradies für Schwule. In den meisten gemischten Clubs der Hauptstadt Salisbury konnten Schwule sogar miteinander tanzen - vor 40 Jahren. Im Stamm der Shona ist Homosexualität sogar traditionell unter ganz bestimmten Voraussetzungen ritualisiert. Viele schwarzen Afrikaner waren rührend naiv, was Homosexualität betrifft und viele machten nur zu gerne mit. Die einzige Spielregel: das Thema durfte nicht verbalisiert werden. Ich habe das selbst während meiner Aufenthalte in Rhodesien erlebt. Wer es nicht glaubt, kann es auch in alten Ausgaben des Spartakus nachlesen.
    Erst als weiße Zimbabwer nach der Unabhängigkeit anfingen, die "Gays befreien" zu wollen, schwule Selbsthilfegruppen gründeten und in der Öffentlichkeit Demos veranstalteten, regte sich eine Gegenbewegung, die unter Mugabe einen weltweiten Höhepunkt an Scwulenhass erreichte.
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#4 frantz fanonAnonym
#5 kein briteAnonym
  • 21.12.2011, 21:20h
  • Wieso sind sooft Staaten dermaßen totlitär, die durch westlichen Imperialismus geprägt wurden?
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#6 SebiAnonym
  • 21.12.2011, 22:20h
  • Zu dieser peinlichen Witzfigur müsste man eigentlich nichts mehr sagen, wenn der nicht so viel Macht hätte und soviel anrichten würde.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.12.2011, 22:38h
  • Robert Mugabe ist der Teufel in Menschengestalt und einer der schlimmsten Diktatoren, die noch auf unserer Welt ihr Dasein fristen und jetzt soll dieser Despot auch noch eine Schrankschwester sein? Das paßt nicht zusammen.
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#8 finkAnonym
  • 22.12.2011, 12:10h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • was willst du uns damit sagen?

    dass es okay ist, keine wirklichen beziehungen haben zu dürfen, scheinehen führen zu müssen, niemals über seine gefühle reden zu können - solange man nur in irgendeiner dunklen nische sex mit männern haben kann?

    dass es falsch ist, wenn man sich gegen das redetabu stellt?

    dass an homophober gewalt nicht die homophoben schuld sind, sondern diejenigen, die es wagen, das thema überhaupt zu einem thema zu machen?

    ich würde mich freuen, von dir mal wieder etwas zu lesen, das nicht nur darauf ausgerichtet ist, jegliche emanzipationsbemühung in den dreck zu treten.
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#9 maikeAnonym
#10 AstroboyAnonym