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Anlaufstelle für Schwule und Lesben

Hannover: Zentrum für Vielfalt eröffnet nächstes Jahr


(Bild: Wiki Commons / Benson Kua / CC-BY-SA-2.0)

In der Nordstadt von Hannover eröffnet der neu gegründete Verein "Vielfaltzentrale" ein offenes Zentrum für Schwule und Lesben.

Der Vertrag für Räumlichkeiten in der Asternstraße 2 wurde bereits vergangene Woche unterschrieben, gab der Verein am Mittwoch bekannt. Das "Zentrum für Vielfalt" soll im nächsten Jahr ein Anlaufpunkt für sexuelle Minderheiten werden. Hier sollen schwule und lesbische Selbsthilfegruppen ein Zuhause finden und Menschen bei ihrem Coming-out geholfen werden. "Nach wie vor ist der Alltag in Hannover und noch mehr in der Region davon geprägt, dass Menschen als heterosexuelle Frauen oder Männer wahrgenommen werden", begründet der Verein die Notwendigkeit für das Zentrum.

Ein Jahr Vorarbeit

Bei der Organisation hat die Niedersächsische Aids-Hilfe die Federführung übernommen. Seit Dezember 2010 begleitete und strukturierte die NAH den Aufbau von Arbeitsgruppen, Personal und Verwaltung, so dass das Zentrum jetzt auf eigenen Füßen stehen kann. Mit dem neuen Jahr wird der am 26. September 2011 in Hannover gegründete Verein "Vielfaltzentrale" die Trägerschaft übernehmen. "Wir freuen uns, dass wir als Aidshilfe die Verantwortung für einen neuen Anlauf übernommen und diesen Prozess getragen haben", freut sich NAH-Vorstand Jörn Jan Leidecker. "Ich bin zuversichtlich, dass die nun aufgebaute Infrastruktur die ganze Bandbreite der lesbisch-schwulen Community ansprechen wird und sich das Zentrum nicht nur geografisch, sondern auch gesellschaftlich in der Stadtmitte befinden wird. Die Zeit der erzwungenen Nischenexistenz ist vorbei", so Jörn Jan Leidecker, NAH-Vorstand.

Es existieren bereits Arbeitsgruppen für Beratung, einen offenen Lesbenabend, politische Bildung, schwule Gesundheit und Sport; außerdem wird ein Verein zur Schulaufklärung die Räume nahe nahe am Engelbosteler Damm nutzen. "Dort ist genug Platz für Gruppentreffen, Informationsbörse, verschiedene Veranstaltungen oder um einfach auf einen Kaffee vorbeizukommen", erklärte Kirsten Plötz, die nebenberufliche Koordinatorin des Zentrums. (pm/dk)



#1 Geert
  • 21.12.2011, 18:55h
  • Ich dachte, diese Nachricht sei aus dem Jahre 1970.... Muss im Jahre 2011 tatsächlich ein solches Zentrum neu gegründet werden, und das in einer norddeutsch-protestantisch-liberalen Großstadt wie Hannover? Oder suchen da einige schwule Beamte des "Amtes für Aidshilfe" ein neues Betätigungsfeld?
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#2 finkAnonym
  • 21.12.2011, 19:09h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • solange die homophobie unter jugendlichen teilweise sogar wieder zunimmt, es weiterhin verbale, physische und strukturelle gewalt gegen schwule und lesben gibt, die selbsttötungsrate unter schwulen und lesbischen jugendlichen um ein vielfaches erhöht ist usw. usw. müssen wir wohl kaum ernsthaft über die berechtigung von geschützten räumen diskutieren.
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#3 SebiAnonym
  • 21.12.2011, 22:21h
  • Gute Nachricht!

    Jede noch so kleine Maßnahme, die etwas besser macht, ist Gold wert.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil